DESIGN „FÜR UMME“?

Dem Internet gehört die Zukunft. Das haben mittlerweile auch karitative Institutionen entdeckt. Da aber das Internet – und hier speziell auch die sozialen Medien – mittlerweile bestimmte Standards gesetzt haben, wie man/frau dort auftreten sollte, um überhaupt wahrgenommen zu werden, gilt auch für Wohltätigkeitsorganisationen mittlerweile: „Besser jemanden fragen, der sich damit auskennt.“

Vorbei die Zeiten, wo man fragte: „Könntest Du mal kurz …

… ein Plakat, einen Flyer und/oder die Broschüre gestalten?“ Denn erledigten diese Jobs früher meistens noch engagierte Laien am Feierabend, ist heute auch in Non-Profit-Bereichen zunehmend das Know How von professionellen Grafik-, Foto- oder Filmdesignern gefragt. Denn wie gesagt: Die Organisation will ja letztendlich auch gesehen werden.

Paradebeispiel: das „Paradies für Tiere“

Das „Paradies für Tiere“ ist eine Tierschutzorganisation aus Reutlingen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, vor allem herrenlosen, von der Todesspritze bedrohten Hunden aus Osteuropa zu helfen. Fing man vor ca. 10 Jahren noch mit eher selbstgebastelten Medien an, für diese Idee zu werben, müssen heute Profis ran, um den Auftritt nach aussen entsprechend überzeugend zu gestalten. Natürlich sind hier Designer, die von der „Luft und Liebe leben“, besonders willkommen. Aber Voraussetzung ist das keinesfalls. Denn zum Beispiel der aktuelle Internetauftritt der Hundeschützer wurde von einem Profidesigner gegen Honorar bewerkstelligt. „Wir müssen gewährleisten, dass wir gesehen werden“, so Iris Tzamalidis, die 1. Vorsitzende von Paradies für Tiere e. V., „sonst funktioniert unsere ganze Idee – auch die der Vermittlung von Hunden nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz – nicht.“ Eine klare Aussage zu einem klaren Fakt: Wer heutzutage nicht professionell auch auf den „Spenden-Plan“ tritt, kann einpacken!

Solidarität groß geschrieben

Da die Mittel des recht kleinen Hunde-Paradies’ aus Reutlingen jedoch auch begrenzt sind, achtet man hier sehr darauf, dass Medienpartner, die irgendetwas für die Organisation leisten, auf jeden Fall einen Gegenwert dafür erhalten. Ein aktuelles Projekt hier ist beispielsweise das jährliche Mitgliedertreffen, das dieses Jahr am 25. Juni in Metzingen (auch: „Hugo Bossingen“ genannt) stattfinden wird. Hierfür wird übrigens noch ein/e Fotograf/in gesucht zur Dokumentation der Veranstaltung. Aber auch zur Möglichkeit, dort gleich noch „Hund und Herrchen bzw. Frauchen“-Bilder anzubieten, die dann auf eigene Kasse verkauft werden können. Ein sehr einträgliches Geschäft – kommen doch auf das Treffen zwischen 50 und 100 Besitzer mit ihren Gefährten und da ist fast niemand dabei, der diese Gelegenheit außer Acht lässt, sich mit „seinem treuen Gefährten“ ablichten zu lassen.

Interessierte FotografInnen melden sich übrigens gerne hier:

www.paradies-fuer-tiere.de