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Die Lazi-Akademie ist eine gemeinnützige Kreativakademie mit Sitz in Esslingen am Neckar — direkt vor den Toren Stuttgarts — und bietet seit 1950 Vollzeit-Ausbildungen in sechs Bereichen des professionellen Mediendesigns an — drei davon (Fotodesign & Digital Imaging, Film & Mediendesign, Grafik- & Kommunikationsdesign) staatlich anerkannt.

Wer in der Metropolregion Stuttgart eine fundierte Mediendesign Ausbildung sucht, steht vor einer unübersichtlichen Auswahl: staatliche Hochschulen, private Akademien, duale Ausbildungen, Fernkurse. Dieser Artikel beantwortet die wichtigsten Fragen direkt und ehrlich — Kosten, Inhalte, Bewerbungsvoraussetzungen, Karrierechancen und den Vergleich mit anderen Wegen in die Kreativbranche.

Warum eine Mediendesign-Ausbildung in Stuttgart?

Die Region Stuttgart ist nicht nur Heimat von Automobilkonzernen. Sie ist einer der stärksten Kreativwirtschaftsstandorte in Deutschland. Laut einer Analyse der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart arbeiten in der Metropolregion über 25.000 Beschäftigte in der Kultur- und Kreativwirtschaft — verteilt auf Werbeagenturen, Filmproduktionshäuser, Corporate-Design-Abteilungen bei Daimler, Porsche und Bosch, sowie auf eine wachsende Zahl digitaler Medienstartups.

Für Berufseinsteiger bedeutet das: kurze Wege zu relevanten Arbeitgebern, gut vernetztes Ausbildungsumfeld und eine regionale Branchenstruktur, die von klassischer Printkommunikation bis zu KI-gestützter Content-Produktion reicht. Besonders die Mediengestalter sind in diesem Markt stark nachgefragt — ob in der Agenturwelt, im Corporate Publishing oder in der wachsenden Filmproduktionsszene rund um die Filmakademie Ludwigsburg.

Eine Mediendesign Ausbildung Stuttgart ist damit nicht bloß eine gute Idee wegen des Renommees einer einzelnen Schule — sondern weil die gesamte regionale Infrastruktur Karriereeinstiege ermöglicht, die anderswo erst nach Jahren des Netzwerkaufbaus entstehen. Das Netz aus Kunden, Agenturen, Verlagen und Medienunternehmen ist dicht genug, um bereits während der Ausbildung echte Aufträge zu bearbeiten und sich ein Portfolio aufzubauen, das nachher am Bewerbungsmarkt zählt.

Die Lazi-Akademie: Überblick

Die Lazi-Akademie wurde 1950 gegründet — in einer Zeit, in der Fotografie und Grafik noch ausschließlich handwerkliche Berufe waren. Heute, mehr als 75 Jahre später, hat sich die Schule zu einer der bekanntesten privaten Kreativakademien im deutschsprachigen Süden entwickelt. Über 4.000 Alumni arbeiten weltweit in Agenturen, Produktionshäusern, Redaktionen und als selbstständige Gestalterinnen und Gestalter.

Was die Lazi-Akademie von anderen Einrichtungen unterscheidet, ist ihre Rechtsform: Sie ist als gGmbH — gemeinnützige GmbH — organisiert. Das bedeutet: Es gibt keine Renditeerwartung von Anteilseignern, die über Qualitätsentscheidungen dominiert. Stattdessen fließen überschüssige Mittel in die Ausstattung, in Dozentenhonorare und in die Infrastruktur. Das Motto der Akademie — "Bildung ist kein Konsumprodukt" — ist deshalb nicht nur eine Marketingformel, sondern ein strukturelles Prinzip.

Der Campus liegt in Esslingen am Neckar, das mit der S-Bahn in rund 15 Minuten aus dem Stuttgarter Hauptbahnhof erreichbar ist. Die Atmosphäre ist bewusst nicht universitär: flache Hierarchien, eine durchgehende Du-Kultur zwischen Lehrenden und Studierenden, und Studios, die rund um die Uhr zugänglich sind — weil kreative Arbeit keine Öffnungszeiten kennt.

