Ein Fotografie Studium im Vergleich zur Lazi

Wie unterscheidet sich eigentlich die Lazi Akademie von einem herkömmlichen Fotostudium? Eine durchaus berechtigte Frage. Denn: Es gibt aktuell durchaus viele – und dazu gänzlich unterschiedliche – Wege, ein Foto Studium zu absolvieren. Es geht also beim Fotografie studieren nicht in erster Linie darum, was am Ende für ein Zertifikat erreicht wird, sondern vielmehr darum, welche konkreten Lernerfahrungen im Studium Fotografie tatsächlich gemacht wurden. Ist das Know-How am Schluss des Fotostudiums gleichermaßen umfangreich wie aktuell, winkt der lukrative Berufseinstieg besonders schnell.

Das Foto Studium im allgemeinen

Fotografie studieren kann man grundsätzlich an verschiedenen Institutionen wie Universitäten, Fachhochschulen oder auch freien Kunstschulen. Die Ausbildungsinhalte hier sind sich jedoch meist sehr ähnlich. In der Theorie werden im allgemeinen Wirtschafts- und Gestaltungskunde vermittelt sowie das Fach Werbelehre.

Quasi unisono lernen die Studierenden unter anderem wie man als selbständiger Fotodesigner „richtig“ kalkuliert, wie man die gestalterischen Grundsätze in der Arbeit berücksichtigt, wie man mit Bild- und Fotorechten richtig umgeht oder wie eine gelungene Zielgruppen- oder Mediaplanung bewerkstelligt wird. Im praktischen Teil des Studiums Fotografie geht es meist um Themen wie Lichtsetzung, Bildbearbeitung, die gängige Aufnahme- und Digitaltechnik bis hin zu den wirkungsvollen Präsentationstechniken.

Wird Fotografie in einem Studium praktisch angewandt?

Kommt darauf an, was man unter „praktisch angewandt“ versteht. Versteht man beim Fotografie studieren darunter, dass man/frau mal im Studio und mal im Aussenbereich Fotos schießen kann, ist das hier mit Sicherheit bei den meisten Institutionen möglich. Wobei aber dennoch nicht unterschätzt werden darf, dass aufgrund von Platz- und Technikmangel viele Ausbildungseinrichtungen – vor allem die staatlichen sind hier zu nennen – ihren Fotostudierenden nur sehr begrenzte Zeiten an Praxiserfahrungen zukommen lassen können.

Versteht man unter Praxisbezug aber nicht nur die gängigen „Pflichtübungen“ am Fotoset, sondern auch die praktische Umsetzung neuer Themen wie Cinemagraphie oder 360 Grad-Produktfotografie, sieht es gleich mal ganz anders aus. Diese Spielarten der praktischen Ausbildung finden in den meisten Einrichtungen so gut wie gar nicht statt.

Die Lazi im vergleich zum Fotografie Studium

Seit jeher legen wir im Fotodesign Studium extremen Wert auf berufliche Praxisorientierung. Speziell dafür sind wir auch ausserhalb der Akademie bekannt. Potenzielle Arbeitgeber wie Werbeagenturen und Studios zeigen daher immer wieder überdurchschnittliches Interesse an unseren Absolventen. Das liegt einerseits natürlich auch daran, dass die fachlich-theoretischen Grundlagen bei unseren Studierenden so gut „trainiert“ werden, dass sie sitzen.

Andererseits aber die zukünftigen Fotodesigner von Beginn an praktische Berührungen haben mit den wirklich zukunftsorientierten Berufsthemen wie Crossmedia, Wettbewerbs-Präsentation, Making Of-Produktionen, 3D-Fotografie oder auch die vorhin genannten zwei: „Cinemagraphie“ und „360 Grad-Fotografie“.

