Makeup für Mode und Editorial ist das Gestalten von Make-up-Looks für Modeproduktionen wie Shootings, Kampagnen und Laufstege, abgestimmt auf Konzept, Licht, Kamera und Gesamtlook.
Rubrik: Mode · Unterrubrik: Styling & Hair/Makeup · Niveau: Fortgeschritten Synonyme / Auch bekannt als: Editorial Make-up, Fashion Make-up, MUA (Make-up Artist)
Was ist Makeup für Mode und Editorial?
Makeup für Mode und Editorial bezeichnet die Arbeit von Make-up-Artists für Bild- und Modeproduktionen. Beim Makeup für Mode und Editorial entstehen Looks, die im Dienst eines Konzepts stehen – vom unsichtbaren „Skin"-Finish bis zum grafischen, künstlerischen Statement.
Erklärung
Makeup für Mode und Editorial ist ein eigenständiges Gestaltungsfeld, das sich von Braut- oder Alltags-Make-up unterscheidet. Der Look muss vor der Kamera und unter dem jeweiligen Licht funktionieren, nicht im Spiegel des Wohnzimmers. Make-up-Artists arbeiten mit dem Wissen, wie Foundation, Highlight und Kontur unter Studiolicht oder Tageslicht wirken, und wie hochauflösende Kameras Textur und Übergänge gnadenlos zeigen.
Das Spektrum reicht von „no makeup makeup" über glamouröses Beauty bis zu avantgardistischen, grafischen oder Special-Effect-nahen Looks im Editorial. In der Werbung muss Make-up oft das beworbene Kosmetikprodukt zeigen und markengerecht bleiben; im Editorial darf es experimentell sein. Wichtige Kompetenzen sind Hauttypkunde, Farbtheorie, Hygiene, der Umgang mit unterschiedlichen Hauttönen sowie Tempo und Haltbarkeit über lange Drehtage. Make-up-Artists stimmen sich eng mit Hair und Styling ab, weil Gesicht, Haar und Outfit als Einheit gelesen werden. Continuity über mehrere Aufnahmen ist ebenso entscheidend wie die Fähigkeit, einen Look schnell und präzise zu wiederholen. So wird Makeup für Mode und Editorial zu einem zentralen, bildtragenden Beitrag.
Beispiele
- Skin-Look: Makelloser, fast unsichtbarer Teint für eine cleane Kampagne.
- Grafisch: Farbige Linien oder Flächen als Editorial-Statement.
- Glamour: Smokey Eyes und definierte Lippen für eine Coverstrecke.
- Produktbezug: Look, der einen neuen Lippenstift in Szene setzt.
- Konzept: Metallische oder texturierte Effekte für ein Avantgarde-Editorial.
In der Praxis
Makeup für Mode verlangt ein professionelles Kit, strikte Hygiene (Einmalapplikatoren, gereinigte Pinsel) und Routine unter Zeitdruck. Wichtig ist die Abstimmung mit dem Licht- und Fototeam sowie die Foto-Dokumentation für Continuity. Make-up-Artists sollten mit allen Hauttönen sicher arbeiten und Produkte führen, die kamera- und lichttauglich sind.
Vergleich & Abgrenzung
Editorial-Make-up ist bild- und konzeptorientiert, anders als Braut- oder Alltags-Make-up.
| Merkmal | Makeup (Mode/Editorial) | Braut-/Alltags-Make-up |
|---|---|---|
| Ziel | Bild, Konzept, Kamera | Persönliches Erscheinungsbild |
| Stil | Auch experimentell | Meist natürlich, schmeichelnd |
Häufige Fragen (FAQ)
Was unterscheidet Editorial-Make-up von Alltags-Make-up? Editorial-Make-up wird für Kamera und Licht gestaltet und darf konzeptuell oder experimentell sein; Alltags- und Braut-Make-up zielt auf ein schmeichelhaftes, natürliches Erscheinungsbild im realen Leben.
Warum ist Continuity beim Make-up wichtig? Weil ein Look über viele Aufnahmen oder Drehtage identisch wirken muss; ohne Dokumentation und präzise Wiederholung entstehen sichtbare Brüche zwischen den Bildern.
Weiterführend
- Aucoin, Kevyn (1997): Making Faces. Little, Brown and Company.
- Davis, Gretchen / Hall, Mindy (2017): The Makeup Artist Handbook. Routledge.
- Eldridge, Lisa (2015): Face Paint: The Story of Makeup. Abrams.

