Kultur & Identität — Lazi Akademie Esslingen
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Kultur & Identität

Wie Medien Identitäten formen und wie wir darauf reagieren

Worum es in diesem Modul geht

Das Modul Kultur & Identität beschäftigt sich mit der Frage, wie Zugehörigkeit, Repräsentation und öffentliche Identität in modernen Gesellschaften entstehen — und welche Rolle Medien dabei spielen. Es verbindet kulturwissenschaftliche Perspektiven mit praktisch-gestalterischen Aufgaben: Die Studierenden untersuchen digitale Lebenswelten (Feeds, Profile, Meme), klassische kulturelle Praktiken und die Mechaniken, die Sichtbarkeit erzeugen.

Analytische Grundlagen & zentrale Fragen

Ein zentrales Lernziel ist die Fähigkeit, kulturelle Phänomene analytisch zu beschreiben: Wie strukturieren Medien soziale Räume? Welche Rollenbilder werden wiederholt, welche marginalisiert? Wie wirken Algorithmen, Plattformdesign und Produktionspraktiken auf Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit? Die Arbeit umfasst:

  • Beobachtung & Feldforschung: Feed-Analyse, Interviews, Mikroethnographie.
  • Bild- und Diskursanalyse: Semiotik, Diskursanalyse, Visual Methods.
  • Kontextualisierung: historische und soziokulturelle Einbettung von medialen Phänomenen.
  • Praktische Reflexion: Wie übersetze ich Analyseergebnisse in Design- oder Kommunikationsentscheidungen?

Methodisch bedeutet das: kurze Research-Assignments, visuelle Essays, kleine Interviewprojekte und die Entwicklung von Gestaltungsstrategien, die die Komplexität von Identität angemessen abbilden.

Typische Aufgaben sind: Erstellung einer visuellen Fallstudie zu einem Community-Phänomen, ein kurzes Projekt zur Repräsentation in sozialen Medien mit Prototyping von Gegenstrategien, oder ein Visual Essay, das die Entwicklung einer Jugendkultur historisch und medial nachzeichnet.

  1. Research-Phase: Auswahl eines Phänomens, Quellenlage, erste Hypothesen.
  2. Entwicklungsphase: Visual Essay / Prototyp / Intervention.
  3. Reflexionsphase: Kontextualisierung, Lessons Learned, mögliche Transfers in die eigene Praxis.

Erwartetes Lernergebnis: Die Studierenden können mediale Identitätsprozesse analysieren, kritisch bewerten und mittels gestalterischer oder kuratorischer Strategien auf sie reagieren. Sie entwickeln sensibilisierte Blickweisen für Diversität, Macht und Sichtbarkeit.

Identität ist nie nur individuell — sie ist das Produkt von sozialen Praktiken, Plattformen und ästhetischen Formen. Dieses Modul macht diese Mechanik sichtbar.

Infotag · 13. Mai · 15:00 Uhr · Vor Ort

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