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Biografie

Ottomar Wolfgang Johannes Domnick wurde am 20. April 1907 in Greifswald geboren.

Ottomar Wolfgang Johannes Domnick wurde am 20. April 1907 in Greifswald geboren. Er studierte Medizin in Berlin, Greifswald, München und Rostock. Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete er 1945 eine psychiatrische Privatpraxis in Stuttgart, die er 1951 zu einer Privatklinik ausbaute.

Nach dem Krieg beschrieb er sich selbst als von einem Hunger nach Kunst getrieben. Ab 1946 begann er gemeinsam mit seiner Frau Greta Domnick-Gerhardt (1909–1991), ebenfalls Neurologin, eine internationale Sammlung abstrakter Malerei und Plastik der Nachkriegszeit aufzubauen. Innerhalb weniger Jahre kamen mehr als 150 Werke zusammen, mit Schwerpunkten auf Willi Baumeister, Hans Hartung und Fritz Winter.

Als Verleger erschloss Domnick der deutschen Öffentlichkeit die abstrakte Kunst: 1947 veröffentlichte er die Studie "Die schöpferischen Kräfte in der abstrakten Malerei" und 1949 die erste dreisprachige Monografie über Hans Hartung, zu einem Zeitpunkt, als dieser in Deutschland kaum bekannt war. Als Kurator organisierte er im Juli 1948 auf Bitte von Willi Baumeister Deutschlands ersten Nachkriegs-Auftritt beim Salon des Réalités Nouvelles in Paris.

Als Filmemacher realisierte er 1954 einen Dokumentarfilm über Baumeister und 1957 den Experimentalspielfilm "Jonas", für den er den Deutschen Filmpreis und einen Bambi erhielt und der als Vorläufer des Neuen Deutschen Films gilt. 1967 ließ er auf der Oberensinger Höhe bei Nürtingen ein eigenes Sammlungsgebäude errichten. Das kinderlose Paar vermachte Haus und Sammlung dem Land Baden-Württemberg. Seit 1996 ist die Sammlung Domnick als öffentliches Museum zugänglich. Ottomar Domnick starb am 14. Juni 1989 in Nürtingen.

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Verbindung zu Adolf Lazi

Adolf Lazi und Ottomar Domnick begegneten sich im selben Stuttgarter Kunstkreis: Beide gehörten dem Herrenklub Bubenbad an.

Adolf Lazi und Ottomar Domnick begegneten sich im selben Stuttgarter Kunstkreis: Beide gehörten dem Herrenklub Bubenbad an, einem exklusiven Treffpunkt für Kunsthistoriker/innen, Kritiker/innen, Verleger/innen, Maler/innen und Produktgestalter/innen, darunter Willi Baumeister und Wilhelm Wagenfeld.

1948 fotografierte Adolf Lazi Ottomar Domnick vor Hans Hartungs Gemälde "T 1947-33", ein Porträt, das heute im Adolf-Lazi-Archiv als Tafel 57 im Buch "Die bildnerische Grossaufnahme" (1955) überliefert ist. Das Bild entstand in einem Moment, in dem Domnick auf dem Höhepunkt seiner Sammeltätigkeit und seines kulturellen Engagements stand: Im selben Jahr kuratierte er Deutschlands ersten Nachkriegs-Auftritt beim Salon des Réalités Nouvelles in Paris.

Nach Angaben des Adolf-Lazi-Archivs war Eta Lazi, Tochter von Adolf Lazi, Standfotografin für Domnicksn Filme "Jonas" (1957) und "Gino" (1960). Ein IMDb-Eintrag für Eta Lazi listet sie in dieser Funktion; eine unabhängige Bestätigung in den Film-Credits konnte diese Angabe bislang nicht bestätigen.

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Quellen

Ottomar Domnick (1907–1989) | Lazi Akademie