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Abschrift des Video-Interviews, sprachlich geglättet. Die Fragen sind im Video nicht zu hören und hier aus dem Zusammenhang ergänzt.

Wer bist du und was machst du an der Lazi Akademie?

Hallo, ich bin Philip Vogt, Fachbereichsleiter im Fachbereich Fotodesign & Digital Imaging. Ich begleite hier die Studierenden vom ersten bis zum sechsten Semester. Ich bin für die praktische Ausbildung verantwortlich und begleite die Fotodesigner/innen vor allem praktisch in den Studios, konzeptionell und bei der Ideenentwicklung. Zum anderen bin ich Dozent für die ganze Bildbearbeitung und Bildgenerierung vom ersten bis zum sechsten Semester. Ich begleite die Leute und bringe ihnen die Programme bei: wie aus gutem Ausgangsmaterial, das im Studio oder wo auch immer on Location entstanden ist, noch wirklich etwas Gutes herausgeholt werden kann.

Wie bist du zur Fotografie und an die Lazi gekommen?

Das ist eine schöne Geschichte. Ich habe schon immer viel fotografiert. Egal, wo ich war, hatte ich meine Digitalkamera dabei, die mir mein Vater damals geschenkt hatte. Dann bin ich ein Jahr durch Neuseeland gereist und hatte natürlich auch dort meine Kamera dabei. Da ist mir wirklich bewusst geworden, mit wie viel Freude ich Energie in die Fotografie stecke. Wir sind nachts aufgestanden und auf Berge gestiegen, nur um das perfekte Licht zu bekommen. Da hat sich herauskristallisiert: Ich will Fotograf werden, Fotodesigner, etwas mit Fotografie machen, etwas mit Gestaltung machen, mit Bildern Geschichten erzählen.

Mir hat das einfach Spaß gemacht, und das Schöne war hier, und ist es immer noch, das Praxisnahe: das Ausführende und wirklich Ergebnisse zu bekommen, die man sich sauber anschauen kann. So ist irgendwie eins zum anderen gekommen: Assistent, Dozent Fotodesign, und dann wurde hier eine Stelle in der Postproduction frei.

Warum unterrichtest du?

Ich bin hier, weil es mir natürlich super viel Spaß macht, mit jungen Leuten zu arbeiten, und weil ich so nebenher auch noch meine Selbstständigkeit betreibe. Hier sind so kreative Spinner, und plötzlich redet man über die Blende oder was weiß ich, über Bildgestaltung.

Das Arbeiten mit jungen Leuten, das Weitergeben von Wissen, zusammen Problemlösungen zu erarbeiten: Am Anfang, in den unteren Semestern, sind es manchmal echt nur ganz kleine Sachen, vielleicht eine falsche Einstellung oder ein falsches Kabel. Wenn ich mein Wissen teilen kann und dann sehe, wie die Leute hier im ersten Semester teilweise mit relativ wenig Grundwissen reinkommen und wie sie dann bei der Werkschau dastehen und stolz sind, dann macht mich das echt glücklich. Es freut mich, wenn ich sehe, was daraus wird.

Was macht die Lazi besonders?

Das Familiäre. Wir haben hier alle wirklich ein gutes Verhältnis miteinander, auch der Austausch mit den anderen Dozent/innen. Hier sprechen alle die gleiche Sprache, und das ist schön. Das Zusammenarbeiten macht das Feeling hier an der Akademie maßgeblich aus.

Wie praxisnah ist die Ausbildung?

Wir arbeiten so, wie es draußen in der freien Wirtschaft ist. Es hat das praktische Arbeiten. Ich würde sagen, bei der Vorbereitung auf da draußen sind wir recht gut aufgestellt: mit fiktiven Kundenaufträgen. Und wenn ich draußen bei meinen Jobs etwas Neues lerne, kann ich das natürlich direkt mitbringen.

Wie ist der Campus?

Schön, einfach nur schön. Mehr gibt es dazu, glaube ich, nicht zu sagen.

Die Lazi in drei Worten?

Kreativ, schön. Es ist eine Wohlfühloase. Ich selbst freue mich jeden Tag, hierherzukommen. Ich fühle mich selbst wohl, wir haben hier alles, was man braucht.

Läuft immer alles glatt?

Es läuft nicht immer alles gut. Die Leute müssen Models buchen, sie müssen bei uns Equipment buchen, sie müssen Locations buchen, und dann gibt es eine Absage.

Wie läuft die Ausbildung im Fachbereich ab?

Im Prinzip läuft es so ab, dass die Studierenden im ersten und zweiten Semester in die Grundausbildung gehen. Da lege ich erst einmal das Hauptaugenmerk auf Technik: das Verständnis, wie eine Kamera überhaupt funktioniert und was ich einstellen muss, um das hinzubekommen, was die Aufgabe fordert. Ein ganz, ganz großes Thema ist dann natürlich das Licht: das Arbeiten mit Licht, sich Formen und Farbe zunutze machen, um genau das hinzubekommen, was der Kunde möchte. Das ist in den ersten Semestern ganz wichtig und geht auch noch ins dritte Semester hinein. Da geht es dann noch einmal wirklich ans Eingemachte, um ganz spezielle Techniken, die wirklich wichtig sind.