Studium Fotografie

Unvergessliche Momente für die Nachwelt festhalten, Ereignisse dokumentieren oder einfach nur ästhetisch schöne Bilder machen, das ist es, was sich Fotografen zur Aufgabe gemacht haben. Die Ansprüche und Intentionen mögen unterschiedlich sein, doch eine fundierte Ausbildung ist die Basis für den Erfolg. Gute Fotografie kann Kunst sein, ein Handwerk, das erlernt werden will, ist sie jedoch in jedem Fall.

Wie viele anspruchsvolle Handwerksberufe hat es auch die Fotografie mittlerweile in die Hochschulen geschafft. Zahlreiche Universitäten und Akademien, wie auch die Lazi Akademie, haben das Fach Fotografie im Angebot. Während manche Bildungseinrichtungen sie in verwandte Studiengänge, wie etwa Kommunikationsdesign, integriert haben, ist sie an anderen ein eigenständiges Studienfach. Sie ist an Kunsthochschulen ebenso zu finden wie an Fachhochschulen. Sogar an einigen technisch oder wirtschaftswissenschaftlich orientierten Universitäten ist die Fotografie als Studienfach vertreten.

Diese grundlegenden Voraussetzungen müssen Bewerber erfüllen

Um ein Studium der Fotografie an einer Fachhochschule oder einer Universität aufnehmen zu können, ist in der Regel die fachgebundene Hochschulreife oder das allgemeine Abitur nötig. In vielen Fällen müssen die Bewerber außerdem eine Eignungsprüfung bestehen. Besonders an künstlerisch und designorientierten Ausbildungsstätten ist es üblich, sich mit einer Bewerbungsmappe um einen Studienplatz zu bemühen. Diese wird von der Aufnahmekommission eingehend geprüft. Entsprechen die Arbeiten den Anforderungen, wird der Bewerber zu einem weiteren Test eingeladen, bei dem er sowohl theoretische als auch praktische Übungen zu bestehen hat. Um die Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen, ist eine einschlägige Berufsausbildung oder ein entsprechendes Praktikum von großem Vorteil.

Neben den staatlichen Hochschulen und Universitäten gibt es in Deutschland auch eine Reihe von privaten Bildungseinrichtungen, über die ein allgemein anerkannter Abschluss erworben werden kann. Hier gibt es bei erwiesener Begabung nicht selten auch die Möglichkeit, ein Studium aufzunehmen, ohne das Abitur oder die Fachhochschulreife abgelegt zu haben. Im Vergleich zu den staatlichen Hochschulen sind die Studiengebühren an privaten Einrichtungen jedoch um ein Vielfaches höher. Neben den Kosten für die Lebenshaltung fallen hier zusätzlich oft Gebühren von mehreren tausend Euro pro Semester an. Bei besonderer Begabung und konstant außergewöhnlich guten künstlerischen Leistungen haben Studierende jedoch die Chance, ein Stipendium zu ergattern. Durch dieses können dann die nicht unerheblichen Kosten für das Studium an einer privaten Bildungseinrichtung abgedeckt werden.

Vor jeder Bewerbung sollten sich die Interessenten jedoch genau über die exakten Anforderungen und die angebotenen Fachrichtungen der einzelnen Hochschulen informieren. Denn es macht wenig Sinn, sich an einer Akademie zu bewerben, an der künstlerische Aspekte im Vordergrund stehen, wenn der eigentliche Berufswunsch eher in Richtung Bildjournalismus geht. Die Spezialisierung auf ein bestimmtes Fachgebiet der Fotografie ist nötig, um die Ausbildung möglichst praxisnah zu gestalten. Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich deshalb zunächst Gedanken darüber machen, wo er seine berufliche Zukunft sieht. Soll diese in der Werbung liegen, ist es selbstverständlich sinnvoll eine Universität zu wählen, an der ein Studiengang Werbefotografie angeboten wird. Für Bildjournalisten und Fotodesigner sind ebenfalls eigene Fachstudiengänge vorgesehen. Und auch, wer sich in erster Linie für die künstlerischen Aspekte der Fotografie interessiert, wird an deutschen Hochschulen und Akademien einen passenden Studiengang finden.

