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Biografie

Peter Keetman wurde am 27. April 1916 in Elberfeld, heute Wuppertal, als Sohn eines Konsuls und Bankdirektors geboren.

Peter Keetman wurde am 27. April 1916 in Elberfeld, heute Wuppertal, als Sohn eines Konsuls und Bankdirektors geboren. 1935 begann er sein Studium an der Bayerischen Staatslehranstalt für Lichtbildwesen in München. Nach Assistenzjahren bei Porträt- und Industriefotografen wurde er 1940 eingezogen und verlor 1944 als Eisenbahnpionier an der Ostfront sein linkes Bein.

Nach Kriegsende legte er 1948 die Meisterprüfung ab und arbeitete als Assistent für Adolf Lazi bei der Ausstellung "Die Photographie 1948" im Landesgewerbemuseum Stuttgart. Im September 1949 gründete er gemeinsam mit Otto Steinert, Toni Schneiders, Siegfried Lauterwasser, Wolfgang Reisewitz und Ludwig Windstoßer die Gruppe fotoform, am 17. September 1949 in Stuttgart. Die Gruppe trat 1950 erstmals öffentlich auf der Photokina in Köln auf.

Ostern 1953 verbrachte Keetman eine Woche im VW-Werk Wolfsburg und fotografierte die Käfer-Produktion ausschließlich mit Rolleiflex und natürlichem Tageslicht. Die entstandene Serie gilt als Klassiker der deutschen Industriefotografie. Parallel entwickelte er ab 1948/49 experimentelle Lichtschwingungsbilder und Öltropfen-Studien. Keetman wurde 1981 mit der David-Octavius-Hill-Medaille und 1991 mit dem Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie ausgezeichnet. Er starb am 8. März 2005 in Marquartstein, Bayern.

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Verbindung zu Adolf Lazi

1948 assistierte Peter Keetman Adolf Lazi bei Planung und Durchführung der Ausstellung "Die Photographie 1948" im Landesgewerbemuseum Stuttgart.

1948 assistierte Peter Keetman Adolf Lazi bei Planung und Durchführung der Ausstellung "Die Photographie 1948" im Landesgewerbemuseum Stuttgart. Es war die erste große Nachkriegs-Fotoschau Deutschlands. Lazi zeigte dabei großformatige Werke mit Schwerpunkt auf Werbefotografie. Keetman arbeitete gemeinsam mit seinem Freund Wolfgang Reisewitz, der später ebenfalls Gründungsmitglied von fotoform wurde.

Die jungen Fotografen erlebten die Ausstellung als zu konservativ für ihre Vorstellungen einer erneuerten Fotografie. Diese Enttäuschung beschleunigte die Gründung von fotoform im September 1949. Laut Keetman wollte die Gruppe den Konservatismus brechen und den Leuten die Augen öffnen.

Nach Angaben des Adolf-Lazi-Archivs beschrieb Keetman selbst, wie er die modernen Einflüsse jener Zeit "wie ein Schwamm" aufgesogen habe. Die Stuttgarter Zeit bei Lazi war damit der unmittelbare Vorgänger seiner avantgardistischen Karriere.

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Quellen