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Wearables und Smart Fashion sind am Körper getragene, mit Elektronik oder Sensorik ausgestattete Produkte und Textilien – von Fitness-Trackern bis zu leuchtenden oder messenden Kleidungsstücken.

Rubrik: Mode · Unterrubrik: Digitale Mode · Niveau: Fortgeschritten Synonyme / Auch bekannt als: Wearable Technology, Smart Textiles, E-Textilien, smarte Kleidung

Was sind Wearables und Smart Fashion?

Wearables und Smart Fashion bezeichnen tragbare Technologie und intelligente Kleidung. Wearables sind elektronische Geräte am Körper (z. B. Smartwatches), Smart Fashion integriert Funktionen direkt in Textilien – etwa Sensoren, Leuchtelemente oder Heizfäden.

Erklärung

Wearables reichen vom Fitness-Tracker bis zur Datenbrille. Smart Fashion geht weiter und verschmilzt Technologie mit dem Kleidungsstück selbst: leitfähige Garne, eingewebte Sensoren oder reaktive Materialien. Ziel ist Funktion (Gesundheitsmessung, Schutz, Komfort) oder Ausdruck (leuchtende, sich verändernde Mode).

Bekannt wurde das Feld u. a. durch das Projekt Jacquard von Google und Levi's (vernetzte Jacke) und durch Forschung am MIT Media Lab. E-Textilien verbinden Modedesign mit Elektrotechnik und Materialwissenschaft. Sabine Seymour beschreibt das Feld grundlegend in „Fashionable Technology" (2008). Smart Fashion bleibt teils experimentell, weil Waschbarkeit, Energieversorgung und Haltbarkeit Herausforderungen sind. Wearables und Smart Fashion überschneiden sich mit dem Internet of Things, wenn Kleidung Daten sendet.

Beispiele

  • Beispiel 1: Google/Levi's Jacquard-Jacke mit Touch-Steuerung.
  • Beispiel 2: Fitness-Tracker und Smartwatches.
  • Beispiel 3: Leuchtende LED-Kleider für Bühne und Events.
  • Beispiel 4: Sport-Shirts mit eingewebten Herzfrequenzsensoren.
  • Beispiel 5: Beheizbare Jacken für den Winter.

In der Praxis

Smart Fashion zu gestalten erfordert interdisziplinäres Wissen: Modedesign, Elektronik, Materialkunde. Wichtige Fragen sind Energieversorgung, Waschbarkeit, Sicherheit und Tragekomfort. Prototypen entstehen oft mit Mikrocontrollern (z. B. Arduino) und leitfähigen Materialien. Das Feld verbindet sich mit dem Digitaler Produktpass (DPP), wenn smarte Produkte Daten zu Herkunft und Recycling tragen. Ein praktisches Problem bleibt das Recycling: Sobald Elektronik fest mit Textil verbunden ist, lassen sich die Komponenten am Lebensende nur schwer wieder trennen, was im Widerspruch zu Kreislaufzielen stehen kann. Erfolgreiche Produkte setzen daher häufig auf entnehmbare Module, sodass die Elektronik vor dem Waschen oder Entsorgen vom Stoff gelöst werden kann.

Vergleich & Abgrenzung

Wearables sind Geräte am Körper; Smart Fashion integriert Technik ins Textil. Ein Fitness-Armband ist ein Wearable, ein sensorbestücktes Shirt ist Smart Fashion.

MerkmalWearablesSmart Fashion
Formseparates Gerätins Textil integriert
BeispielSmartwatchSensor-Shirt

Häufige Fragen (FAQ)

Kann man Smart Fashion waschen? Das hängt vom Produkt ab. Viele E-Textilien sind eingeschränkt waschbar; abnehmbare Elektronik erleichtert die Pflege. Haltbarkeit bleibt eine zentrale Herausforderung.

Wofür braucht man Smart Fashion? Anwendungen reichen von Gesundheit und Sport über Sicherheit (Sichtbarkeit) bis zu Mode- und Bühneneffekten.

Weiterführend

  • Seymour, Sabine (2008): Fashionable Technology. Springer, Wien/New York
  • Google ATAP (2019): Project Jacquard. atap.google.com
  • McCann, J. & Bryson, D. (2009): Smart Clothes and Wearable Technology. Woodhead Publishing
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