Was Studierende des Fachs Fotografie im Studium erwartet

In den vergangenen Jahren sind die Studiengänge in Deutschland auf die international anerkannten Abschlüsse Bachelor und Master umgestellt worden. Auch im Bereich Fotografie ist ein Studium, das mit einem Diplom beendet wird, nur noch in Ausnahmefällen zu finden.

In den ersten Semestern werden den Studierenden sowohl die technischen als auch die theoretischen Grundlagen der Fotografie vermittelt. Historische Aspekte spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Analyse und die Wirkung der verschiedenen Stilmittel. 

Nach dem Grundstudium beginnt die Phase der Spezialisierung auf das gewählte Fachgebiet.

Neben dem künstlerischen Teil der Arbeit, der in der Ausbildung einen breiten Raum einnimmt, spielen im Berufsleben eines Fotografen aber auch Kenntnisse im kaufmännischen Bereich eine wichtige Rolle. Ohne ein perfektes Projektmanagement und die Fähigkeit, die Ergebnisse seiner Arbeit gewinnbringend zu vermarkten, wird die Fotografie ein Hobby bleiben, mit dem es schwer oder unmöglich ist, den Lebensunterhalt zu verdienen. Unterrichtseinheiten in diesen Fächern gehören deshalb ebenfalls auf den Studienplan. Am Ende des Bachelorstudiums, das in der Regel 6 Semester dauert, folgt die praktische und theoretische Abschlussprüfung. Wurde diese bestanden, darf sich der Absolvent Bachelor of Arts nennen. Um sich mit einem Master of Arts schmücken zu können, folgt ein weiteres Studium, das mindestens 2, meist jedoch 4 oder mehr Semester beansprucht. Zuweilen ist es für die Aufnahme eines Masterstudiums nötig, eine erneute Aufnahmeprüfung zu bestehen.

In der Tradition von Kunsthochschulen und Akademien spielen die sogenannten Meisterklassen eine wichtige Rolle. Begabte Studenten, die während ihrer Ausbildung außergewöhnlich gute Leistungen gezeigt haben, können Meisterschüler werden und damit einen Abschluss erreichen, der eine besondere Auszeichnung darstellt. Verliehen wird dieser - in der Regel nach einem 10-semestrigen Studium – an einigen Kunsthochschulen sogar als akademischer Grad.

Um die Chancen auf dem heiß umkämpften Arbeitsmarkt zu steigern, ist es ratsam, auch außerhalb der eigenen Universität Erfahrungen zu sammeln. Ein Semester oder ein Praktikum im Ausland macht sich im Lebenslauf und bei der Bewerbung um eine Stelle besonders gut. Das Erasmus-Programm bietet hier zahlreiche Möglichkeiten.

Alternativen zum Studium

Für junge Menschen, denen es trotz der notwendigen Begeisterung für die Fotografie an den nötigen Voraussetzungen fehlt, um ein Studium aufzunehmen, bietet das duale Ausbildungssystem in Deutschland eine mögliche Alternative. Sind die formalen Voraussetzungen wie das Abitur oder die Fachhochschulreife nicht vorhanden, besteht die Möglichkeit, sich um eine Lehrstelle als Fotograf zu bemühen. Die Ausbildung zum Fotografen dauert wie das Bachelorstudium 3 Jahre. Während dieser Zeit erhält der Auszubildende bereits ein Gehalt, das jedoch recht gering ist. Allerdings fallen in der Lehre auch keine Studiengebühren an. Eine Ausbildung zum Fotografen kommt deshalb auch für alle jene in Frage, bei denen ein Studium aus finanziellen Gründen nicht möglich ist. In einigen Bundesländern gibt es darüber hinaus für Meister aus dem Handwerk die Möglichkeit, ein Studium aufzunehmen, ohne im Besitz der sonst nötigen schulischen Qualifikation zu sein. Wer also nach seiner Fotografenlehre noch seinen Meister macht, kann sich auf diese Art und Weise doch noch den Traum vom Fotostudium erfüllen. Bereits ausgestattet mit den handwerklichen Fähigkeiten des Berufs, kann das Hauptaugenmerk im Studium dann auf die künstlerische Ebene der Fotografie gelegt werden. Wer das praktische Handwerk bereits beherrscht, bringt die besten Voraussetzungen mit, um ein Studium erfolgreich zu absolvieren.

