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Blackmagic Pocket Cinema Camera 12K (BMPCC 12K) ist eine professionelle Cinema-Kamera mit 12K-Super-35-Sensor (12.288 × 6.480 Pixel), Blackmagic-RAW-Aufzeichnung intern, 14 Blendenstufen Dynamikumfang und L-Mount für maximale Bildqualität und VFX-Flexibilität.

Rubrik: Equipment · Unterrubrik: Kameras · Niveau: Fortgeschritten Synonyme / Auch bekannt als: BMPCC 12K, Pocket 12K

Was ist die Blackmagic Pocket Cinema Camera 12K?

Die Blackmagic Pocket Cinema Camera 12K wurde 2020 vorgestellt und war bei Einführung die Kamera mit der höchsten Auflösung in der Pocket-Cinema-Reihe von Blackmagic Design. Mit einem 12K-Sensor im Super-35-Format bietet sie Möglichkeiten für extrem hochauflösende VFX-Plates, massiven Reframing-Spielraum und qualitativ überlegenes Oversampling auf 4K oder 6K-Finalschnitt. Die Kamera richtet sich an Filmemacher, die maximale Auflösung für VFX-intensive Produktionen, Werbespots und anspruchsvolle Dokumentationen benötigen, ohne in ein Full-HD-High-End-Cinema-System investieren zu müssen. Sie arbeitet mit dem Blackmagic-RAW-Format (BRAW) und ist vollständig in den DaVinci-Resolve-Workflow integriert.

Technische Spezifikationen

  • Sensor: 12K Super-35 CMOS (27,03 × 14,25 mm; Crop-Faktor ca. 1,33× gegenüber Vollformat)
  • Effektive Auflösung: 12.288 × 6.480 Pixel (ca. 79,6 MP effektiv)
  • Dynamikumfang: 14 Blendenstufen (Blackmagic-Angabe, ein Stopp mehr als BMPCC 4K/6K)
  • ISO-Bereich: ISO 80–19.200; Dual-Native-ISO: 800 und 3.200
  • Videoauflösung: 12K (12.288 × 6.480) bis 25p; 12K 2.4:1 (12.288 × 5.120) bis 30p; 8K (8.192 × 4.320) bis 30p; 6K (6.144 × 3.240) bis 60p; 4K DCI bis 120p; 4K UHD bis 120p; 2.4K bis 220p; Full HD bis 240p
  • RAW intern: Blackmagic RAW (BRAW): 3:1, 5:1, 8:1, 12:1 Komprimierung; bis zu 4.344 Mbit/s (3:1, 12K)
  • Farbtiefe: 12-Bit BRAW; 10-Bit ProRes (4:2:2) in reduzierten Auflösungen
  • Farbprofile: Blackmagic Design Film Gen 5, Video, Extended Video, Rec.709
  • Codecs: BRAW (intern); ProRes HQ, 422, LT, Proxy (intern, nur bis 6K)
  • ND-Filter: kein integrierter ND-Filter
  • Objektivanschluss: L-Mount (Leica L)
  • Autofokus: eingeschränkter Kontrast-AF mit kompatiblen L-Mount-Objektiven
  • Bildstabilisierung: kein IBIS
  • Anschlüsse: USB-C (10 Gbit/s, für externe SSD-Aufnahme), HDMI Typ A (Full), 3,5-mm-Mikrofon, 3,5-mm-Kopfhörer, Mini-XLR, DC-Eingang (12V)
  • Monitor: 5-Zoll-Touchscreen (1.920 × 1.080)
  • Sucher: kein integrierter Sucher
  • Speicher: CFexpress Typ B (für 12K notwendig), CFast 2.0 (nur bis 6K 60p), USB-C-SSD
  • Akku: LP-E6 (externe 12V-Versorgung für Dauerbetrieb empfohlen)
  • Abmessungen: 148,5 × 85,7 × 64,8 mm
  • Gewicht: ca. 907 g (ohne Akku)
  • Kühlung: passiv; in 12K sind Aufnahmelimits durch Wärme möglich

Stärken & Schwächen

Stärken:

