Abschrift des Video-Interviews, sprachlich geglättet. Die Fragen sind im Video nicht zu hören und hier aus dem Zusammenhang ergänzt.
Wer bist du?
Ich bin Anthi, ich bin 44 und Dozentin hier an der Lazi für Online Marketing.
Was unterrichtest du?
Im Online Marketing sprechen wir natürlich viel über die Basics, also darüber, wie man Marketing betreibt. Wir arbeiten hier viel mit Kreativen, mit Grafiker/innen und Fotograf/innen, die später ihre Dienstleistungen in irgendeiner Form bewerben. Das ist noch einmal ein schwierigerer Fall, als wenn man einfach nur Produkte bewirbt. Wir arbeiten uns von einem Semester zum nächsten immer tiefer in die Materie, sodass die Studierenden danach selbstständig in der Lage sind, ihre eigene Dienstleistung zu vermarkten. Das ist für mich das Wichtigste: dass sie wirklich etwas für sich mitnehmen können.
Wie bist du zur Lazi Akademie gekommen?
Ich glaube, ich habe mich ganz normal bei euch beworben, oder? Ich kann mich noch an das Bewerbungsgespräch erinnern, bei dem wir beide eigentlich gar nicht standesgemäß angezogen waren: ich bauchfrei mit Lederjacke und du mit deinen Adiletten. Das war total witzig. Aber genau das ist der Flow, den man hier hat, genau der Vibe, der mir hier gefällt: dass man einfach man selbst sein kann. Und dass die Studierenden hier so individuell und so besonders sind und hier sein dürfen, wer sie sind. Das ist es, was die Lazi Akademie ausmacht.
Was gefällt dir am Unterrichten?
Ich glaube, es ist diese Begeisterung, die ich für Marketing habe und die ich gerne weitergeben möchte. Ich merke ganz häufig, dass Studierende zu mir kommen und sagen: „Boah, das Thema reizt mich total.“ Das gefällt mir am meisten: diese Leidenschaft fürs Marketing weiterzugeben und die Leute damit anzustecken. Ich unterrichte das aber immer auch mit der nötigen Kritik, die es braucht. Denn Marketing an sich kann auch ein bisschen manipulativ sein, und dafür braucht es den nötigen Blick.
Was macht die Lazi Akademie besonders?
Wie gesagt, vor allem dieses kreative Flair und dieses familiäre Flair: dass wir uns alle kennen, dass wir uns duzen, dass wir alle auf Augenhöhe sind, dass Dozent/innen und Studierende in der Pause zusammensitzen und dass wir alle einfach eine Gemeinschaft sind.
Wie unterscheiden sich die Fachbereiche im Marketing?
Wenn wir zum Beispiel im fünften Semester in die Praxisaufgabe gehen und alle ihre eigene Dienstleistung vermarkten, merkt man die Unterschiede ganz deutlich. Für die Filmer/innen ist es zum Beispiel schwieriger, sich in einer Nische zu positionieren, was ziemlich wichtig ist, um nach außen eine klare Präsenz und ein klares Branding zu haben. Das fällt ihnen immer ein bisschen schwerer als beispielsweise den Grafiker/innen oder den Fotograf/innen. Dabei kann man natürlich voneinander lernen. Wir besprechen das immer und haben alle drei Bereiche im Blick. Im Grunde braucht es für einen guten Kanal ja immer die Fertigkeiten aus allen dreien. Das ist eigentlich das Coole daran, und so lernen alle voneinander.
Gerade Kreative haben meistens das Problem, dass die Außenwirkung lautet: Ihr macht ja das, was euch Spaß macht, ihr macht euer Hobby zum Beruf. Entsprechend ist es für viele Kreative schwierig, angemessen dafür vergütet zu werden. Es ist wichtig, dass sie lernen: Egal wie gern man das macht, am Ende muss man davon leben können und damit Geld verdienen.
Was passiert mit den Kanälen nach der Ausbildung?
Es gibt natürlich manche, die herausstechen, die das direkt im Anschluss beruflich machen und den Kanal, den wir zusammen aufgebaut und entwickelt haben, weiterführen, und zwar total erfolgreich. Die verfolge ich natürlich, like immer und unterstütze sie, klar.
Wie ist die Atmosphäre?
Die Atmosphäre muss man, glaube ich, einfach erleben, wenn man hier ist. Wie gesagt: Hier darf jeder sein, wie er ist, und ich glaube, das macht es am meisten aus. Die Studierenden werden hier angenommen, wie sie sind, auch untereinander. Manchmal ist es hier wie auf einem Laufsteg, man sieht einfach alles. Alles darf sein, und alles ist gleichwertig. Das finde ich hier so toll.
Was lernen die Studierenden bei dir?
Im vierten Semester beginnen wir natürlich mit den Basics des Marketings, denn die allermeisten Studierenden hatten noch keine Berührungspunkte mit dem Thema Marketing. Wir starten mit Basismodellen, mit Marketingmodellen: Was ist überhaupt Kommunikation, wie wirkt Kommunikation, welche Fehler kann man beim Kommunizieren machen? Denn Werbung ist nichts anderes als Kommunikation: Es gibt einen Sender, der eine Botschaft übermittelt. Dann gehen wir die Schritte durch, die es in einem Verkaufsablauf braucht, also eine Customer Journey: Wie geht man vor, wie erregt man die Aufmerksamkeit der Leute, wie bindet man das Interesse, wie schafft man langfristig ein Kaufverlangen? All das gehen wir über unterschiedliche Modelle durch. Das ist die Basis, damit man die Grundlagen versteht.