Fotografie - Begriffserklärungen

Architektur-Fotografie
Die Architektur-Fotografie befasst sich mit der Abbildung von Bauwerken. In der Entwurfsphase können Modelle eines geplanten Bauwerkes fotografiert werden. Fotografien besonderer Ereignisse wie das Erreichen bestimmter Bauabschnitte oder eines Richtfestes dokumentieren den Baufortschritt. Vollendete Gebäude können als Gesamtwerk oder in ihren markanten Einzelheiten festgehalten werden. Immer aber sollte ein Gebäude so fotografiert werden, dass es leicht wiederzuerkennen ist. 

Die Wahl verschiedener Perspektiven und Bildausschnitte vermittelt einer Gebäude-Fotografie ihren einzigartigen Charakter. Fotografien von Gebäudedetails schaffen durch ihre exakte Abbildung einen intensiven atmosphärischen Eindruck und halten Baumaterialien und Bautechnik fest. Gebäudespiegelungen (z. B. auf Wasserflächen oder Glasfassaden) sorgen für eine spannende Bildgestaltung. Eindrucksvolle Tiefenwirkungen lassen sich beispielsweise bei der Aufnahme von Säulengängen oder langen Straßenzügen erzielen, bei denen die weiter entfernten Einzelobjekte mit zunehmendem Abstand an Größe zu verlieren scheinen. Besonders eindrucksvoll wirken bei Nacht künstlich beleuchtete Bauwerke. Die anspruchsvolle Innenarchitekturfotografie erfordert ein gutes Erfassen der Gesamtraumsituation, der Wirkung der Innenbeleuchtung und des von außen einfallenden Lichts sowie der besonderen architektonischen Eigenschaften des Innenraumes.

Bei der Architektur-Fotografie tritt häufig das Problem der „stürzenden Linien“ auf. Unter „stürzenden Linien“ wird der auf einem Bild auftretende optische Effekt verstanden, dass die Kantenlinien eines Gebäudes auf einen gemeinsamen Punkt zuzulaufen scheinen, obwohl sie in Wirklichkeit parallel angeordnet sind. Wer stürzende Linien vermeiden will, der muss entweder seine Kamera parallel zum Gebäude positionieren oder spezielle Objektive verwenden. 

Food-Fotografie

Lebensmittel, Menüs oder Kochsituationen dienen der zumeist in einem Studio stattfindenden Food-Fotografie als Objekte.

Gute Food-Fotografien setzen eine genau geplante Bildgestaltung voraus. Neben den Food-Objekten selbst sollte auch die Dekoration (einschließlich Besteck, Geschirr oder Tischdecke) vorbereitet werden. Probefotos zeigen die Wirkung des Bildhintergrundes und der Lichtverhältnisse, die ggf. eine Zusatzbeleuchtung erforderlich machen. Tageslicht ist jedoch stets vorzuziehen.

Die Dekoration ist farblich auf das Menü oder die Lebensmittel abzustimmen. Bei vielfarbigen Speisen eignet sich ein gleichmäßig einfarbiger Hintergrund, der auch in schlichtem Weiß gehalten sein darf. Die Wirkung einer Food-Fotografie wird durch begleitende Gegenstände unterstützt. Beispielsweise können neben einer Tomatensuppe gezeigte Strauchtomaten klarstellend auf die gewählten Zutaten hinweisen. Ob eine Gesamt- oder Teilabbildung eines Gerichts erfolgen sollte, hängt von der Art der Speisen ab. Eine Vollabbildung wirkt z. B. bei Fingerfood ausgezeichnet. Portioniert angerichtete Speisen lassen sich dagegen besser als aussagekräftige Teilabbildung darstellen.

