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Modemagazine und Fashion Editorials sind redaktionelle Publikationen und Modestrecken, die Trends setzen, Mode kuratieren und das Image von Marken über journalistisch-kreative Inszenierungen prägen.

Rubrik: Mode · Unterrubrik: Mode-Marketing · Niveau: Fortgeschritten Synonyme / Auch bekannt als: Fashion Magazines, Modestrecken, Modejournalismus, Editorials

Was sind Modemagazine und Fashion Editorials?

Modemagazine sind Print- und Online-Publikationen, die über Mode, Stil und Kultur berichten. Fashion Editorials sind die darin enthaltenen redaktionellen Modestrecken — aufwändig produzierte Bildserien, die Mode nicht als Werbung, sondern als kuratierte, erzählende Inszenierung zeigen. Beide prägen Trends, Geschmack und das Ansehen von Marken.

Erklärung

Modemagazine wie die großen internationalen Titel haben über Jahrzehnte die Modeberichterstattung dominiert und gelten als Instanzen für Trends und Stil. Ein Fashion Editorial unterscheidet sich grundlegend von einer bezahlten Kampagne: Es ist redaktionell, journalistisch unabhängig kuratiert und folgt einer kreativen Idee oder einem Thema, nicht einem direkten Verkaufsauftrag. Editorials entstehen im Zusammenspiel von Redaktion, Fotograf/innen, Stylist/innen und Models.

Für Marken sind Modemagazine und Fashion Editorials wertvolle Earned Media: Wird ein Produkt in einer Modestrecke gezeigt, wirkt das glaubwürdiger als Werbung, weil es als redaktionelle Auswahl erscheint. Mit der Digitalisierung haben sich Modemagazine ins Web und zu Social Media verlagert, und unabhängige Modeblogs sowie Online-Magazine ergänzen die klassischen Titel. Dennoch behalten redaktionelle Modestrecken ihre Funktion als kreative Trendsetter und Imageträger. Modemagazine und Fashion Editorials bleiben damit ein zentraler Bestandteil des Mode-Ökosystems.

Beispiele

  • Beispiel 1: Ein achtseitiges Editorial inszeniert eine Saisonkollektion zu einem erzählerischen Thema.
  • Beispiel 2: Ein Cover mit einer prominenten Person prägt die Wahrnehmung einer ganzen Ausgabe.
  • Beispiel 3: Ein Online-Magazin verbindet eine Modestrecke direkt mit Shopping-Links.
  • Beispiel 4: Ein experimentelles Editorial eines unabhängigen Magazins setzt avantgardistische Akzente.
  • Beispiel 5: Eine Marke erhält durch redaktionelle Erwähnung wertvolle Earned Media.

In der Praxis

Ein Fashion Editorial entsteht aus einem Konzept (Thema, Stimmung, Location) und einem Team aus Redaktion, Fotografie, Styling, Haare/Make-up und Modelcasting. Wichtig sind ein roter Faden, eine konsistente Bildsprache und die Abstimmung mit dem redaktionellen Umfeld. Für Marken zählt die Pflege guter Beziehungen zu Redaktionen, um in Modestrecken berücksichtigt zu werden. An der Lazi Akademie wird das Editorial als hochwertige Form der visuellen Modeinszenierung verstanden.

Vergleich & Abgrenzung

Ein Editorial wird oft mit einer Kampagne verwechselt: Das Editorial ist redaktionell und unabhängig, eine Kampagne ist von der Marke bezahlte Werbung mit Verkaufsziel.

MerkmalFashion EditorialModekampagne
AuftraggeberRedaktionMarke
Zielkuratieren, erzählenverkaufen
Glaubwürdigkeitredaktionellwerblich

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen einem Editorial und Advertorial? Ein Editorial ist eine unabhängige redaktionelle Modestrecke; ein Advertorial ist bezahlte Werbung, die im Stil eines redaktionellen Beitrags gestaltet ist und entsprechend gekennzeichnet werden muss.

Warum sind Modemagazine für Marken wichtig? Weil redaktionelle Erwähnungen und Editorials als unabhängige Auswahl wahrgenommen werden und damit glaubwürdiger wirken als bezahlte Werbung — sie stärken Image und Begehrlichkeit.

Weiterführend

  • Rocamora, Agnès; Bartlett, Djurdja (2009): Cibo per la Mente. In: Studies in Communication Sciences.
  • Lynge-Jorlén, Ane (2016): Editorial Styling: Between Creativity and Commerce. In: Fashion Theory.
  • König, Anna (2006): Glossy Words: An Analysis of Fashion Writing. In: Fashion Theory.
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