Das Lehrprinzip lässt sich knapp zusammenfassen: "Ab Tag eins: Echte Projekte. Echte Profis. Echtes Lernen." Bereits im ersten Semester arbeiten die Studierenden an realen Aufgabenstellungen, nicht an konstruierten Übungsszenarien. Das erhöht den Druck — und die Lernkurve.

Die 6 Fachbereiche im Überblick

Eine Mediendesign Vollzeit-Ausbildung an der Lazi-Akademie bedeutet die Entscheidung für einen von sechs Fachbereichen. Jeder Bereich ist eigenständig aufgebaut, mit fachspezifischer Ausstattung, eigenen Dozentinnen und Dozenten und einer klar definierten Berufsidentität. Die folgende Übersicht zeigt, was die jeweiligen Fachbereiche auszeichnet — und wohin sie führen.

Fotodesign und Digital Imaging

Dieser Fachbereich ist staatlich anerkannt und gehört zu den ältesten Ausbildungslinien der Akademie. Die Studierenden lernen das gesamte Spektrum professioneller Bildproduktion: von analoger Kameratechnik und Beleuchtungslehre über digitale Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop und Capture One bis hin zu konzeptioneller Bildsprache für Werbung, Editorial und Corporate Photography.

Das Berufsziel umfasst klassische Felder wie Werbefotografie, Reportage und Produktfotografie, reicht aber bis zu Bildredaktion, Retouche und Digital Asset Management in größeren Medienunternehmen. Wer ein Auge für Komposition und Licht mitbringt — und den Willen, beides handwerklich zu beherrschen — findet hier eine solide Grundlage.

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Film und Mediendesign

Ebenfalls staatlich anerkannt: der Fachbereich Film und Mediendesign. Hier geht es um bewegte Bilder in allen Aggregatzuständen — von der Konzeption einer Branded-Content-Kampagne bis zur Postproduktion eines Dokumentarfilms. Gelehrt werden Kameraführung, Dramaturgie, Schnitt, Farbkorrektur und die Grundlagen des Tondesigns.

Die Stuttgarter Region bietet für diesen Fachbereich besonders gute Voraussetzungen: Mit der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg und einer aktiven Werbefilmszene gibt es reale Praktikums- und Einstiegsmöglichkeiten, die über das übliche Maß hinausgehen. Berufliche Ziele reichen von der Filmproduktion über Social-Media-Content bis zur Unternehmenskommunikation.

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Grafik- und Kommunikationsdesign

Der dritte staatlich anerkannte Fachbereich ist gleichzeitig der klassischste: Grafik- und Kommunikationsdesign. Das Curriculum umfasst Typografie, Corporate Design, Printmedien, Editorial Design, Packaging und digitale Kommunikation. Wer hier ausgebildet wird, lernt, wie aus Inhalten visuelle Identitäten entstehen — und wie diese über verschiedene Medienkanäle konsistent kommuniziert werden.

Die Grundlagen der Gestaltung und Komposition bilden das Fundament, auf dem aufgebaut wird. Berufliche Anschlussmöglichkeiten sind breit: von der klassischen Werbeagentur über Verlagshäuser bis zu In-House-Design-Teams bei Konzernen und Mittelständlern.

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Digital Film – Animation & VFX

Dieser Fachbereich richtet sich an Menschen, die nicht nur vor oder hinter der Kamera stehen wollen, sondern die die Grenze zwischen Realfilm und digitaler Welt verschieben. Animation, Visual Effects, Motion Design und 3D-Produktion sind die Kernthemen. Die Studierenden lernen, mit Branchenwerkzeugen wie Cinema 4D, After Effects und Nuke zu arbeiten — und verstehen, wie große Produktionen technisch und kreativ organisiert werden.

In einer Branche, die durch Streaming-Plattformen und steigenden Content-Bedarf massiv wächst, sind gut ausgebildete VFX-Artists und Animator/innen gefragte Fachkräfte. Der Einstieg erfolgt typischerweise in Postproduktionshäusern, VFX-Studios oder Spieleentwicklungsunternehmen.