  • 12K Auflösung für maximalen Reframing-Spielraum und VFX-Plates
  • 14 Blendenstufen (mehr als BMPCC 4K und 6K)
  • 4K 120p aus 12K-Oversampling für außergewöhnliche Schärfe
  • Nahtlose DaVinci-Resolve-Integration
  • Deutlich günstigerer 12K-Einstieg als vergleichbare Systeme

Schwächen:

  • Kein integrierter ND-Filter (Nachteil gegenüber 6K G2)
  • 12K-RAW-Daten sind sehr groß (bis 4.344 Mbit/s im 3:1-Modus)
  • Passivkühlung limitiert 12K-Langzeitaufnahmen
  • Kein IBIS, kein schwenkbarer Monitor
  • CFexpress Typ B für 12K zwingend (teuer)

Für wen geeignet?

Die BMPCC 12K ist primär für VFX-intensive Produktionen geeignet: Kurzfilme und Spielfilme mit digitalen Effekten, Greenscreen-Produktionen, die aus 12K-Material skalieren und beschneiden, und Naturdokumentationen, bei denen nachträgliches Reframing (z. B. für unterschiedliche Endformate) notwendig ist. Werbespot-Produzenten, die höchste Bildqualität bei moderatem Budget benötigen, profitieren vom 4K-HQ-Oversampling aus dem 12K-Sensor. Für Einsteiger und Content Creator ist die Datenmenge und der Speicheraufwand in der Regel zu hoch – die BMPCC 4K oder 6K G2 sind bessere Einstiegsoptionen.

In der Praxis

Im 12K-Workflow sind CFexpress-Typ-B-Karten mit sehr hoher Schreibrate unerlässlich (mindestens 1.700 MB/s für 12K 3:1 BRAW). Eine externe SSD über USB-C kann bei 12K/5:1 als Alternative dienen. In DaVinci Resolve werden 12K-BRAW-Dateien mit GPU-Beschleunigung verarbeitet; für Echtzeit-Wiedergabe in 12K sind Workstations mit moderner GPU (NVIDIA RTX 4080 oder höher) und schnellem NVMe-RAID notwendig. Im Produktionsalltag wird häufig in 6K oder 8K mit BRAW aufgenommen und erst in Post auf 12K skaliert oder im 12K-Master für VFX gearbeitet. Sigma-Art-Objektive im L-Mount bieten ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis für die BMPCC 12K.

Vergleich & Abgrenzung

  • Blackmagic BMPCC 6K G2: Integrierter ND-Filter, L-Mount, 6K, deutlich einfacherer Speicher-Workflow. Für die meisten Produktionen ohne 12K-Anforderung die praktischere Wahl.
  • Blackmagic URSA Mini Pro 12K: Gleicher 12K-Sensor, aber im größeren URSA-Gehäuse mit professionellerem Interface (XLR, SD-RAW intern auf Cfast), besserer Ergonomie und mehr Anschlüssen. Deutlich teurer.
  • RED V-RAPTOR 8K VV: 8K Large Format mit Global Shutter, professionelleres Cinema-Ökosystem, aber ein Vielfaches des Preises.

Häufige Fragen (FAQ)

Braucht man wirklich 12K für normale Filmproduktionen? Für reine 4K-Finales ist 12K selten notwendig. Die Hauptvorteile sind: massiver Reframing-Spielraum (ein 4K-Crop ist nur ein Bruchteil der Gesamtfläche), VFX-Qualität für Compositing, und überlegene Schärfe durch extremes Oversampling. Für viele Produktionen ist 6K oder 8K ausreichend und deutlich einfacher zu handhaben.

Welche Speicherkarten braucht man für 12K-BRAW? Für 12K-BRAW im 3:1-Modus sind CFexpress-Typ-B-Karten mit mindestens 1.700 MB/s Schreibrate notwendig. ProGrade Digital 4.0TB CFexpress Typ B oder Lexar Professional DIAMOND CFexpress Typ B sind empfohlene Optionen. Im 12:1-Modus können auch langsamere Karten verwendet werden, auf Kosten der Bildqualität.

Verwandte Einträge

Weiterführend

  • Blackmagic Design: BMPCC 12K Technische Spezifikationen, Blackmagic Design, 2020
  • Curtis Judd: „Blackmagic Pocket Cinema Camera 12K – Real World Review", youtube.com/curtisjudd, 2020
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