Dann analysieren wir im vierten Semester auch bestehende Unternehmen, zum Beispiel Start-ups auf Instagram. Man sucht sich jemanden aus, macht eine Präsentation dazu und wendet die Modelle, die wir in der Theorie gelernt haben, in der Praxis an. Das ist grob das, was wir im vierten Semester machen.
Im fünften Semester geht es dann noch tiefer, vor allem ganz tief ins Content Marketing. Wir schauen uns an, wie ein Content Funnel funktioniert und welche Stufen der Awareness die Kund/innen haben, weil wir sie abholen müssen. Nicht alle Besucher/innen auf unserem Social-Media-Kanal sind auf der gleichen Stufe: Die einen haben noch nie etwas von uns gehört, die anderen schon, und wir müssen alle gleichwertig bedienen. Dann geht es in den eigenen Social-Media-Kanal, und darauf sind die meisten schon richtig heiß. Ich finde es total cool, was da passiert, auch die ganzen neuen Vlogs, die die Lazi richtig toll repräsentieren.
Ich glaube, das Projekt, auf das sich wirklich die meisten freuen, ist tatsächlich der eigene Kanal. Manche haben natürlich keine Berührungspunkte zu Social Media oder wollen das gar nicht. Wer sagt: „Ich will nicht auf Social Media präsent sein, ich habe da meine Ängste“, kann das auch alles als Mock-up machen. Aber die allermeisten freuen sich wirklich sehr darauf, sind ganz heiß drauf und arbeiten richtig darauf hin. Das merkt man auch daran, wie sehr sie sich freuen, wenn es losgeht.
Gibt es typische Lazi-Studierende?
Typisch ist, dass es nicht typisch ist. Hier ist jede und jeder besonders.
Entwickeln sich die Studierenden hier?
Ja, auf jeden Fall. Das merkt man, wenn man die Erstsemester sieht und wie sie sich entwickeln. Man sieht schon, wie sie hier wachsen, und in meinem Unterricht sehe ich das natürlich auch. Doch, das merkt man ganz stark.
Auf welche Projekte bist du stolz?
Es gibt einzelne Projekte, auf die ich ganz stolz war. Was heißt ich: Die Studierenden können natürlich stolz darauf sein, weil sie sie umgesetzt haben. Aber wie gesagt, ich folge eigentlich den meisten, die das langfristig machen. Da schaue ich immer wieder rein, und manchmal denke ich: Wow, das ist richtig toll. Was man wirklich erreichen kann, wenn man dranbleibt und an sich glaubt, das versuche ich ihnen auch mitzugeben, natürlich auch auf mentaler Ebene. Zum Beispiel, Durststrecken auf so einem Kanal mitzunehmen, die es immer wieder gibt, und zu sehen, was man bewirken kann, wenn man es durchzieht.
Ganz häufig versucht man, alles perfekt zu machen, bevor man etwas hochlädt, und immer nur perfekte Videos zu zeigen. Mir persönlich ist es schon so oft passiert, dass ich ein Video hochgeladen habe, bei dem ich dachte: Soll ich, soll ich nicht, das ist eigentlich total schlecht. Und dann performt es viel besser als das perfekte, bei dem man sich so viel Mühe gegeben hat. Social Media ist unberechenbar, das macht es manchmal auch so spannend. Man muss sich diese Perfektion einfach abgewöhnen und machen. Das ist es, was die Menschen am Ende reizt. Social Media hat eigene Regeln.
Hast du ein Beispiel?
Wie gesagt, bei manchen beobachtet man, dass sie den Beruf wirklich leben, vor allem auf selbstständiger Basis. Melissa zum Beispiel macht das ganz toll. Sie hat sich als Fotografin selbstständig gemacht und macht zum Beispiel Familien- und Babyshootings. Sie hat einen unglaublich tollen Kanal entwickelt. Das ist immer mein Vorzeige-Account, weil sie das wirklich durchgezogen hat. Sie hat eine richtig schöne Bildsprache und einen richtig schönen roten Faden in ihrem Account. Sie macht das wirklich toll, und ich glaube, sie kann bestimmt sehr gut von dem leben, was sie da macht. Wir können ihren Account ja im Video verlinken.
Warum würdest du die Lazi Akademie empfehlen?
Ich würde sie empfehlen, weil man hier wirklich seine Kreativität ausleben kann. Man hat hier die Umgebung, um sich zu entfalten, kreativ zu sein und man selbst zu bleiben, und trotzdem diese schöne familiäre Atmosphäre, in der man sich in seiner Kreativität richtig austoben kann.
Für wen ist die Lazi Akademie das Richtige?
Für alle, die wirklich gerne kreativ sind, die Lust auf diese kreativen Berufe haben und denen es wichtig ist, nicht nur eine Nummer zu sein, sondern hier wirklich als Persönlichkeit gesehen zu werden.
Warum lohnt sich der Infotag?
Ich glaube, der Infotag ist wichtig, um das alles hier wirklich live zu erleben: wie die Atmosphäre ist, wie der Campus ist, wie die Menschen sind, die Dozent/innen, die hier arbeiten, aber auch die Studierenden. So bekommt man einen echten Einblick.
Warum lohnt sich die Werkschau?
Die Werkschau ist ein unglaublich tolles Event, bei dem man die Arbeiten des vierten Semesters und der Absolvent/innen sehen kann. Es ist ein unglaublich tolles, kreatives Event, bei dem man alle Arbeiten besichtigen kann und die Studierenden sie selbst vorstellen und etwas dazu sagen. Man kann sie auch dazu befragen. Die Location ist immer toll, es ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Die Lazi in drei Worten?
Kreativ, individuell und witzig.