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GenAI und Content Creation

Dieser Fachbereich ist der jüngste im Portfolio der Lazi-Akademie und reagiert direkt auf eine der tiefgreifendsten Verschiebungen in der Medienbranche: die Durchdringung kreativer Berufe durch generative Künstliche Intelligenz. Die Studierenden lernen, KI-Tools nicht als Bedrohung zu verstehen, sondern als professionelles Werkzeug — und entwickeln gleichzeitig ein kritisches Verständnis für Qualitätskontrolle, Grundlagen generativer KI und ethische Fragen der KI-generierten Kommunikation.

Content Creation umfasst dabei mehr als die Produktion von Texten und Bildern: Es geht um Plattformstrategien, Audience-Analysen, Community Management und die Verbindung von KI-generierten Assets mit menschlicher Kreativleistung. Berufsfelder sind unter anderem Social Media, digitale PR, Content-Marketing und Redaktion.

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Intermediale Gestaltung

Intermediale Gestaltung ist der fachbereichsübergreifendste Ansatz im Programm der Akademie. Wer hier studiert, spezialisiert sich nicht auf ein einziges Medium, sondern entwickelt die Fähigkeit, kreative Konzepte über mehrere Kanäle und Medienformen hinweg zu denken und umzusetzen. Das kann bedeuten: Eine Markenidentität, die gleichermaßen als Printmagazin, Instagram-Kampagne, Messestand und Kurzfilm funktioniert.

Dieser Fachbereich eignet sich besonders für Menschen, die konzeptionell stark sind und sich nicht frühzeitig auf ein einziges Medium festlegen wollen. Typische Karrierewege führen in Richtung Art Direction, strategische Kommunikationsberatung und konzeptionelle Kreativarbeit in Agenturen.

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Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Mediendesign Ausbildung Stuttgart an der Lazi-Akademie dauert drei Jahre und wird vollständig in Vollzeit absolviert — kein duales Modell, keine Teilzeitoption. Dieser Ansatz ist bewusst gewählt: Kreatives Handwerk braucht Immersion, nicht gelegentliche Begegnung.

Erstes Jahr: Grundlagen und erste Projekte

Das erste Studienjahr legt die technischen, handwerklichen und konzeptionellen Grundlagen. Abhängig vom gewählten Fachbereich gehören dazu: Kameratechnik, Bildkomposition, Typografieregeln, Softwarekompetenz und Grundlagen der Gestaltungstheorie. Parallel dazu: erste reale Projektaufgaben, in denen das Erlernte sofort angewendet wird. Die Studierenden arbeiten von Anfang an mit professioneller Ausrüstung in den Akademiestudios — die rund um die Uhr zugänglich sind.

Zweites Jahr: Vertiefung und Spezialisierung

Im zweiten Jahr nimmt die Eigenverantwortung zu. Größere Projektarbeiten entstehen, teilweise in Kooperation mit externen Auftraggebern oder im fachbereichsübergreifenden Austausch mit anderen Studierenden. Gastdozentinnen und -dozenten aus der Praxis bringen reale Perspektiven aus Agenturen, Redaktionen und Produktionshäusern ein. Es entstehen erste belastbare Portfolio-Stücke.

Drittes Jahr: Abschlussarbeit und Berufsvorbereitung

Das dritte Jahr mündet in die Abschlussarbeit — ein eigenständiges Projekt, das in Aufwand und Tiefe an professionelle Auftragsarbeiten heranreicht. Parallel wird die Berufsvorbereitung intensiviert: Bewerbungsunterlagen, Portfolio-Präsentation, Netzwerkaufbau. Die Abschlussarbeiten werden in einer öffentlichen Ausstellung präsentiert und bilden häufig die erste sichtbare Visitenkarte im Berufsmarkt.

Starttermine und Semesterstruktur

Die Lazi-Akademie bietet zwei Starttermine pro Jahr an: im September (Wintersemester) und im März (Sommersemester). Das ermöglicht eine flexible Planung — wer im Frühjahr die Schule abschließt, muss nicht bis zum Herbst warten, um zu beginnen. Die Bewerbung sollte entsprechend frühzeitig erfolgen, da die Plätze begrenzt sind.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten einer Mediendesign Ausbildung sind ein zentrales Entscheidungskriterium — und verdienen eine ehrliche Darstellung.