Meist erfolgt eine Food-Aufnahme nicht von oben, sondern in einem seitlichen Winkel, der von der gewünschten Detailtreue und den Lichtverhältnissen abhängt. Flüssigkeiten werden stets unter Ausrichtung an einer geraden Linie abgebildet. Der Grundsatz des „goldenen Schnitts“ besagt, dass der hauptsächliche Gegenstand nicht genau in der Bildmitte, sondern leicht aus dem Bildzentrum versetzt positioniert wird. Da der Blick eines Bildbetrachters meistens von rechts nach links wandert, sollten besonders auffällige Bildelemente (z. B. rote Tomaten) rechts angeordnet werden, damit das Bild seine Wirkung vollständig entfalten kann.

Beauty-Fotografie
Beauty-Fotografie stellt Gesichter oder menschliche Körper dar und unterscheidet sich von der Portraitfotografie durch das Ziel einer perfekten Inszenierung bestimmter Schlüsselreize wie Jugendlichkeit oder Attraktivität. Wichtige Anwendungsgebiete der Beauty-Fotografie sind Werbung, Mode und Presse. Veröffentlichte Portraitfotos sind meistens retuschiert. 

Die Beauty-Fotografie stellt aber auch eine Möglichkeit dar, private Aufnahmen unter einem neuen Betrachtungswinkel und unter Herausstellung der persönlichen Schönheit vorzunehmen. Das Make-up wird bei der Beauty-Fotografie genau auf die Persönlichkeit eines Models abgestimmt. Auch die Wahl von Farben, Styling und Licht erfolgt durchdacht. 

Durch Beautyretusche werden individuelle Merkmale wie biometrische Maße, Gesichtsausdruck oder Hautton durch Einsatz digitaler Retusche-Techniken verändert, während eine klassische Retusche lediglich auf die Entfernung von Bildfehlern zielt. Das Originalbild wird bei einer Beautyretusche solange verändert, bis es einem idealen Wunschbild entspricht, das häufig mit einem gesellschaftlich anerkannten Schönheitsideal übereinstimmt. Hintergrund der retuschierenden Beauty-Fotografie ist oft die Optimierung von Produktverkäufen.

Durch Beautyretusche wird eine größtmögliche Symmetrie der (normalerweise nicht identischen) Gesichtshälften angestrebt. Den Gesamteindruck störende Einzelheiten (z. B. Muttermale und Augenringe) werden beseitigt. Die Entfernung von Falten dient auch dem Unterstreichen der angestrebten Mimik. Zudem erfolgen Änderungen der Proportionen entsprechend den Vorgaben der definierten Schlüsselreize. 

Bei gewünschtem „Kindchenschema“ erfolgt eine Glättung der Hautporen. Das Kindchenschema zeichnet sich außerdem durch etwas größere Augen, eine rundere Stirn, vollere Lippen und eine kleinere Kinnpartie aus.

People-Fotografie
People-Fotografie will die Individualität von Menschen festhalten und strebt eine natürliche, sympathische und authentische Ausstrahlung des Modells an. People-Fotografien geben das charakteristische Wesen des Motivs wieder und können auch bestimmte Lebenssituationen dokumentieren. Die für eine gute People-Fotografie erforderliche gelöste Stimmung, in der sich das Modell mit seiner individuellen Persönlichkeit öffnet, setzt ein Shooting ohne Zeitdruck voraus. Bei einem längeren Shooting sollten Pausen eingeplant werden.

People-Fotografie findet häufig außerhalb eines Studios in einer zwanglosen Umgebung - in der Natur, in einer städtischen Umgebung, in der Wohnung des Modells oder in einer ausgewählten Location - statt, in der ein besonderes Ambiente die Persönlichkeit besonders gut zum Ausdruck kommen lässt. 

