LAZI ARCHIV

Biografie

Leo Fritz Gruber wurde am 7. Juni 1908 in Köln geboren und starb dort am 30. März 2005 im Alter von 96 Jahren.

Leo Fritz Gruber wurde am 7. Juni 1908 in Köln geboren und starb dort am 30. März 2005 im Alter von 96 Jahren. Er studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Ethnologie und Journalistik in Köln, arbeitete ab 1927 als Journalist und gründete 1930 gemeinsam mit anderen die antifaschistischen Blätter Kölner Kurier und Westdeutscher Kurier. Nach dem NS-Verbot dieser Zeitungen emigrierte er 1933 nach London, wo er für Fotopublikationen tätig war. 1949 kehrte er nach Köln zurück.

Von 1950 bis 1980 leitete er die photokina-Bilderschauen, die er gemeinsam mit AGFA-Direktor Bruno Uhl als neuartigen Messetyp konzipiert hatte: technische Innovationen verbunden mit kulturellen Ausstellungen. Bereits bei der ersten internationalen photokina 1951 zeigte er eine August-Sander-Retrospektive, die erste große Werkschau Sanders nach der NS-Zeit.

Am 18. April 1951 lud Gruber gemeinsam mit Kölns Oberbürgermeister Robert Görlinger 36 Persönlichkeiten aus allen Bereichen der Fotografie zu einem Abendessen in den Kölner Silber-Grill. Zwei Tage später, zur Eröffnung der photokina, wurde die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) öffentlich bekannt. Gruber wurde ihr erster Geschäftsführer.

Er pflegte enge Arbeitsbeziehungen zu August Sander, Man Ray, Edward Steichen, Erich Salomon und Irving Penn und präsentierte viele von ihnen erstmals in Deutschland. Seine Fotosammlung bildete 1977 den Grundstock der Fotografiesammlung des Museum Ludwig Köln. Der Ehrenpräsident der DGPh erhielt u. a. das Große Bundesverdienstkreuz (1983) und den Orden des Landes Nordrhein-Westfalen (1995).

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Verbindung zu Adolf Lazi

Auf der photokina 1951 war das Atelier Adolf Lazi nach Angaben des Adolf-Lazi-Archivs durch die Vermittlung von L. Fritz Gruber vertreten.

Auf der photokina 1951, der ersten internationalen Photo- und Kino-Ausstellung in Köln vom 20. bis 29. April 1951, war das Atelier Adolf Lazi nach Angaben des Adolf-Lazi-Archivs durch die Vermittlung von L. Fritz Gruber vertreten. Eine externe Bestätigung dieser Verbindung liegt bislang nicht vor; die Angabe stammt vom Archiv selbst.

Gruber war zu diesem Zeitpunkt künstlerischer Leiter der photokina-Bilderschauen und Fachbeauftragter der deutschen Photo-Wirtschaft für die Kölner Messe. In dieser Rolle entschied er, welche Ateliers und Institutionen auf der bedeutendsten Fotografiemesse der Nachkriegszeit sichtbar wurden. Die Messe zog 1951 rund 100.000 Besucherinnen und Besucher an und zeigte 340 Aussteller aus zehn Ländern.

Für Lazi bedeutete die Teilnahme eine überregionale Plattform in einer Zeit, in der sich die westdeutsche Fotografie neu formierte. Gruber öffnete als Netzwerker zwischen Industrie, Kultur und Fotografie auch deutschen Ateliers den Weg auf die Messe.

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Quellen

L. Fritz Gruber (1908–2005) | Lazi Akademie