Abschrift des Video-Interviews, sprachlich geglättet. Die Fragen sind im Video nicht zu hören und hier aus dem Zusammenhang ergänzt.
Wer bist du?
Ich bin Andy. Ich bin hier an der Lazi Akademie zuständig für das Marketing der Akademie, für Öffentlichkeitsarbeit und auch für das Bewerbermanagement. Außerdem bin ich Dozent für Kreativtraining, Grafikdesign Praxis und Crossmedia Tools.
Was unterrichtest du?
An der Lazi Akademie bin ich vor allem in der Grundausbildung zuständig, vor allem im ersten Semester. In Grafik lernen wir, wie man mit Layouttechniken umgeht, die ersten Grundlagen der Geschäftspapierausstattung und wie man mit den Tools für grafikbezogene Arbeiten sauber arbeitet. Im Kreativtraining lernen wir, wie wir mit Ideen umgehen, Ideen und Konzeptionen entwickeln, coole, geile Ideen für Werbung, Outdoor Advertising, Plakatkampagnen, also alles querbeet. Wie komme ich auf die geile Idee? In Crossmedia Tools Grafik dreht sich viel um die Adobe Creative Cloud: der Einstieg in die Grundlagen von InDesign, Illustrator und Adobe Dimension, also auch schon ein bisschen dreidimensionales Arbeiten im ersten Jahr.
Wie bist du zur Lazi Akademie gekommen?
Hier, wo ich jetzt sitze, in der Lounge, habe ich mich immer sehr wohlgefühlt. Ich bin mit 18 aus meinem Nest im schönen Sachsen-Anhalt ausgezogen und nach Esslingen gezogen. Dort habe ich Ingo Lazi kennengelernt und meine vierjährige Ausbildung in der Lazi Medien-Werbeagentur gemacht. Ein toller Mensch, er hat mir sehr viel beigebracht. Ich habe dann auch den Titel Junior Art Director verliehen bekommen. Danach bin ich ein paar Jahre ins Ausland gegangen, nach Südafrika, um noch mehr Erfahrung zu sammeln. Heute bin ich wieder zurück und Teil des Teams, und es macht Spaß.
Wie bist du zum Unterrichten gekommen?
Damals war Rainer Hellmann in meinen ersten Unterrichtstagen mein Mentor. Er hat mir am Anfang viel beigebracht und viel geholfen. Irgendwann hat sich herausgestellt, dass ich voll Bock habe zu unterrichten und mein Wissen weiterzugeben. Das hat sich so entwickelt, dass ich immer mehr Lust und Spaß daran hatte und immer mehr Module übernommen habe. Es hat mich gereizt, mehr zu machen, und jetzt ist das ein großer Teil meiner Arbeit hier, bei dem ich mein Wissen weitergebe.
Was unterscheidet die Lazi Akademie von anderen Schulen?
Ich habe aus Interesse ab und zu andere Schulen besucht. Klar, man muss ja schauen, was in der Branche so geht, wie dort unterrichtet wird und welche Philosophien verfolgt werden. Dabei habe ich gemerkt, dass wir hier richtig geilen Scheiß machen. Das höre ich auch von Interessent/innen, die zum Infotag kommen: Wir sind hier anders, schon etwas Besonderes, klar, auch durch die Kulisse.
Was macht die Lazi Akademie besonders?
Das Besondere ist für mich zum einen die Du-Kultur. Die gibt es nicht überall. Sie schafft eine ganz andere Atmosphäre zwischen Dozent/innen und Studierenden, sodass man im Unterricht und in den Workshops ein kollegiales Miteinander hat. Außerdem sind hier alle sehr dynamisch, alle haben Bock, hier zu sein, und alle haben denselben Vibe und verfolgen dasselbe Ziel: kreativ zu arbeiten und zu denken. Das ist der Reiz, warum ich gerne hier bin. Alle sind auf einer Wellenlänge. Jeder kennt jeden, jeder hilft jedem. Das ist das Schöne, das ich mit der Du-Kultur meine, einfach eine coole Community.
Wenn in den Pausen viele Studierende auf dem Campus unterwegs sind, merkt man bei allen dieses Lebendige. Alle haben Lust, hier zu sein. Niemand muss hier sein, alle möchten an der Akademie sein, weil sie etwas lernen und kreativ arbeiten wollen. In den Pausen, während der Unterrichtszeiten und in den Workshops ist das einfach ein lebendiger Haufen, der Bock hat, gemeinsam coole Projekte zu stemmen.