Wichtig für die Herstellung der für eine People-Fotografie gewünschten Stimmung ist das Licht: Große Lichtquellen lassen diffuses Licht entstehen, das weicher ist als direktes Licht. Weit entfernte Lichtquellen haben eine härtere Licht- und Schattenwirkung. Oberhalb der Augen des Modells platzierte Lichtquellen führen zu einer besonders natürlichen Wirkung. Spannende People-Fotografien entstehen meist aus einem Wechselspiel von Licht und Schatten.

Eine Sonderform der People-Fotografie ist die Businessfotografie, bei der Persönlichkeiten in einer Arbeitsumgebung dargestellt werden. Businessfotografien dienen der Imagebildung in einer Arbeitswelt, in der es auf Leistung und kraftvolle Profilierung ankommt. Dabei sind sowohl bodenständige und klassische als auch innovativ und modern wirkende Darstellungen möglich. People-Fotografien werden auch für Internetauftritte sowie in Firmenbroschüren, Katalogen, Flyern und Prospekten eingesetzt. 

Auto-Fotografie
Eine Auto-Fotografie dient entweder privaten Zwecken oder der Werbung für das abgebildete Fahrzeugmodell. Die Fotografie soll dem Betrachter des Bildes einen möglichst so intensiven Eindruck zu vermitteln, wie ihn ein sich unmittelbar vor dem Auto befindlicher Betrachter erhält. Auto-Fotografie kann sowohl in einem Studio als auch „on Location“ stattfinden.

Der Abstand zum Fahrzeug wird meistens so gewählt, dass der Sucher das Motiv vollständig erfasst. Wenn angesichts der Wölbungen der Karosserie mögliche Lackspiegelungen vermieden werden sollen, so müssen Blitzvorrichtungen in geeignetem Winkel zum Auto positioniert werden.

Der Ort der Auto-Fotografie muss zum abgebildeten Objekt und der verfolgten Bildintention passen. Entsprechend der Stimmung, die eine Auto-Fotografie vermitteln soll, erfolgen Aufnahmen eingebettet in freigewählte Umgebungen wie z. B. Wiesen, Sanddünen oder Wald. Städtische Umgebungen und Straßen werden dagegen seltener als Umgebungsmotiv gewählt. Soll ein Hinweis auf Umwelttechnologien gegeben werden, so kommen als Hintergrundmotive beispielsweise auch ein Windrad oder ein Strommast in Betracht. 

Private Auto-Fotografien zeigen oft den Autobesitzer oder seine Familie gemeinsam mit einem Fahrzeug und verdeutlichen so die enge Verbindung zwischen Besitzern und Automobil. Besondere Erlebnisse während einer Reise (an einem Strand, nahe einer bedrohlichen Klippe oder anlässlich einer denkwürdigen Pannensituation) können als Auto-Fotografie festgehalten werden. An einen Fahrradurlaub erinnert das mit einem Fahrradständer versehene Automobil. Eine gezielte Suche nach besonderen Auto-Motiven führt zu Fahrzeugmodellen mit einmaligen Lackierungen und ungewöhnlicher Ausstattung oder zu seltenen Oldtimern.

Mode-Fotografie 
Die Mode-Fotografie bildet Kleidermode zu Werbungs- und Verkaufszwecken ab, entwickelte sich aber auch zu einer in Galerien oder Museen präsentierten Kunstform.

Eine Mode-Fotografie kann z. B. Erfolg, Luxus oder Weiblichkeit bzw. Männlichkeit zum Ausdruck bringen. Ein perfektes Bild setzt die Auswahl eines Fotomodels voraus, dessen Typ genau zu der präsentierten Bekleidungsmode und zu den Erwartungen der jeweiligen Kundenzielgruppe passt. Die Persönlichkeiten von Fotomodels können beispielsweise Extravaganz, Natürlichkeit oder den Eindruck eines „Mädchens von nebenan“ widerspiegeln. Durch Make-up und Frisur des Fotomodels wird die Aussagekraft eines Mode-Fotos unterstrichen. 

