Konzept, Form & Produktion in einem Modul
Im Modul Grafik- und Kommunikationsdesign erwerben Auszubildende alle Fähigkeiten, die professionelle visuelle Kommunikation verlangt: von konzeptionellen Entscheidungen bis zur technisch sauberen Auslieferung. Diese Beschreibung fasst die Inhalte aller Semester zusammen und zeigt, wie Entwurf, Produktion und Präsentation zusammenwirken.
Worum es geht
Die Ausbildung verbindet drei Ebenen: Seh- und Formbildung (Komposition, Farbe, Bildsprache), typografisches Fachwissen (Anatomie, Lesbarkeit, serielle Anwendungen) und systemische Konzeption (Markenleitlinien, crossmediale Systeme, Realprojekte). Die zentrale Frage lautet: Wie wird Entwurf zur Arbeit, die in der Praxis besteht?
Was die Teilnehmenden konkret erlernen
Die Lerninhalte sind praxisorientiert und bündeln gestalterische, technische und organisatorische Kompetenzen. Zu den Kernthemen gehören:
- Sehschule & Komposition — Punkt, Linie, Fläche, Raster, Bildaufbau und Wahrnehmungsprinzipien.
- Typografie — Schriftanalyse, Satzregeln, Schriftsysteme, serielle Typografie und Detailtypografie.
- Visuelle Identität — Markenaufbau, Logo-Entwicklung, Form- und Farb-Guidelines.
- Konzeption & Kreation — Moodboards, Storyboards, Kampagnenentwicklung und Wettbewerbsformate.
- Produktion & Reinzeichnung — Proofing, Farbmanagement, Druckvorbereitung, Ausspielstrategien für Web und Social.
- Realprojekt-Kompetenz — Briefing, Kundenkommunikation, Budget- und Zeitplanung.
- Prüfungsreife — eigenständige Prüfungsarbeit (ZP/AP) mit Dokumentation und Präsentation.
Kurznotiz: Die Inhalte sind bewusst praxisnah: Handskizzen, digitale Prototypen, Testdrucke und Präsentationen wechseln sich ab. So entsteht ein Portfolio, das sowohl konzeptionell als auch handwerklich überzeugt.
Die Arbeit ist projektbasiert. Übungseinheiten, Peer-Reviews und regelmäßige Bildbesprechungen sind zentral. Prüfungs- und Leistungsformen umfassen Leistungsnachweise, Zwischenprüfungen, ZP/AP-Projekte sowie die Einreichung eines professionell kuratierten Portfolios.
- Analyse → Idee → Prototyp: Recherche, Moodboard, Scribble, Mockup.
- Feinplanung → Produktion: Reinzeichnung, Farb- und Materialabstimmung, Druck-/Digitalfreigabe.
- Präsentation → Reflexion: Pitch, Dokumentation, Lessons learned.
Die fachlich saubere Reinzeichnung ist oft der Moment, in dem ein guter Entwurf zum verlässlichen Produkt wird.
Hinweis zur Prüfungsphase (AP / 6. Semester): Im abschließenden Prüfungssemester planen und realisieren die Auszubildenden ein umfangreiches eigenständiges Projekt: Themenwahl, Marktanalyse, Projektplanung, Umsetzung, Dokumentation und finale Präsentation sind erforderlich. Betreuung und Peer-Review begleiten den Prozess, damit das Ergebnis prüfungs- und portfolioreif ist.
Beispiel: Prüfungs-Aufgabe Erstelle für ein regionales Start-Up eine komplette Markenwelt: Research, Positionierung, Logo, Key Visuals, Verpackungsentwurf, digitales One-Pager-Mockup, Poster-Serie und eine abschließende Dokumentation mit Produktionsplan und Kostenkalkulation.
Berufliche Perspektive: Das Modul qualifiziert für Rollen wie Grafikdesigner:in, Junior Art Director, Corporate Designer:in oder Produktionsgestalter:in. Die realen Projekt- und Präsentationserfahrungen machen die Absolventinnen und Absolventen anschlussfähig für Agenturen, Studios und kreative Produktionsfirmen.
✓ Portfoliowerte Projektarbeiten (ZP / Realprojekt) ✓ Präsentationskompetenz (Pitch & Verteidigung) ✓ Branchennahe Produktionspraxis (Druck, Digital, Crossmedia)