Wie ist der Campus?
Die Sonnenterrasse, die neu auf dem Campus ist, ist schon geil. Da ist ein geiler neuer Unterrichtsraum entstanden, um auch mal im Freien schönen Unterricht zu machen, mit Hängematten und Co. Im Vergleich zu anderen Einrichtungen ist das hier keine Arbeit und keine Schule, wir sind ein Kreativcampus. Allein durch die Lage im Grünen, idyllisch am Wald gelegen, mit Grillstelle, Tischtennisplatte, Hängematten und Liegestühlen, ist es hier anders. Auch die Räume sind individuell eingerichtet, ein lebendiger Raum. Hauptsache, man hat die Leidenschaft und den Bock, etwas Neues zu lernen und neugierig zu sein.
Was lernt man bei dir?
Bei mir lernt man im Endeffekt den Einstieg in die Tools und Softwareanwendungen, in InDesign, Illustrator und Dimension, Layouttechniken und Gestaltungsgrundlagen. Ab dem zweiten Semester geht es dann etwas knackiger weiter. Dann braucht man manchmal vier, fünf der Tools, die wir gelernt haben, und muss sie zusammenführen. Im ersten Jahr der Grundausbildung macht man viele kleinere Projekte, um erst einmal in den Flow zu kommen, verschiedene Techniken, Tools und Anregungen zu bekommen und grob alle Themen kennenzulernen, die es in Grafik und Kommunikation gibt. Je höher man kommt, in Semester 3, 4, 5 und 6, desto tiefer geht es. Dann wird auch länger an Projekten konzipiert und entwickelt, um größere Projekte umzusetzen. Die können auch über mehrere Wochen oder Monate laufen, je nach Aufgabenstellung und Projektbriefing der Dozent/innen.
Wie läuft dein Unterricht ab?
Bei mir ist es so strukturiert, dass ich am Anfang mit wöchentlichen Miniübungen beginne. Je mehr Wissen die Studierenden in den Techniken, mit den Tools und in den kreativen Prozessen gesammelt haben, desto knackiger geht es zur Sache. Dann gibt es auch viele Teamarbeiten, bei denen nicht alleine vor sich hin gebrodelt wird, sondern man Teamarbeit lernt und lernt, mit Kritik von Teammitgliedern umzugehen.
Hast du ein Beispiel für ein Projekt?
Viele, die im ersten Semester anfangen, kennen sich noch nicht so gut und müssen erst warm werden. Dafür habe ich im Kreativtraining zum Beispiel ein cooles Projekt, bei dem wir in der Esslinger Innenstadt unterwegs sind. Zum einen müssen sie schlechte Plakate, schlechte Werbung und schlechte Logos fotografieren, die wir dann diskutieren. Dann müssen sie fünf bekannte Foto- oder Filmszenen nachstellen, zum Beispiel Titanic auf der Inneren Brücke vor Hunderten von Menschen. Das Beste, was die Studierenden machen: Sie bekommen von mir eine kleine Büroklammer, um aus ihrer Komfortzone herauszukommen. Was da manchmal herauskommt, ist krass. Das teuerste Produkt, das aus der Büroklammer hochgetauscht wurde, war eine Gin-Tonic-Flasche im Wert von 80 Euro.
Wie würdest du typische Lazi-Studierende beschreiben?
Wenn ich typische Lazi-Studierende beschreiben würde, würde ich sagen: neugierig und ein bisschen durchgeknallt. Typische Lazi-Studierende gibt es aber eigentlich nicht. Alle haben ihre eigene Art und ihre eigenen Eigenschaften, die sie mitbringen. Klar ist allen gemeinsam, dass sie neugierig sind und kreativ denken und arbeiten wollen.
Wie entwickeln sich die Studierenden?
Spätestens bei der Zwischenprüfung sehe ich, wie sie auf der Bühne stehen und ihre ersten großen Projekte präsentieren. Dann denke ich nur: Alter Schwede, was ist aus denen geworden? Das ist ein mega Sprung, den sie gemacht haben. Die meisten fangen ganz klein an, und wenn sie in der Zwischenprüfungsphase sind, merkt man, dass sie eine persönliche Reife bekommen haben. Das ist immer geil zu sehen, auch die persönliche Entwicklung. Das kreative Handwerk ist klar, keine Frage. Aber man will ja auch eine coole Ausbildung machen, um menschlich zu wachsen und erwachsen zu werden. Dafür sind wir als Dozent/innen auch da.