Model-Foto-Shootings sind in einem Studio möglich, das zahlreiche technische Optionen eröffnet. Im Freien durchgeführte Shootings überzeugen dagegen durch eine von der gewählten Umgebung ausgehenden speziellen Atmosphäre und den natürlichen Lichtverhältnissen, die je nach gewählter Tageszeit variieren. Vormittags oder nachmittags durchgeführte Shootings finden in weicherem Licht statt als dies unter grellem Sonnenlicht am Mittag möglich wäre.

Mode-Fotografie zeigt immer auch ein Abbild von Zeitgeist, Lebensentwürfen und Träumen, reflektiert aber stets auch das Selbstverständnis des Fotografen, seine Kreativität und seine Auffassung von Kunst und Schönheit. Während in den 1930er Jahren durchtrainierte Models mit gebräunter Haut gezeigt wurden, betonten die Abbildungen der Nachkriegszeit die Unabhängigkeit und Reisefreudigkeit von Frauen. Die 1990er Jahre wiederum wurden von weltweit bekannten „Supermodels“ geprägt. Die derzeitige Mode-Fotografie nutzt intensiv das Gestaltungsmittel der Retusche und setzt oft künstliche Posen und Farbgestaltungen ein.

Still-Life-Fotografie
Die Still-Life-Fotografie bildet reglose Gegenstände ab, die als Stillleben nach ästhetischen, inhaltlichen oder symbolischen Aspekten angeordnet sind. Still-Life-Fotografie eröffnet dem Betrachter neue Sichtweisen auf alltägliche Objekte. Still-Life-Aufnahmen können als Kunstobjekte gestaltet werden und sind dann Bestandteile der bildenden Kunst, dienen aber auch der Darstellung von technischen Gegenständen und Produkten zu Werbezwecken. Still-Life-Fotografie ist ein ruhiges Fotografie-Genre, bei dem der Fotograf mehr Zeit zur Entdeckung oder Komposition seines Motivs zur Verfügung hat als bei allen anderen Fotografie-Sparten.

Still-Life-Fotografie lädt den Betrachter zu einem genaueren Hinschauen und zu einer bewussteren Wahrnehmung von Alltagsgegenständen ein. Beim geduldigen Betrachten eines Stilllebens von verschiedenen Seiten und Perspektiven wird die Fantasie des Fotografen angeregt. Die Still-Life-Fotografie entdeckt das Besondere und noch nicht Gesehene in vermeintlich langweiligen, „toten“ Gegenständen. Kreative Ideen des Still-Life-Fotografen erwecken abgebildete Objekte wie Möbel, Musikinstrumente, Küchengegenstände, Meeresfrüchte, Gemüse oder Blumen zum Leben. Eine starke Wirkung erzielen Still-Leben-Fotografien durch die gezielte Reduzierung auf das Wesentliche.

Spannung entsteht in Still-Life-Fotografien durch das bewusste Arrangement von Gegenständen unter Hinzufügung von Lichteffekten und dem Wechseln von Perspektiven, Formaten und Farben. Der Einsatz von Kontrasten sowie von Licht und Schatten sind bevorzugte Arbeitsmittel der Still-Live-Fotografie.

Aber auch zufällig vorgefundene und in einer Fotografie abgebildete Stillleben werfen oft interessante Schlaglichter auf den Alltag. Zuweilen lässt sich kaum unterscheiden, ob ein Still-Life-Fotograf sein Motiv mit viel Geduld gestaltet oder aufmerksam hinschauend vorgefunden hat.

Reportage-Fotografie
Reportage-Fotografie ist eine fotografische Ausdrucksform, mit der eine Berichterstattung zu Ereignissen mit aktuellem gesellschaftlichem Belang (z. B. aus den Bereichen Kultur, Politik, Gerichtswesen, Kriminalität oder Naturgeschehen) in unterschiedlich möglicher Gewichtung von Text- und Bildbausteinen illustriert wird. Solche Geschehnisse lassen sich aber auch ausschließlich durch Bilder einer Reportage-Fotografie darstellen. Bei der Reportage-Fotografie steht der Informationsgehalt deutlich im Vordergrund, während künstlerische Elemente zwar möglich, jedoch im Regelfall von geringerem Gewicht sind. 

