Kreative Medienprojekte, Storytelling & KI-gestützte Produktion
Im Modul GenAI & Content Creation lernen die Studierenden, KI nicht nur als Effektwerkzeug, sondern als kreativen Partner im gesamten Medienprozess einzusetzen – von der Idee über die Erzählstruktur bis zum finalen multimedialen Projekt. KI unterstützt hier nicht die Kreativität, sondern erweitert sie. Ziel ist es, eigene Inhalte zu konzipieren, zu gestalten und in klaren, wiederholbaren Workflows umzusetzen.
Grundgedanke: KI produziert keine guten Inhalte – sie verstärkt die Ideen der Menschen, die sie bedienen.
Im ersten Abschnitt lernen die Studierenden die Grundlagen der KI-gestützten Medienproduktion kennen. Sie erarbeiten erste Storyboards, entwickeln Social-Media-Formate, schreiben Konzepte und nutzen KI, um Textvarianten, Bildideen und visuelle Richtungen zu generieren. Dabei geht es nicht nur um Inspiration, sondern um das gezielte Steuern von Stil, Ton, Dramaturgie und visueller Konsistenz.
Von der Idee zur KI-gestützten Umsetzung
Die Studierenden entwickeln eigene Medienprojekte, die KI sinnvoll integrieren. Dazu gehört der gesamte kreative Prozess:
- Ideenfindung und Themenentwicklung
- Generieren visueller Moodboards (mit KI erweiterte Bildwelten)
- Strukturierung durch Text-KI (Outline, Dramaturgie, Szenen)
- Testen visueller Varianten durch Bild- und Videogeneratoren
- Kombination von Bild, Text, Ton und Bewegung
So entsteht ein tiefes Verständnis dafür, wie KI systematisch in kreative Prozesse eingebettet werden kann, ohne eigene gestalterische Entscheidungen zu ersetzen.
Visuelles & narratives Storytelling mit KI
Ein Schwerpunkt des Moduls liegt auf der Entwicklung starker Geschichten. KI dient hierbei als Werkzeug, um:
- alternative Perspektiven zu testen,
- Narrative zu erweitern,
- Figuren, Welten und Atmosphären auszuprobieren,
- visuelle Stile zu vergleichen,
- komplexe Szenen in Moodframes zu übersetzen.
Die Studierenden lernen, wie dramaturgische Prinzipien funktionieren: Konflikt, Rhythmus, Überraschung, emotionale Anker und visuelle Leitmotive. KI hilft dabei, Ideen schneller sichtbar zu machen – der kreative Kern bleibt menschlich.
„Eine Idee wird erst dann stark, wenn sie erzählt, visualisiert und emotional spürbar wird.“
Aufbauend auf dem Storytelling erstellen die Studierenden multimediale Content-Pakete. Dabei kombinieren sie:
- KI-generierte Bildwelten
- Textbausteine und Copy-Varianten
- Videosequenzen, Animationen & KI-Bewegtbild
- synthetische Stimmen & Soundeffekte
- klassische Gestaltungstechniken (Typo, Komposition, Branding)
Diese Kombination ermöglicht es, professionelle Content-Formate zu entwickeln – von Ads, Teasern und Reels bis zu Editorial-Formaten und Kurzfilmen.
Im fortgeschrittenen Teil widmet sich das Modul der Automatisierung wiederholbarer Medienprozesse. Die Studierenden entwickeln Content-Formate, die KI-gestützt skalierbar sind:
- Variantenreiche Social-Media-Serien
- Mehrteilige Kampagnenstrecken
- Template-basierte Video- oder Bildserien
- automatisierte Headlines, Copy-Varianten & Layoutanpassungen
- modulare Posting-Strukturen
Dabei wird analysiert, wie Automatisierung effizient arbeitet – und wo kreative Kontrolle unverzichtbar bleibt.
Zwischenprüfung: KI-gestütztes Medienkonzept
Die Studierenden konzipieren ein komplettes KI-Medienprojekt:
- Idee & Thema
- Storytelling & Dramaturgie
- Visuelle Systematik
- Bild-, Video- & Soundproduktion
- Konzeptpräsentation vor Publikum
Dabei wird Wert gelegt auf Argumentation, Reflexion und konsistente Gestaltung.
Wichtig: KI ersetzt keine konzeptionelle Klarheit – sie braucht sie, um gute Ergebnisse zu liefern.
Im finalen Abschnitt entwickeln die Studierenden ein umfangreiches Medienprojekt, das Bild, Text, Video, Sound und Interaktion kombiniert. Dabei dokumentieren sie ihren Prozess, treffen klare gestalterische Entscheidungen und setzen KI als bewusst gewähltes Werkzeug ein.
- Kampagnenkonzepte
- Storytelling-Projekte
- Crossmediale Serien
- Experimentelle Formate
- Visuelle Markenwelten
Das Projekt wird präsentiert, erläutert und reflektiert – technisch, ästhetisch und ethisch.
Abschließend behandelt das Modul die verantwortungsvolle Nutzung von KI:
- Transparenz & Kennzeichnung
- Urheberrecht & Datenbasis
- Bias & Fairness
- Authentizität & Wirkung
- Ethische Grenzen kreativer KI
Ziel ist ein professioneller Umgang mit generativer KI – reflektiert, verantwortungsbewusst und gestalterisch souverän.
