Alles bleibt wie es wird!

Erste Ergebnisse aus dem Dynamic Facilitation-Seminar No. 1.

Vor kurzem haben wir hier ja darüber geschrieben, dass die Runde 1 des sogenannten Dynamic Facilitation-Seminars an der Akademie abgehalten wurde. Was wir damals noch nicht mitgeteilt haben, sind die ersten Ergebnisse, die daraus entstanden sind und die ja letztendlich auch die Zukunft der "Lazi" prägen sollen. Ingo Lazi hat die zwei wichtigsten Ideenansätze bereits in seiner Ansprache anlässlich der kürzlich abgehaltenen Abschlusspräsentation anklingen lassen. Hier sind diese nochmal für all jene, die an der Werkschau nicht da waren bzw. Ingos Ansprache nochmal etwas ausführlicher erläutert lesen möchten.

Eins ist sicher: die Eins.

Eine der an sich vielen ideenhaften Inspirationen des DF-Seminars war beispielsweise die Frage, ob man die Benotung an der Akademie nicht auf eine Note reduziert - nämlich auf die Eins! Oder anders gesprochen auf die Note "sehr gut". Könnte nicht ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal der Lazi-Akademie in Zukunft sein, dass alle hier Studierenden ihre Arbeiten mit einer Eins absolvieren sollen und so denn sie dieses "hehre Ziel" nicht auf Anhieb schaffen, sie eben so lange daran arbeiten müssen, bis es erreicht ist. Der Vorteil daran wäre, dass zukünftig nur noch sehr gute Absolventen von Esslingen aus auf die Arbeitsmärkte gelangten. Eine klassische "Win-win-Situation" sowohl für die ausgebildeten Mediendesigner als auch für die Akademie selbst, denn sehr gute Abschlüsse machen sich draußen in der freien Wildbahn halt doch immer besser als gute oder befriedigende.

Die Unterrichts-Zukunft lautet: "Qualität vor Quantität".

Eine weitere Idee betrifft eine mögliche Neuorganisation des Unterrichts an der Akademie. "Schuld daran" sind grundsätzlich die mittlerweile unendlichen Weiten des Internets. Und das damit auch verbundene, mittlerweile sehr niveauvolle Angebot von diversen Tutorials hier. Man stelle sich vor, dass die Einführung in ein sagen wir neues Gestaltungsprogramm wie Indesign oder Flash nicht mehr von einem Dozenten vermittelt wird, sondern im Dialogmodus am Rechner via Internet. Wie ich das entsprechende Programm öffne, welche Werkzeuge es bereithält und welche Grundfunktionen - für all jene relativ einfachen Fragen müsste nicht mehr unbedingt die wertvolle Arbeitszeit des Hochqualifizierten in Anspruch genommen werden. Was aber auf keinen Fall heißen soll, dass die "Face to face"-Veranstaltungen reduziert werden. Nur käme man bei den persönlichen Meetings auf genau die Themen zu sprechen, bei denen das hohe Erfahrungsniveau der Lehrenden auch angemessen zum Einsatz gelangt. Einen Dozenten erklären zu lassen, wie man das Programm öffnet, ist ein bisschen so, wie wenn man einem Patienten durch den Chefarzt erklären lässt, das Pflaster korrekt auf die kleine Schürfwunde zu kleben Alles ein bisschen "oversized" eben.

Nicht für die Schule für das Leben lernen wir ...

In Zukunft wird sich auch das Bildungsangebot der Lazi-Akademie erweitern. Der allgemeinen Realität entsprechend, dass heutzutage vor allem auch im Medienbereich das Lernen ein berufsbegleitender Prozess ist, wird es demnächst diverse neue Weiterbildungsangebote sowohl für Unternehmen aus der Region wie auch für "Ex-Lazianer" geben. Darüber hinaus vernetzt die Lazi sich noch stärker mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen der Region - hält hier beispielsweise auf Wunsch Veranstaltungen ab zur Berufsinformation - und sucht darüber hinaus auch nochmal stärker den Schulterschluss mit potenziellen Kulturpartnern aus der Region. Jüngstes Beispiel dafür ist "die lange Nacht der Museen", an der interessierte Studenten und Absolventen der Lazi-Akademie im Sektkeller der Untertürkheimer Weinmanufaktur ihre Arbeiten circa 2.000 Besuchern(!) am Samstag, den 13. März von 19 bis 2 Uhr öffentlich präsentieren können. Der Titel dieser Ausstellung übrigens lautet: "Junge Kreativgewächse - wohlgereift in der Region."

Wer sich also als eine solches Edelgewächs aus den Bereichen Film- und Mediendesign bzw. Foto- oder Grafikdesign begreift, ist herzlich eingeladen - sowohl als AusstellerIn (bitte im Sekretariat melden!) oder als BesucherIn.

Autor: Nils Hemmen