Die Zahlen

An der Lazi-Akademie beträgt das Semestergeld 3.510 Euro. Bei einer Ausbildungsdauer von drei Jahren und sechs Semestern ergibt das eine Gesamtinvestition von 21.060 Euro — zuzüglich Lebenshaltungskosten, Material und der notwendigen technischen Ausrüstung, die je nach Fachbereich unterschiedlich hoch ausfällt.

BAföG: Die wichtigste Finanzierungsoption

Die drei staatlich anerkannten Fachbereiche (Fotodesign & Digital Imaging, Film & Mediendesign, Grafik- & Kommunikationsdesign) sind BAföG-förderungsfähig. Berechtigt ist das sogenannte Schüler-BAföG (nach §§ 2 und 3 BAföG), das für berufsbildende Schulen gilt. Die Förderhöhe richtet sich nach dem Einkommen der Eltern und dem eigenen Einkommen und kann je nach Einkommenssituation einen erheblichen monatlichen Zuschuss ausmachen. Rund 50 bis 60 Prozent des Bedarfs werden als Zuschuss gewährt — ohne Rückzahlungspflicht.

Wer prüfen möchte, ob und in welcher Höhe BAföG in Frage kommt, kann den offiziellen BAföG-Rechner der Bundesregierung (bafoeg-rechner.de) nutzen. Die Antragstellung erfolgt beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.

Stipendien und Begabtenförderung

Neben BAföG gibt es weitere Optionen: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung listet verschiedene Begabtenförderungswerke, die auch private Berufsausbildungen fördern — darunter die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB), die für besonders leistungsstarke Auszubildende in Frage kommt. Einige regionale Stiftungen im Raum Stuttgart unterstützen außerdem Kreativtalente gezielt.

Der Vergleich mit staatlichen Hochschulen

An staatlichen Hochschulen für Gestaltung — wie der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart — beträgt der Semesterbeitrag 200 bis 400 Euro. Das klingt günstiger, erfordert aber in der Regel Abitur oder Fachhochschulreife, ein aufwendiges Auswahlverfahren mit Mappe, und — je nach Programm — sechs bis acht Semester für den Bachelor, weitere zwei bis vier für den Master. Wer den vollen akademischen Weg einschlägt, investiert damit ebenfalls erhebliche Zeit und indirekte Kosten (entgangenes Einkommen, Miete in teureren Hochschulstädten). Die Lazi-Akademie bietet demgegenüber einen direkteren, praxisorientierten Weg in den Beruf — und den Zugang zu einem internationalen Masterabschluss im Anschluss.

Fazit Kosten: 21.060 Euro Semesterbeiträge sind eine erhebliche, aber durch BAföG und Stipendien substanziell reduzierbare Investition. Wer BAföG mit maximalem Fördersatz erhält, kann den Eigenanteil deutlich senken.

Aufnahme und Bewerbung: Was du brauchst

Die Aufnahme an die Lazi-Akademie folgt keinem standardisierten Schulnotenprinzip. Was zählt, ist das kreative Potenzial — nicht der Abiturdurchschnitt.

Formale Voraussetzungen

Ein Abitur ist keine zwingende Voraussetzung. Auch mit mittlerem Schulabschluss (Realschule, Werkrealschule) ist eine Aufnahme möglich, wenn eine besondere gestalterische Eignung nachgewiesen werden kann. Das öffnet den Zugang für Menschen, die in der Schule nicht unbedingt durch Noten, aber durch kreative Leistung überzeugt haben.

Das Portfolio

Das Herzstück jeder Bewerbung ist die Mappe oder das Portfolio. Es muss keine perfekten Werke enthalten — es soll zeigen, wie du siehst, denkst und gestaltest. Handzeichnungen, Fotos, Grafiken, Collagen, Kurzfilme, Animationen: alles ist willkommen, was gestalterische Auseinandersetzung zeigt. Auch unfertige Projekte oder Experimente können überzeugend sein, wenn sie echtes Interesse und Neugier belegen.

