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Biografie

Otto Steinert wurde am 12. Juli 1915 in Saarbrücken geboren und starb am 3. März 1978 in Essen.

Otto Steinert wurde am 12. Juli 1915 in Saarbrücken geboren und starb am 3. März 1978 in Essen. Er studierte Medizin in München, Marburg, Rostock und Heidelberg, promovierte 1939 an der Charité Berlin und war im Zweiten Weltkrieg als Militärarzt tätig. Ab 1947 wandte er sich vollständig der Fotografie zu.

1948 gründete er eine Fotoklasse an der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken. Gemeinsam mit Wolfgang Reisewitz, Ludwig Windstosser, Toni Schneiders, Peter Keetman und Siegfried Lauterwasser gründete er 1949 die Gruppe fotoform. Als Sprecher der Gruppe prägte er den Begriff "subjektive fotografie", ein Rahmenbegriff für alle Bereiche persönlichen Fotogestaltens von nicht-gegenständlichen Fotogrammen bis zur psychologisch vertieften und bildmäßig geformten Reportage. Er organisierte die gleichnamige Ausstellungsreihe in Saarbrücken (1951, 1954, 1958).

1952 wurde er Direktor der Saarbrücker Schule. 1959 wechselte er als Professor an die Folkwangschule für Gestaltung in Essen, wo er bis zu seinem Tod lehrte. Zu seinen Schüler/innen zählten u. a. Timm Rautert und Andreas Gursky. Parallel baute er am Museum Folkwang ab 1959 eine Fotografische Studiensammlung auf, die 1978 als eigenständige Abteilung etabliert wurde und heute ca. 65.000 Abzüge umfasst. Steinert war Mitgründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) 1951, ab 1976 deren Ehrenmitglied.

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Verbindung zu Adolf Lazi

Die Verbindung zwischen Otto Steinert und Adolf Lazi ist durch unabhängige Quellen belegt, auch wenn sie eine Stufe indirekt verläuft.

Adolf Lazi organisierte im Oktober 1948 die Ausstellung "Die Photographie 1948" im Landesgewerbemuseum Stuttgart. Vier der sechs späteren fotoform-Gründer. Peter Keetman, Ludwig Windstosser, Wolfgang Reisewitz und Siegfried Lauterwasser, stellten dort aus. Keetman assistierte Lazi zuvor direkt bei Planung und Umsetzung der Schau.

Die Enttäuschung über den konservativen Charakter dieser Ausstellung war der unmittelbare Impuls zur Gründung von fotoform am 17. September 1949. Keetman formulierte als Ziel: "den Konservatismus brechen, etwas Neues überzeugend bieten". Steinert stieß zu diesem Kern aus Lazi-Ausstellenden hinzu und wurde zur prägenden intellektuellen Stimme der Gruppe.

Steinert kannte das Stuttgarter Umfeld also nicht aus direkter Zusammenarbeit mit Lazi, wohl aber durch enge persönliche Verbindung zu denjenigen, die Lazis Ausstellungsarbeit mitgeformt hatten. Zudem standen beide 1951 im Gründungskreis der DGPh.

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Quellen