Worauf bist du stolz?
Alle Studierenden, die etwas abgeben, haben immer ihr Bestes gegeben, und deshalb bin ich eigentlich auf alle stolz. Alle geben immer ihr Bestes, und es kommen richtig tolle Sachen heraus, weil wir während der Projekte viele Zwischenstände, Feedbacks und Besprechungen machen. Deshalb ist für mich jedes Projekt ganz besonders, weil alle ihr Bestes geben und richtig coole Sachen machen.
Wo arbeiten die Absolvent/innen später?
Die Klassiker sind interne Marketingabteilungen, Werbeagenturen und viele Film- und Fotoproduktionsstudios, soweit ich das mitbekomme.
Hast du noch Kontakt zu ehemaligen Studierenden?
Man hat viel Kontakt zu ehemaligen Studierenden. Mit vielen bin ich noch in Kontakt, oder sie kommen zu Campusfesten vorbei und sagen Hallo, und zur Werkschau kommen auch viele Absolvent/innen. Da kommt der Kontakt immer wieder zurück. Viele lade ich auch zu Vorträgen ein, zum Beispiel zu den Extensions, bei denen sie aus ihrem Leben berichten und erzählen, was sie gemacht haben. Wir haben auch viele Alumni, die schon seit 30, 40 Jahren auf dem Markt sind. Die kommen auch immer gerne her und berichten, was sie die ganze Zeit nach der Lazi gemacht haben.
Was nimmt man von der Lazi Akademie mit?
Die Lazi ist nicht nur eine Bildungseinrichtung, bei der man denkt, man lernt ein bisschen Grafikdesign. Es ist das ganze Drumherum: das crossmediale Denken, das fachbereichsübergreifende Handeln, die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen. Das macht es besonders, dass du nicht nur weißt, wie du schöne Grafiken erstellst oder ein Logo oder einen Flyer gemacht hast, sondern dass du dich durch das Crossmediale hier crossmedial für die Berufswelt aufstellst. Ich finde es cool, dass man dadurch vielfältig eingesetzt werden kann und Arbeitgeber/innen oder in der Selbstständigkeit einen Mehrwert bietet.
Wer passt zur Lazi Akademie?
Wer passt zu uns? Das ist eine sehr gute Frage. Jeder Mensch, der zeichnet oder gerne fotografiert, auch wenn es nur Urlaubsfotos als Hobby sind, der Videos mit CapCut schneidet, regelmäßig Social-Media-Sachen postet, der einfach neugierig ist, kreativ und mit offenen Augen durch die Welt läuft und sich von coolem Design angesprochen fühlt. Der passt hierher. Ich würde es jedem empfehlen. Punkt.
Warum lohnt sich der Infotag?
Man bekommt einen Blick hinter die Kulissen, einen richtig ehrlichen Einblick. Da wird nichts versteckt, und da wird nichts extra aufgehängt, nur weil es für Besucher/innen schön aussieht. Es ist eine coole Campustour aus dem laufenden Betrieb und eine schöne Präsentation, bei der man die ganze Akademie in einer kompakten Dreiviertelstunde im Überblick richtig kennenlernt. Man kann seine Fragen auch noch einmal persönlich stellen und im Anschluss direkt ein Vorstellungsgespräch führen. Man kann mit Studierenden quatschen, die herumlaufen, und schon mit Dozent/innen connecten. Wer Lust hat, kann bei laufenden Produktionen zuschauen. So ein Blick hinter die Kulissen ist sehr wertvoll.
Warum sollte man die Werkschau besuchen?
Die Werkschau sollte man besuchen, weil es zum einen immer leckeren Sekt gibt. Es gibt ein cooles Red-Carpet-Shooting, bei dem man schöne Bilder machen kann, wenn man ein bisschen Hollywood-Style haben möchte. Und klar, bei der Ausstellung der Werke der Zwischenprüflinge und der Absolvent/innen kann man die Qualität sehen, die hier entsteht. Man kann erste Kontakte zu Dozent/innen aufbauen, mit Studierenden quatschen, und es ist einfach eine geile Abendveranstaltung.
Die Lazi in drei Worten?
Dynamisch, kreativ und praxisorientiert.