Das Bewerbungsgespräch

Nach Sichtung der Unterlagen folgt ein persönliches Gespräch, das weniger Prüfung als Begegnung ist. Die Lehrenden möchten verstehen, was dich antreibt, was du gestalten willst und warum du diesen Weg einschlagen möchtest. Vorbereitung lohnt sich — aber Authentizität ist wichtiger als auswendig gelernte Antworten.

Das Motivationsschreiben

Ergänzend zur Mappe ist ein Motivationsschreiben gefordert. Es sollte konkret sein: Welchen Fachbereich wählst du — und warum? Welche Vorstellungen hast du von deiner Arbeit in fünf Jahren? Ein gutes Motivationsschreiben belegt, dass du dich tatsächlich mit Mediendesign als Berufsfeld beschäftigt hast.

Starttermine und Fristen

Starttermine sind September (Wintersemester) und März (Sommersemester). Bewerbungen sollten mehrere Monate im Voraus eingereicht werden, da die Platzzahl begrenzt ist und Gespräche rollierend stattfinden. Frühzeitige Bewerbung erhöht die Auswahl- und Planungsmöglichkeiten.

Nach der Ausbildung: Karriere und Master

Eine abgeschlossene Ausbildung an der Lazi-Akademie ist kein Endpunkt — sie ist ein Startpunkt mit mehreren möglichen Richtungen.

Direkteinstieg in den Berufsmarkt

Der schnellste Weg nach der Ausbildung führt direkt in den Beruf. Absolventen der Lazi-Akademie arbeiten in Agenturen, Redaktionen, Produktionshäusern und Unternehmen in der gesamten Metropolregion Stuttgart. Typische Arbeitgeber sind Kreativagenturen wie Jung von Matt oder Serviceplan (mit Niederlassungen in Stuttgart), Corporate Design-Abteilungen bei Unternehmen wie Bosch, Daimler oder REWE Media, Filmproduktionshäuser und zunehmend auch KI-getriebene Medienstartups.

Laut Daten der Bundesagentur für Arbeit (2024) liegt der Medianlohn für Mediengestalter/innen Bild und Ton in Baden-Württemberg bei rund 2.800 bis 3.400 Euro brutto monatlich — je nach Spezialisierung, Betriebsgröße und Berufserfahrung. Fotografinnen und Fotografen im kreativen Bereich sowie Motion Designer liegen häufig höher, insbesondere freelance.

Selbstständigkeit und Freelance

Die Ausbildungsstruktur der Lazi-Akademie — echte Projekte von Anfang an — bereitet gut auf eine selbstständige Tätigkeit vor. Viele Alumni starten ihre Karriere als Freelancer oder gründen eigene Studios. Die engen Alumni-Netzwerke der Akademie (4.000+ Ehemalige) sind dabei wertvolle Ressourcen für erste Aufträge und Empfehlungen.

Master-Studium mit der University of Wolverhampton

Wer nach dem Abschluss an der Lazi-Akademie einen international anerkannten akademischen Grad erwerben möchte, hat dazu einen direkten Weg: In Kooperation mit der University of Wolverhampton (UK) können Absolventinnen und Absolventen einen Masterabschluss in einem von zwei Programmen erwerben:

  • M.A. Digital and Visual Communications (1 Jahr)
  • M.A. Film and Television Production (1 Jahr)

Beide Programme sind direkt anschließbar an die dreijährige Ausbildung an der Lazi-Akademie und ermöglichen einen international anerkannten Abschluss ohne zusätzliche Zulassungsvoraussetzungen — ein klarer Vorteil gegenüber vielen deutschen Hochschulwegen, die für einen Masterzugang noch zusätzliche Hürden vorsehen.

Lazi-Akademie vs. staatliche Hochschule: Ein fairer Vergleich

Wer eine Mediendesign Ausbildung in Stuttgart oder der Region Baden-Württemberg plant, sollte beide Wege kennen. Dieser Vergleich ist nicht wertend — er soll helfen, die richtige Entscheidung für die eigene Situation zu treffen.

