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Faux Calligraphy ist die Nachahmung des Kalligrafie-Looks mit einem gewöhnlichen Stift, indem man die Abstriche eines Wortes nachträglich verdickt.

Rubrik: Kalligrafie · Unterrubrik: Lettering · Niveau: Einsteiger Synonyme / Auch bekannt als: Faux Lettering, falsche Kalligrafie, Fake Calligraphy

Was ist Faux Calligraphy?

Faux Calligraphy bezeichnet eine Technik, bei der man den typischen Wechsel von dünnen und dicken Linien der Kalligrafie mit einem ganz normalen Stift imitiert. Statt durch Druck auf eine flexible Feder entsteht der Kontrast hier durch nachträgliches Verdicken der Abstriche.

Erklärung

Der Reiz von Faux Calligraphy liegt darin, dass keine teure Ausrüstung nötig ist – ein Fineliner, Kugelschreiber oder Gelstift genügt. Man schreibt das Wort zunächst in einer verbundenen Schreibschrift. Anschließend identifiziert man alle Abstriche, also die nach unten führenden Linien, und zeichnet parallel dazu eine zweite Linie. Der entstehende Zwischenraum wird ausgefüllt.

Das Ergebnis sieht der echten Kalligrafie sehr ähnlich, weil das gleiche optische Grundprinzip greift: dünne Aufstriche, dicke Abstriche. Faux Calligraphy eignet sich deshalb hervorragend zum Einstieg, um ein Gefühl für Buchstabenformen und Strichkontrast zu entwickeln, bevor man zu Brushpen oder Spitzfeder wechselt. Auch erfahrene Letterer nutzen Faux Calligraphy auf Materialien, auf denen Tinte nicht hält – etwa auf Holz, Spiegel oder Kreidetafeln.

Beispiele

  • Spiegel-Beschriftung: Hochzeits- oder Event-Schilder mit Kreidemarker.
  • Holzschilder: Willkommensgrüße im Faux-Stil.
  • Bullet Journals: Überschriften ohne Brushpen.
  • Ballons und Tüten: Beschriftung auf glatten Oberflächen.
  • Karten: schnelle Kalligrafie-Optik mit Kugelschreiber.

In der Praxis

Faux Calligraphy gelingt am besten, wenn man bewusst langsam arbeitet und die Abstriche vor dem Verdicken markiert. Hilfreich ist, gleichmäßige Abstände der parallelen Linien zu halten, damit die Strichstärke einheitlich wirkt. Auf rauen Oberflächen empfiehlt sich ein deckender Stift. Wer den Look digital umsetzt, kann die Abstriche mit einer breiteren Pinselspitze ausfüllen.

Vergleich & Abgrenzung

Faux Calligraphy wird oft mit Brush Lettering verglichen. Beim Brush Lettering entsteht der Kontrast durch Druck auf eine flexible Spitze in einem Zug; bei Faux Calligraphy wird er manuell hinzugefügt.

MerkmalFaux CalligraphyBrush Lettering
Werkzeugbeliebiger StiftBrushpen / Pinsel
Kontrastnachträglich gezeichnetdurch Druck im Zug
Lernkurveflachsteiler

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Faux Calligraphy und echter Kalligrafie? Bei echter Kalligrafie entsteht der dünn-dick-Kontrast durch eine flexible Feder oder Pinselspitze in einem Zug. Bei Faux Calligraphy zeichnet man die dicken Abstriche nachträglich mit einem normalen Stift ein.

Wozu verwendet man Faux Calligraphy? Faux Calligraphy ist ideal für Anfänger/innen und für Oberflächen, auf denen Tinte schlecht haftet – etwa Holz, Glas oder Kreidetafeln. Sie liefert den Kalligrafie-Look ohne Spezialwerkzeug.

Weiterführend

  • Kirkendall, Gabri Joy / Panczyszyn, Shelly (2016): Hand Lettering A to Z. Walter Foster.
  • Engel, Martina (2018): Handlettering. Die Kunst der schönen Buchstaben. Frech Verlag.
  • Tombow (2019): Lettering Basics (Herstellerleitfaden). Tombow Europe.

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