Die Reportage-Fotografie trifft auch bei einem ansonsten weniger fotografisch interessierten Publikum auf Resonanz. Fotoreportagen vertragen keine Distanz, sondern leben aus der unmittelbaren Nähe des Fotografen zu bestimmten Ereignissen. Im Zentrum der Reportage-Fotografie steht – abweichend von anderen Fotografie-Genres – kein bestimmtes Modell, sondern das “wahre Leben“, das durch den Fotografen dokumentiert wird. Reportage-Fotografie kann die Darstellung bestimmter Events, aber auch eine Dokumentation fremder Kulturen enthalten. Ebenso ermöglicht Reportage-Fotografie (zuweilen mit vordergründig objektiven Abbildungen) eine z. B. sozialkritische Stellungnahme zu politisch oder gesellschaftlich relevanten Themen. Digitalfotografie und Internet führten zu einer rasanten Beschleunigung der Berichterstattung durch Reportage-Fotografie.

Die Grenzen der Privatsphäre müssen von der Reportage-Fotografie eingehalten werden. Da sich reale Lebenssituationen durch einzelne Bilder nie vollständig darstellen lassen und somit leicht Missverständnisse bei der Bildinterpretation entstehen können, kommt Reportage-Fotografen eine hohe Verantwortung bei der Motivauswahl zu. Digital angefertigte Reportage-Bilder können leicht manipuliert werden, so dass ihr Wahrheitsgehalt von einen sensibel gewordenen Öffentlichkeit oft kritisch hinterfragt wird. 

High Speed Fotografie
High Speed Fotografie ermöglicht extreme Zeitlupenaufnahmen. Speziell entwickelte High Speed Kameras machen mit bloßem Auge nicht erkennbare, sehr schnell ablaufende Vorgänge (vor allem aus Natur und Technik) sichtbar. 

Die sehr kurzen Belichtungszeiten werden durch elektronische Blitzgeräte ermöglicht, die mechanische Verschlüsse ersetzen. Heutige Spiegelreflexkameras weisen oft Verschlusszeiten von 1/4.000 Sekunde auf, doch sind auch handelsübliche Kameras erhältlich, die 50.000 Bilder pro Sekunde (fps) zulassen. Spezialsensoren ermöglichen sogar eine Million fps. (Zum Vergleich: Fernsehfilme sind aus 25 bis 30 Bildern je Sekunde zusammengesetzt.) Eine Zeitspanne, die in der Realität eine Sekunde beträgt, wird durch extreme Zeitlupe bis auf mehrere Minuten ausgedehnt.

Durch High Speed Fotografie können beispielsweise die Bewegungen eines fallenden Wassertropfens oder des Flügelschlags eines Kolibris sichtbar gemacht werden. Technische Anwendungen der High Speed Fotografie finden sich z. B. bei der Problemanalyse von schnell ablaufenden Produktionsvorgängen, wodurch Ausfallzeiten deutlich reduziert werden können, sowie bei der Untersuchung von Crash Tests mit Fahrzeugen. In der Wehrtechnik ermöglicht High Speed Fotografie die Detailbetrachtung des Verformungsvorganges beschossener Materialien. Auch bei Sportwettbewerben und zwecks medizinischer Analyse von Bewegungsabläufen kommen High Speed Kameras zum Einsatz.

Eine besondere Herausforderung bei der High Speed Fotografie ist die im richtigen Augenblick erfolgende Kameraauslösung. In Studios oder Versuchseinrichtungen werden angesichts häufig komplexer Vorbereitungen und teilweise nur begrenzter Wiederholbarkeit von technischen Abläufen hochsensible Sensoren eingesetzt, um eine zeitliche präzise Auslösung sicherzustellen

 

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