MerkmalLazi-Akademie (privat, gGmbH)Staatliche Hochschule (z.B. ABK Stuttgart, HfG Pforzheim)
Kosten3.510 €/Semester (21.060 € gesamt)200–400 €/Semester (Beiträge) + Lebenshaltung
BAföGJa – 3 von 6 Fachbereichen (Schüler-BAföG)Ja (Studierenden-BAföG)
Dauer3 Jahre (Bachelor-ähnlich)6–8 Semester Bachelor, 2–4 Semester Master
AbschlussBerufsabschluss (3 von 6 Fachbereichen staatlich anerkannt) + optionaler M.A. (Wolverhampton)B.A. / M.A. (staatlich)
AufnahmevoraussetzungPortfolio + Gespräch; kein Abitur zwingendHäufig Abitur/FHR + Eignungsprüfung
PraxisnäheHoch: echte Projekte ab Semester 1Variiert stark je nach Hochschule und Studiengang
KlassengrößenKlein (persönliches Umfeld)Meist größer, weniger individuelle Begleitung
StipendienBegabtenförderung, regionale StiftungenDeutschlandstipendium, Studienstiftung, Begabtenförderung
Internationale AnschlussmöglichkeitM.A. Wolverhampton direkt anschließbarErasmus, internationale Masterstudiengänge
StandortEsslingen (S-Bahn Stuttgart 15 Min.)Stuttgart, Pforzheim, Karlsruhe, Konstanz

Fazit des Vergleichs: Staatliche Hochschulen bieten einen günstigeren und akademisch breit anerkannten Weg — erfordern aber in der Regel Abitur, mehrere Jahre und eine höhere Bereitschaft zu theoretischer Reflexion. Die Lazi-Akademie bietet einen kürzeren, intensiver praxisorientierten Weg mit direktem Berufseinstieg, ist offen für Menschen ohne Abitur und ermöglicht einen internationalen Masterabschluss im Anschluss. Die Gesamtkosten sind höher, durch BAföG aber substanziell reduzierbar.

Beide Wege führen in die Branche — die Frage ist, welcher besser zur eigenen Ausgangssituation, Persönlichkeit und zu den konkreten Berufszielen passt.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie viel kostet die Mediendesign Ausbildung an der Lazi-Akademie insgesamt?

Das Semestergeld beträgt 3.510 Euro. Bei sechs Semestern (3 Jahre) ergibt das 21.060 Euro an Semesterbeiträgen. Hinzu kommen Lebenshaltungskosten, Material und — je nach Fachbereich — Investitionen in eigene Technik (Kamera, Laptop, Software-Abonnements). Über die genaue Gesamthöhe dieser Zusatzkosten informiert die Akademie im Beratungsgespräch fachbereichsspezifisch.

Kann ich für die Lazi-Akademie BAföG beantragen?

Für die drei staatlich anerkannten Fachbereiche (Fotodesign & Digital Imaging, Film & Mediendesign, Grafik- & Kommunikationsdesign) ja — konkret über das Schüler-BAföG nach §§ 2 und 3 BAföG. Die Förderhöhe ist einkommensabhängig (Eltern und eigenes Einkommen) und deckt je nach Situation einen erheblichen Teil der Kosten. Ob und wie viel du erhältst, lässt sich über den BAföG-Rechner der Bundesregierung vorab abschätzen.

Brauche ich Abitur, um mich zu bewerben?

Nein. Ein Abitur ist keine zwingende Voraussetzung. Wer einen mittleren Bildungsabschluss (Realschule, Werkrealschule) hat und eine besondere gestalterische Eignung nachweisen kann, wird ebenfalls zum Bewerbungsverfahren zugelassen. Der Zugang erfolgt primär über Portfolio und Gespräch, nicht über Schulnoten.

Was ist der Unterschied zwischen einer Ausbildung an der Lazi-Akademie und einem Design-Studium an einer staatlichen Hochschule?

Die Lazi-Akademie bietet eine berufsqualifizierende Vollzeitausbildung mit staatlich anerkanntem Abschluss — vergleichbar in der Intensität und im Praxisanspruch mit einem anwendungsorientierten Bachelorstudium, aber mit stärkerem Fokus auf handwerkliche und technische Kompetenz. Staatliche Hochschulen verleihen akademische Grade (B.A., M.A.) mit stärkerem theoretisch-wissenschaftlichem Anteil. Beide Wege führen in den Beruf — welcher besser passt, hängt von Voraussetzungen, Lernstil und Berufszielen ab.

