LAZI ARCHIV

Leben und Werk

Franz Lazi gehört zu den frühesten und bekanntesten Vertretern der deutschen Farbfotografie. Geboren 1922 in Freudenstadt, war er der älteste Sohn von Adolf Lazi und lernte das Handwerk im Atelier seines Vaters. 1949 machte er sich in Stuttgart mit einem eigenen Atelier für Industrie- und Werbefotografie selbstständig. Damit begann eine eigenständige Linie, getrennt von der Schule seines Vaters.

In den 1950er Jahren stieg Franz Lazi zu einem der gefragtesten Industrie- und Werbefotografen der Wirtschaftswunderzeit auf. Seine farbintensiven Aufnahmen für Auftraggeber wie Daimler-Benz, BASF und Irisette gelten als Ikonen der Werbefotografie dieser Jahre. Ab 1963 wandte er sich dem Film zu und reiste mit der Kamera bis zu den Vulkanen dieser Welt und in die Antarktis.

Sein Name steht für die zweite Generation einer Fotografen-Familie, die das Sehen über drei Generationen geprägt hat. Die heutige Lazi Akademie geht nicht auf ihn zurück, sondern auf die Linie um seinen Halbbruder A. Ingo Lazi. Sein fotografischer Nachlass liegt heute im Staatsarchiv Sigmaringen.

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Stationen eines Lebens

1922Geboren in Freudenstadt

Franz Lazi kommt am 28. Februar 1922 als ältester Sohn des Fotografen Adolf Lazi zur Welt.

bis 1949Schule, Lehre, Krieg

In Stuttgart besucht er die Freie Waldorfschule und lernt die Fotografie im Atelier seines Vaters. Die Kriegs- und Gefangenschaftsjahre unterbrechen seinen Start ins Berufsleben.

1949Das eigene Atelier

Nach der Rückkehr gründet er ein eigenes Atelier für Industrie- und Werbefotografie in der Charlottenstraße 29 in Stuttgart.

1950erAufstieg mit Farbe

Lazi wird zu einem führenden Vertreter der deutschen Farbfotografie. Er fotografiert für Daimler-Benz, BASF und Irisette. 1957 erhält er eine Silbermedaille bei der PHOTO 57 in Stuttgart.

1963Vom Bild zum Film

Lazi wendet sich dem Film zu und gründet seine Produktion „Franz Lazi Film".

1966 bis 1993Filme aus aller Welt

Es entstehen Industrie-, Geografie- und Naturdokumentationen. Für seine Aufnahmen reist er zu Vulkanen wie dem Ätna und nach Hawaii sowie in die Antarktis.

1981Bundesverdienstkreuz

Für seine Verdienste um die deutsche Fotografie im Ausland wird er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

1998Nachlass für die Nachwelt

Franz Lazi stirbt am 24. Oktober in Stuttgart. Seit 2015 bewahrt das Staatsarchiv Sigmaringen sein Fotoarchiv.

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Werke und Stil

Franz Lazi zählt zu den frühesten und bekanntesten Vertretern der deutschen Farbfotografie des 20. Jahrhunderts.

Seine farbintensiven Aufnahmen gelten als Ikonen der Werbefotografie der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit. Er inszenierte Produkte mit großer technischer Sorgfalt, von Möbeln, Glas und Porzellan bis zu neuen Industrieerzeugnissen wie farbigen Kunststofffolien. Seine Bilder wurden für Werbung und Kataloge gebraucht und prägten das Bild einer ganzen Zeit.

Werkabbildungen sind hier bewusst nicht gezeigt. Die Bildrechte liegen außerhalb der Akademie, beim Staatsarchiv Sigmaringen und beim Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg.

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Vom Bild zum Film

Ab 1963 wandte sich Franz Lazi dem Film zu.

Aus seiner Stuttgarter Produktion „Franz Lazi Film" entstanden über fast drei Jahrzehnte Industrie-, Geografie- und Naturdokumentationen. Er filmte den Ätna und die Vulkane Hawaiis, dokumentierte die Forschung in der Antarktis und große Wasserwege wie den Jangtsekiang. Für seine Aufnahmen reiste er bis an die Ränder der bewohnten Welt. Seine Antarktis-Bilder fanden internationale Verbreitung.

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Eine Familie, drei Generationen

Franz Lazi steht für die zweite Generation der Familie Lazi.

Sein Vater Adolf Lazi (1884 bis 1955) gilt als Meister der Sachfotografie der Neuen Sachlichkeit und ist der Namensgeber der heutigen Lazi Akademie. Franz ging früh seinen eigenen Weg in Stuttgart und baute ein unabhängiges Foto- und Filmunternehmen auf. Die Schule seines Vaters wurde dagegen über dessen Sohn A. Ingo Lazi weitergeführt und wuchs zur Lazi Akademie in Esslingen, die heute in dritter Generation geführt wird. Zwei Wege, eine Herkunft, ein gemeinsamer Blick für das Bild.

Mehr über den Vater auf der Seite Adolf Lazi.

Mehr über den Halbbruder auf der Seite A. Ingo Lazi.

Einen Überblick gibt die Seite Das Lazi-Archiv.

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Anerkennung und Sammlungen

Franz Lazi war Gründungs- und späteres Ehrenmitglied des BFF, des Bundes Freischaffender Foto-Designer, und gehörte mehreren internationalen Berufsverbänden an. Neben dem Bundesverdienstkreuz erhielt er Auszeichnungen in Deutschland und in den USA. Seine Arbeiten wurden in mehreren Ausstellungen gezeigt, unter anderem in Stuttgart, Dortmund und Leinfelden-Echterdingen.

Werke von ihm befinden sich im Museum für Kunst und Gewerbe (MK&G) in Hamburg. Sein fotografischer Nachlass wird seit 2015 als „Fotoarchiv Franz Lazi" im Staatsarchiv Sigmaringen bewahrt. Das Staatsarchiv ist das offizielle Archiv, nicht die Lazi Akademie.

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Buch

- Franz Lazi. Fotografie. Architektur-, Design- und Werbefotografie der 50er Jahre. Mit Texten von Manfred Schmalriede und Ian Jeffrey. edition j.j. heckenhauer, Berlin/Tübingen 2003.

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Häufige Fragen

Wer war Franz Lazi?

Ein deutscher Industrie- und Werbefotograf sowie Dokumentarfilmer (1922 bis 1998), einer der Pioniere der deutschen Farbfotografie und ältester Sohn von Adolf Lazi.

Welche Verbindung hat Franz Lazi zur Lazi Akademie?

Er ist der ältere Sohn des Akademie-Gründers Adolf Lazi. Franz baute jedoch ein eigenständiges Foto- und Filmunternehmen in Stuttgart auf. Die Akademie in Esslingen wurde über seinen Halbbruder A. Ingo Lazi weitergeführt.

Wofür ist Franz Lazi bekannt?

Für seine farbintensive Werbe- und Industriefotografie der 1950er Jahre und später für seine Dokumentarfilme über Vulkane, ferne Länder und die Antarktis.

Wo befinden sich seine Werke heute?

Sein fotografischer Nachlass liegt seit 2015 im Staatsarchiv Sigmaringen. Einzelne Werke befinden sich im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg.

Welche Auszeichnungen hat er erhalten?

Unter anderem eine Silbermedaille bei der PHOTO 57 (1957), ein Certificate of Merit aus den USA (1968) und 1981 das Bundesverdienstkreuz.

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Quellen