Drei Fachbereiche, ein Ziel

Ob im Bereich Grafik- und Kommunikationsdesign, Fotodesign oder Film und Mediendesign - in der Werbung dreht sich alles um die gute Idee. Kreativ- und Kommunikationstrainings gehören deshalb bei uns fest und regelmäßig ins Unterrichtsprogramm und werden im Akademie-Alltag praktisch tagtäglich angewandt.

Dass unser Campus lebt, ist deutlich zu spüren. Interdisziplinarität und Praxisbezug sind kennzeichnend für alle Fachbereiche der Lazi Akademie. Grafik- und Kommunikationsdesign, Fotodesign und Film und Mediendesign gehören zusammen - deshalb fördern wir, dass unsere Studierenden schon während der Ausbildung diese Synergien nutzen und projektbezogen zusammenarbeiten: für Plakate, Filme oder Internetauftritte beispielsweise.

Kommunikationsdesign bedeutet nicht einfach, etwas Schönes zu gestalten, sondern im Sinne eines Auftraggebers zu kommunizieren. Kommunikatonsdesign ist das Gestalten einer Botschaft und geht deshalb weit in die Strukturen einer Organisation hinein. Deshalb sind bei uns die wichtigsten Lerninhalte, die wir vermitteln:

  • die Nachhaltigkeit in der Auseinandersetzung mit fachlichen Themen
  • die angestrebte Perfektion in der handwerklichen Ausführung
  • die Bereitschaft zu einer offenen und ehrlichen Kommunikation
  • dass unsere Absolventen fachübergreifend denken und handeln können

Die Entwicklung kreativer Ideen ist zentraler Bestandteil der Ausbildung und wird direkt in den Projektarbeiten umgesetzt. Die Vermittlung verschiedener Kreativitätstechniken zieht sich durch alle Semester. Kleine Klassen gewährleisten eine intensive individuelle Betreuung und die idyllisch am Wald gelegene Akademie hoch über Esslingen bietet eine angenehme Lernatmosphäre für die rund 120 Studierende.

Uns ist es wichtig, dass unsere Absolventen nach ihrer Zeit bei uns motiviert und mit Freude in ihre berufliche Laufbahn starten und das, was sie tun, gerne tun. Aber natürlich sind wir auch stolz darauf, wenn einigen von ihnen außerordentliche Anerkennung zuteil wird: Unter unseren Abgängern haben wir bisher einen Oscar-Preisträger, eine Emmy-Preisträgerin, einen Louvre-Aussteller und einen weltbedeutenden Musiker.

Wir wollen eine Akademie, die in jeder Hinsicht die besten Voraussetzungen schafft, damit sich jeder Einzelne - Studierender wie Dozenten - fachlich und persönlich entwickeln kann.“ Das bedeutet hohe fachliche Kompetenz und Teamgeist. Das gilt für Studierende wie für das Führungsteam: „Wir arbeiten stetig daran, ein Team zu sein, das aus sich heraus für diese Werte steht.

Kreativität braucht Freiraum

Verteilt auf zwei große Gebäude, bietet die Lazi Akademie Platz für 9 Fotostudios, 1 großes Filmstudio mit separatem Regieraum, eine Grafikdesign-Area und drei Vorlesungsräumen sowie einem Tonstudio und einem hauseigenen Kino. Darüber hinaus befinden sich hier noch: eine “Chill-Zone” – die Lounge 48 – zum Entspannen und entspannten Arbeiten, das Bistro, das mit täglich frischer Küche aufwartet, die akademie-interne Werbeagentur Lazi Medien, die professionelle Kundenaufträge abwickelt sowie eine Menge Grün rund um den Campus. Denn die Lazi Akademie liegt umgeben von Wald, Parks und Streuobstwiesen – sogar ein Arboretum, ein Baum-Museum mit echten, nicht-einheimischen Bäumen befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft.

Viel Platz und Freiraum für relativ wenig Studierende, aber auch das gehört zu unserer Philosophie: Lernen ist Kommunikation. Aber wie soll man kommunizieren, wenn man in überfüllten Vorlesungssälen mit unzähligen Kommilitonen den Professor nur in der Größe eines Thumbnails zu Gesicht bekommt? Unsere Devise lautet da: Gute Ideen sind keine Massenware und gute Ideen-Macher gleich gar nicht!

Gleichheit und Vielfalt

Die humanistischen Fundamente unserer Lehre lauten Gleichheit, Vielfalt und Offenheit auf der Basis von gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Deshalb pflegen wir an der Akademie auch das Klima gewaltfreier Kommunikation, für welche wir in der Leitung sogar eine Fachkraft vorhalten, die regelmäßig Schulungen und Vorträge zum Thema anbietet.