Im vierten Semester geht es dann schon in die Zwischenprüfung. Das läuft so ab, dass die Zwischenprüfungen konzipiert werden. Das sind dann auch Serien. Da wird schon größer gedacht, alles mit einem roten Faden, mit einer Klammer, und immer mit den Fragen: Warum mache ich das? Was will ich damit ausdrücken? Wen will ich damit erreichen? Was will ich mit meinem Bild erzählen? Da sieht man zum ersten Mal, welche Früchte die ersten Semester tragen. Denn bis dahin haben sie die Technik so weit verstanden, dass die Umsetzung der Ideen, die sie über die Konzeptentwicklung generieren, gar nicht mehr das Problem ist. Sie bekommen mit der Technik das hin, was sie aussagen wollen. Das ist für mich ein ganz, ganz wichtiger Punkt: dass die Technik später nicht mehr limitierend ist für das, was sie sich vorstellen und was sie aussagen wollen.

Im Idealfall laufen im vierten Semester zum ersten Mal wirklich größere oder richtig große Produktionen.

Wie begleitest du die Studierenden bei ihren Produktionen?

Die Leute stellen sich hier ihre Teams und ihre Assistent/innen zusammen, natürlich immer auch mit meiner Expertise. Wir reden über Bildideen. Was passiert, wenn es gerade nicht gut läuft? Mache ich weiter? Stecke ich den Kopf in den Sand, oder gebe ich richtig Gas? Das ist auch etwas, das ich hier so liebe: das Arbeiten mit den verschiedenen Charakteren. Es ist super spannend, mit so vielen verschiedenen Menschen zu arbeiten und auf die Leute einzeln einzugehen. Da merkt man dann auch, dass viel Energie drinsteckt.

Welche Projekte begeistern dich besonders?

Für mich sind es immer die freien Projekte, die die Studierenden machen können. Das finde ich ganz wichtig: dass sie auch einmal ohne Vorgabe von mir genau das machen, was sie wollen, sich selbst das Konzept schreiben und sich selbst die Aufgabenstellung geben. Es ist immer super schön zu sehen, was die Leute antreibt und in welchem Bereich sie gern fotografieren.

Aktuell haben wir im vierten Semester ein super Projekt geplant. Das wird eine groß angelegte inszenierte Fotografie aus einem surrealen Film. Also etwas Verrücktes: Jede und jeder hat eine Aufgabe, alle planen mit, und wir sind alle zusammen an einem Projekt dran.

Was lernt man außer Fotografie?

Was ich super wichtig und auch essenziell finde: Wir sind hier durch die vielen Module, die wir haben, wirklich breit aufgestellt. Also nicht nur ganz klar mit Tunnelblick: Wir haben Marketing, wir haben Storytelling. Das sind alles Dinge, die wichtig sind. Breit aufgestellt sein, aus allen Bereichen, die in der visuellen Kommunikation einfach wichtig sind.

Wie entwickeln sich die Studierenden?

Wo die Leute herkommen und wo sie danach im sechsten Semester stehen: Das ist unglaublich, was da passiert. Die Leute werden in den drei Jahren natürlich auch erwachsener und einfach reifer. Der Lernerfolg, von vielleicht unter 10 Prozent zu nachher, ich würde mal sagen, 80 bis 90 Prozent, ist auf jeden Fall spürbar. Witzig ist, wenn die Leute im sechsten Semester, das mache ich oft, sich noch einmal die Aufgaben aus dem ersten Semester anschauen. Wenn sie dann sagen: „Ja, ist ein cooles Bild, aber das könnte ich heute so und so und so besser“, dann ist das schon schön zu sehen.

Wie läuft die Aufnahmeprüfung ab?

Die Aufnahmeprüfung besteht hier aus einem Besuch des Infotags und dem anschließenden Bewerbungsgespräch. Für uns ist das Wichtigste zu sehen, dass für die Gestaltung, fürs Geschichtenerzählen, fürs Fotografieren ein Feuer da ist. Für mich ist es wichtig zu merken: Okay, die Leute kommen zu mir und wollen wissen, wie das jetzt geht. Das finde ich super wichtig. Und wenn man das in so einem Vorstellungsgespräch herausbekommt, mit der Aufgabe, die sie dann bekommen, und es passt, dann sind sie hier.

Was können die Studierenden am Ende der Ausbildung?

Sie sind fit, sie können eigene Produktionen machen. Die Leute können am Ende ein Konzept entwickeln, sie können Kund/innen beraten.

Für wen ist der Fachbereich das Richtige?

Wer Lust hat auf die Fotografie und auf das ganze Drumherum, Geschichten zu erzählen, vielleicht auch sich selbst zu erzählen, die persönliche Sicht auf die Welt zu erzählen, für den ist das hier genau das Richtige.

Warum lohnt sich der Infotag?

Weil die Leute, die hierherkommen, das Feeling hier sofort spüren. Davon bin ich überzeugt. Es gibt einen guten Einblick in unseren Campus. Schön ist natürlich auch, wenn gerade Produktionen laufen und die Leute einmal sehen können, wie so etwas abläuft und ablaufen kann, und das Feeling hier einfach mitnehmen.

Was ist die Werkschau?

Die Krönung von allem. Da werden die Abschlussprojekte gezeigt, da werden die Zwischenprüfungsprojekte gezeigt. Da wird die Quintessenz gezeigt. Da sieht man: Okay, die Leute haben vielleicht bei null angefangen, und das steht jetzt da, das kommt dabei heraus. Die Werkschau ist super, einfach super toll.

Infotag

Sei am Mittwoch dabei.
Bring Eltern oder Freunde mit.

Ein halber Nachmittag, der dir drei Jahre Klarheit bringen kann. Kostenlos, unverbindlich, ehrlich.

  • Rundgang durch Studios, Schnitträume und Tonstudio
  • Echte Absolventenfilme sehen
  • 1:1-Beratung zu Bewerbung & BAföG
  • Studierende direkt fragen
  • Kaffee, kein Sales-Pitch
  • Auch online möglich

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Philip Vogt, Fachbereichsleiter Fotodesign und Digital Imaging | Lazi Akademie