Englisch — Berufliche Kommunikation, Textarbeit und medienrelevante Sprachpraxis
Das Modul Englisch bereitet Teilnehmende auf die sprachlichen Anforderungen im Berufsalltag vor. Ziel ist nicht nur korrektes Formulieren, sondern vor allem die Fähigkeit, sich sicher, klar und situationsgerecht auf Englisch auszudrücken — schriftlich wie mündlich, in formellen wie in informellen Kontexten. Besonderer Fokus liegt auf Fachsprache und Kommunikationssituationen, die in Medien-, Agentur- und Produktionsumfeldern auftreten.
Ziele und Kompetenzen des Moduls
Das Modul vermittelt integrativ vier Kompetenzbereiche: Rezeption (Hör- und Leseverstehen), Produktion (Schreiben und Sprechen), Interaktion (Moderation, Verhandlungen, Meetings) und Sprachbewusstsein (Grammatik, Wortschatz und Register). Die Teilnehmenden sollen am Ende in der Lage sein, fachliche Themen auf Englisch zu recherchieren, aufzubereiten, zu präsentieren und an fachlichen Diskussionen teilzunehmen — mit angemessener Sprachrichtigkeit und Angemessenheit im Stil.
Inhalte, Arbeitsschwerpunkte und methodischer Aufbau
Das Modul ist so aufgebaut, dass Sprachvermittlung und Anwendung eng verzahnt sind. Jede Einheit kombiniert Input (z. B. Grammatik- oder Wortschatzmodule) mit authentischen Aufgaben und kommunikativen Übungen. Inhaltlich werden folgende Schwerpunkte behandelt:
- Fachwortschatz & Register: Aufbau eines branchenrelevanten Wortschatzes (z. B. Terminologie aus Medienproduktion, Projektmanagement, Marketing) und das Bewusstsein für unterschiedliche Sprachregister (formal vs. informell).
- Hörverstehen: Training an realen Hörtexten (Interviews, Podcasts, Briefings), Strategien zum selektiven Hören und zum Notieren relevanter Informationen.
- Leseverstehen & Recherche: Umgang mit Fachtexten, Briefings, technischen Anleitungen, Pressemitteilungen und wissenschaftlichen Kurztexten; effiziente Recherchetechniken und Quellenkritik.
- Schriftliche Produktion: E-Mails, Briefings, Konzepte in englischer Sprache, Berichte und Kurzdokumentationen sowie kreative Textformate (Slogans, Short Copy).
- Mündliche Produktion & Interaktion: Präsentationen, Pitch-Übungen, Moderation von Workshops, Telefongespräche und Verhandlungssimulationen.
- Grammatik & Stil: gezielte Grammatikmodule zur Fehlerreduktion (z. B. Zeiten, Passiv, Nominalstil, Konditionalsätze) sowie Stilarbeit zur Optimierung von Klarheit und Leserführung.
- Medienenglisch: spezielle Einheiten zu Subtitling, Scriptwriting, Captioning und dem Vokabular für Postproduktion, VFX, CGI und Content Marketing.
Methodisch wird viel Wert auf reale Aufgaben gelegt: simulierte Briefings, Team-Workshops in englischer Sprache, peer-reviews, Videoaufnahmen zur Selbstevaluation sowie die Arbeit mit authentischen Texten und Audioquellen. Rollenspiele und Szenarien aus der Praxis (z. B. Kundenmeeting, Redaktionsbesprechung, Pitch) bilden den zentralen Lernraum.
Die Leistungsnachweise sind praxisorientiert. Die Prüfungsformate messen sowohl die sprachliche Souveränität als auch die fachliche Angemessenheit. Typische Prüfungs- und Lernaufgaben sind:
- Listening & Summary: Anhören bzw. Anschauen eines Interviews oder eines Briefings und Anfertigung einer prägnanten Zusammenfassung mit Kernpunkten und Handlungsanweisungen.
- Reading & Critical Response: Analyse eines Fachartikels oder Trade-Reports mit anschließender kritischer Stellungnahme oder Kurzpräsentation.
- Professional Writing: Verfassen eines Projektbriefings, einer E-Mail an internationale Kund:innen, eines kurzen Konzeptpapiers oder einer Pressemitteilung.
- Oral Presentation & Q&A: 8–12-minütiger Vortrag zu einem medienrelevanten Thema inkl. Fragerunde; bewertet werden Struktur, Sprache, Visuals und Antwortverhalten.
- Simulation & Roleplay: Moderation eines Meetings, Verhandlungssimulation oder Kundengespräch; Fokus auf Interaktionsfähigkeit, Klarheit und Takt.
Die Module schließen häufig mit einem größeren Projekt: eine englischsprachige Kampagnenpräsentation, ein Script-Draft in englischer Sprache oder eine kleine internationale Recherchestrategie mit Ergebnisdokumentation.
Didaktische Hinweise & Lernerfolgskontrolle
Erfolgreiches Lernen im Modul erfordert kontinuierliche Übung und Reflexion. Daher sind wiederkehrende Kurzeinheiten (z. B. Impromptu-Talks, Vokabel-Sprints), Video-Feedback und Peer-Reviews fester Bestandteil. Die Lehrperson nutzt formative Assessments, um individuelle Förderpfade zu entwickeln — z. B. gezielte Grammatik-Workshops, Aussprachecoaching oder Fokuseinheiten zu Fachvokabular.
Professionelle Sprachkompetenz heißt nicht Perfektion — sie heißt Verständlichkeit, Angemessenheit und die Fähigkeit, fachliche Inhalte in einer fremden Sprache wirksam zu vermitteln.