Wie wähle ich den richtigen Fachbereich?

Wenn du dir nicht sicher bist, ist das normal. Die Lazi-Akademie bietet Beratungsgespräche und Schnuppertage an, um einen Eindruck von den einzelnen Fachbereichen zu bekommen. Grundsätzlich gilt: Fotodesign für Menschen mit starkem Blick und Leidenschaft für Licht und Bildkomposition; Film & Mediendesign für Storytelling-Affinität; Grafik & Kommunikationsdesign für Typografie und visuelle Identitäten; Animation & VFX für technische Kreative; GenAI & Content Creation für digitale Kommunikation mit Technologieinteresse; Intermediale Gestaltung für konzeptionell denkende Allrounder.

Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in der Ausbildung?

KI ist in den Lehrplan aller Fachbereiche integriert — als Werkzeug, nicht als Ersatz für Gestaltungskompetenz. Der Fachbereich GenAI und Content Creation macht KI zum Hauptthema, aber auch in Fotodesign, Animation und Grafik gehört der kompetente Umgang mit KI-gestützten Tools heute zur Grundausbildung. Der Ansatz der Akademie: Wer KI nicht kennt, kann sie weder nutzen noch kritisch einschätzen.

Gibt es einen Schnuppertag oder eine Möglichkeit, die Akademie vorab kennenzulernen?

Ja. Die Lazi-Akademie veranstaltet regelmäßig Informationsabende und Tage der offenen Tür. Eine persönliche Portfolioberatung ist auf Anfrage möglich. Diese Angebote sind explizit auch für Eltern und Begleitpersonen gedacht, die bei der Entscheidung mitdenken.

Nächste Schritte

Wenn du dir vorstellen kannst, deine Kreativität zum Beruf zu machen — und wenn du eine strukturierte, praxisorientierte Ausbildung einem langen Hochschulstudium vorziehst — lohnt sich ein genauerer Blick auf die Lazi-Akademie.

Was du jetzt tun kannst:

  • Informationsabend besuchen: Die Akademie lädt regelmäßig zu Infoabenden ein, bei denen du Lehrende triffst, Fragen stellst und den Campus kennenlernst. Termine und Anmeldung auf der Website.
  • Portfolioberatung anfragen: Du hast schon Arbeiten, weißt aber nicht, ob sie für eine Bewerbung reichen? Eine kostenlose Portfolioberatung hilft dir bei der Einschätzung.
  • Schnuppertag nutzen: Ein Tag in den Studios zeigt dir mehr über den Alltag an der Akademie als jeder Artikel.
  • BAföG-Antrag vorbereiten: Starte früh mit der Prüfung deiner BAföG-Berechtigung, da die Bearbeitung Zeit braucht.

Weitere Informationen, aktuelle Starttermine und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme findest du direkt auf der Website der Lazi-Akademie: www.lazi-akademie.de

Quellen

  • Bundesagentur für Arbeit (2024): Entgeltatlas — Berufsgruppe Mediengestaltung Bild und Ton. Nürnberg: Bundesagentur für Arbeit. https://www.arbeitsagentur.de/entgeltatlas
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (2024): BAföG — Bundesausbildungsförderungsgesetz: Aktuelle Fördersätze und Rechner. Berlin: BMBF. https://www.bafög.de
  • Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg / MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (2023): Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg: Branchenbericht 2023. Stuttgart: MFG Baden-Württemberg.
  • World Economic Forum (2025): Future of Jobs Report 2025. Geneva: WEF. https://www.weforum.org/publications/the-future-of-jobs-report-2025/
  • Bitkom e.V. (2024): Kreativwirtschaft und KI: Chancen und Herausforderungen für Medienschaffende. Berlin: Bitkom. https://www.bitkom.org
  • Statistisches Landesamt Baden-Württemberg (2024): Erwerbstätige in der Kultur- und Kreativwirtschaft Baden-Württemberg. Stuttgart: Statistisches Landesamt BW.
Infotag · 13. Mai · 15:00 Uhr · Vor Ort

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