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loopOut ist eine After-Effects-Expression, die eine Keyframe-Animation nach dem letzten Keyframe automatisch wiederholt – in verschiedenen Schleifenmodi wie Cycle, Ping-Pong oder Offset.

Rubrik: Software & Tools · Unterrubrik: Adobe After Effects · Niveau: Einsteiger Synonyme / Auch bekannt als: loopOut(), Loop-Expression, Schleifen-Expression; Pendant: loopIn() für Eingangsschleifen; Menüpfad: Expressions-Feld (Alt + Klick auf Stoppuhr)


Was ist loopOut?

loopOut ist nach Wiggle die zweithäufigst verwendete Expression in After Effects. Sie ermöglicht es, eine kurze Keyframe-Sequenz unbegrenzt zu wiederholen, ohne Keyframes duplizieren zu müssen. Typische Einsatzgebiete sind Lade-Animationen, zyklische Icon-Bewegungen, Endlosschleifen für Social-Media-Content oder atmosphärische Hintergrundanimationen. Die Expression wertet die bereits gesetzten Keyframes der Eigenschaft aus und verlängert deren Verhalten entsprechend dem gewählten Modus.


Erklärung

Grundsyntax

``javascript loopOut(type, numKeyframes) ``

ParameterTypBedeutung
typeStringSchleifentyp: "cycle", "pingpong", "offset", "continue"
numKeyframesZahl (optional)Anzahl der Keyframes, die in die Schleife einbezogen werden (0 = alle)

Schleifentypen im Detail

#### 1. "cycle" – Standard-Wiederholung

``javascript loopOut("cycle") ``

Wiederholt die Animation exakt von Anfang bis Ende und startet dann neu. Der letzte Keyframe muss mit dem ersten übereinstimmen, damit die Schleife nahtlos ist.

#### 2. "pingpong" – Vor- und Zurückschleife

``javascript loopOut("pingpong") ``

Spielt die Animation vorwärts, dann rückwärts – ideal für pendelnde oder atmende Bewegungen ohne doppelte Keyframes.

#### 3. "offset" – Akkumulierende Wiederholung

``javascript loopOut("offset") ``

Jede Wiederholung beginnt dort, wo die vorherige endete. Nützlich für kontinuierliche Fortbewegung (z. B. rotierende Zahnräder mit Gesamtdrehung über Zeit).

#### 4. "continue" – Weiterführende Bewegung

``javascript loopOut("continue") ``

Führt die Bewegungsrichtung des letzten Keyframes linear weiter, ohne zurückzuspringen. Gut für auslaufende Animationen.

loopIn – Schleife vor dem ersten Keyframe

``javascript loopIn("cycle") ``

Spiegelt das Prinzip von loopOut: Wiederholt Keyframes vor dem ersten gesetzten Keyframe.

Nur die letzten n Keyframes einbeziehen

``javascript loopOut("cycle", 2) // Nur die letzten 2 Keyframes werden in die Schleife einbezogen ``

Nützlich, wenn eine Animation einen Intro-Teil und einen Loop-Teil hat: Die ersten Keyframes definieren den Eingang, die letzten den Loop.

loopOut mit Expression-Bedingungen kombinieren

``javascript // Loop nur nach Sekunde 2 starten if (time < 2) { value; } else { loopOut("cycle"); } ``

Kombination mit Wiggle

``javascript // Wackelnde Schleife (selten, aber möglich über Null-Objekt-Workflow) // Besser: Wiggle auf separatem Null-Objekt, loopOut auf Haupt-Eigenschaft loopOut("cycle") ``

Expression anwenden (Schritt für Schritt)

  1. Mindestens 2 Keyframes auf der Zieleigenschaft setzen
  2. Alt + Klick auf das Stoppuhr-Symbol der Eigenschaft
  3. Eingabe: loopOut("cycle")
  4. Mit Enter bestätigen
  5. Die Ebene schleift nun automatisch bis zum Ende der Komposition

Beispiele

  1. Lade-Spinner: Rotation-Eigenschaft mit Keyframes von 0° bis 360° → loopOut("cycle") – endloser Kreis
  2. Atmende Schaltfläche: Skalierung von 100 % auf 105 % und zurück → loopOut("pingpong") – sanftes Pulsieren
  3. Laufendes Band: Position X von 0 auf -1920 → loopOut("offset") – nahtloser horizontaler Scroll
  4. Bouncing Ball: Position Y mit mehreren Bounce-Keyframes → loopOut("cycle") – endloser Sprung
  5. Waving Flag: Rotation mit 3–4 Keyframes → loopOut("pingpong") – hin- und herschwingende Fahne

In der Praxis

Der häufigste Fehler bei loopOut("cycle") ist ein sichtbarer Sprung an der Schleifengrenze. Ursache: Der letzte Keyframe hat einen anderen Wert als der erste. Lösung: Den letzten Keyframe kopieren und auf den ersten Zeitpunkt setzen, oder loopOut("pingpong") verwenden.

Shortcut zum Kopieren von Keyframes: Keyframe auswählen → Ctrl+C / Cmd+C → Zeitmarke auf Anfang → Ctrl+V / Cmd+V

Performance-Tipp: loopOut erhöht die Render-Last nicht nennenswert, da es eine reine Wert-Berechnung ist. Es ersetzt keine Precompositions für komplexe Schleifen-Setups mit mehreren Layern.

Für Endlos-Loops in exportierten Videos (.mp4, .gif) muss die Kompositionsdauer exakt einer oder mehreren vollständigen Loop-Perioden entsprechen – sonst entsteht im Export ein harter Schnitt.


Vergleich & Abgrenzung

MethodeVorteilNachteil
loopOut ExpressionKeine Keyframe-Duplizierung nötigErfordert korrekt gesetzten Anfangs-/End-Keyframe für nahtlose Loops
Keyframes manuell kopierenVolle visuelle KontrolleAufwändig, schwer nachträglich zu ändern
Precompose + loopOut auf CompositionKomplexe Loops möglichZusätzliche Kompositionen im Projekt
WiggleZufällig und kontinuierlichNicht deterministisch, kein sauberer Loop

Häufige Fragen (FAQ)

Muss ich die gesamte Kompositionsdauer verlängern, damit loopOut wirkt? Nein – loopOut berechnet die Werte für jeden Frame bis zum Ende der Komposition, egal wie lang sie ist. Es müssen nur die Keyframes existieren; die Expression erledigt den Rest. Die Dauer der Komposition bestimmt lediglich, wie viele Loops gerendert werden.

Was ist der Unterschied zwischen loopOut und dem GIF-Export-Loop? loopOut ist eine interne After-Effects-Expression, die Werte wiederholt. Der GIF- oder Video-Loop entsteht beim Export: Entweder durch nahtlose Komposition (Anfangs- und Endframe identisch) oder durch Schleifeneinstellungen im Exportformat (z. B. Gif Schleifen-Option in Adobe Media Encoder). Beide Konzepte sind unabhängig voneinander.


Verwandte Einträge

Weiterführend

  • Adobe After Effects Benutzerhandbuch – helpx.adobe.com/de/after-effects
  • Lester Banks: „Loop Expressions in After Effects" – lesterbanks.com
  • Hasson, M.: After Effects Expressions. Focal Press, 2007
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