Diskriminierung und Ausgrenzung in jeglicher Form tolerieren wir in keinster Weise. Die Würde jeder Person steht bei uns an vorderster Stelle. Jegliche Diskriminierung aufgrund von Alter, Behinderung, Geschlechtsumwandlung, Ehe und Lebenspartnerschaft, Schwangerschaft und Mutterschaft, Rasse, Religion bzw. Weltanschauung, Geschlecht und sexueller Orientierung lehnen wir ab und wirken dem entschieden entgegen.

Alle Mitarbeiter und Studierende sind verpflichtet, die Grundsätze unserer Gleichstellungs- und Diversitätsvereinbarung zu unterstützen und aufrechtzuerhalten. Verstöße dagegen wie Mobbing, Belästigung und Viktimisierung werden von uns nicht toleriert und darüber hinaus – ganz im Zeichen unserer Politik der Würde und Menschlichkeit bei der Arbeit und in der Ausbildung – untersucht und geahndet.

„Ein kreativer Ort, wo man frei atmet“

Den Grundstein der heutigen Lazi Akademie legt der Fotograf und Bild-hauer Adolf Lazi (1884-1955) im Jahre 1950 mit der „Internationalen Schule für Höhere Photographie“ in der Stuttgarter Pischekstraße.

Sein Sohn A.Ingo Lazi (*1952) dreht bereits mit 18 Jahren seine ersten Auftragsfilme für die Offenbacher Lederwarenindustrie und für Biosthetik-Paris. Er gründet 1978 mit dem Fachbereich Mediendesign die heutige Lazi Akademie und kreiert damit einen neuen Ausbildungsgang, der vielerorts aufgegriffen wurde. Die Fachbereiche Film und Grafik folgen.

„Ein Haar muss ein Haar bleiben“

Der Fotograf Adolf Lazi, der in den 20er Jahren mit Oskar Schlemmer, Willi Baumeister oder Dr. Ottomar Domnick zum Kreis der Künstler am Bubenbad gehört, meint damit nicht in erster Linie eine Institution, sondern eine Idee, seine Suche nach dem Echten. Fotografie ist für ihn ein „Verfahren zur Wiedergabe der Materie in höchster Präzision“. In dreimonatigen Kursen führt Adolf Lazi die Schüler an seine Art des Fotografierens heran. Nach seinem Tod übernimmt seine Frau Eta Lazi (1917-1999) die Schulleitung.

A.Ingo Lazi eignet sich das nötige Know-how rund um Audiovision und Film schon in frühen Jahren autodidaktisch an. Er arbeitet als Fotograf und realisiert in seinem Produktionsstudio Auftragsfilme und Multivisionen. 1965 zieht die Akademie in die Bopserwaldstraße. Dort strukturiert Ingo Lazi 1972 zunächst die Fotokurse in eine einjährige Ausbildung um und gründet 1978 schließlich die Akademie für Medien, die heutige Lazi-Akademie mit den Fachbereichen Mediendesign und Fotografie.

Damals eine absolute Innovation, denn die fotografische Branche dieser Zeit wurde durch die rasante Entwicklung der damaligen "Neuen Medien" DIa-AV und Video überrascht und überfahren.

Die erste Vollzeit-Medienausbildung in Europa etabliert sich schnell. Diese Jahre sind geprägt von Projekten, Studienreisen und Videoseminaren für Profianwender. Neben fotografischen Arbeiten entstehen in den Filmstudios erste Live-TV-Produktionen und Werbefilme. Ingo Lazi träumt von der Integration aller Medienberufe an einem Ort. Die Akademie wächst zusehends. 1987 sind die Räume in Stuttgart endgültig zu eng und die Akademie zieht nach Esslingen ins Grüne. Eta Lazi zieht sich aus der Verwaltung zurück und Ingo Lazi übernimmt zusätzlich zur Unterrichtsleitung die Geschäftsleitung.

In Esslingen ist endlich Platz genug, um auch eine Grafikklasse unterzubringen und 1992 kommt der Fachbereich Film hinzu. Ab Ende der 90er entstehen schließlich die ersten Kurzspielfilme wie „Und das Leben geht weiter“ (1997) von Andreas Schön, „Der seltsame Klang der Stille“ (1998) von Trutz Keller, „Der Totlacher“ (2002) von Stefanie Veith und Sabine Aschenborn oder Camera Obscura (2003) von Benjamin Eicher.