Mit freundlicher Unterstützung von
← Zurück zu Berufsfelder
Mediendesigner/innen konzipieren und gestalten Inhalte für digitale und gedruckte Medien, von Websites und Social-Media-Kampagnen über Präsentationen und Animationen bis zu Broschüren. Mediendesigner/in wird man über eine schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule, eine duale Ausbildung als Mediengestalter/in oder ein Studium; angestellt verdienen Mediendesigner/innen laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit im Median 3.914 Euro brutto im Monat (Datenstand 2025).

Rubrik: Berufsfelder & Berufsbilder · Unterrubrik: Design-Berufe · Niveau: Einsteiger Synonyme / Auch bekannt als: Mediendesignerin, Media Designer, Designer/in für digitale Medien, Kommunikationsdesigner/in (ähnlich)

Was ist ein Mediendesigner?

Mediendesigner/innen übersetzen Botschaften in Bilder, Layouts und Bewegung. Sie entwickeln das Erscheinungsbild einer Kampagne, gestalten Screens für Websites und Apps, bauen Social-Media-Formate, schneiden kurze Clips und bereiten Printprodukte für den Druck vor. Wer Mediendesigner/in werden möchte, braucht ein gutes Auge für Typografie, Farbe und Komposition, Freude an digitalen Werkzeugen und die Fähigkeit, für eine Zielgruppe statt für den eigenen Geschmack zu gestalten.

Erklärung: ein Sammelbegriff, kein geschützter Beruf

„Mediendesigner/in“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung und kein eigener anerkannter Ausbildungsberuf. Der Begriff beschreibt eine Tätigkeit, die Arbeitgeber unterschiedlich zuschneiden. In Stellenanzeigen steht er für Gestalter/innen mit digitalem Schwerpunkt, in anderen Fällen für klassische Grafikdesigner/innen oder für Mediengestalter/innen. Im Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit steht „Mediendesigner/in“ in der Berufsgattung „Berufe im Grafik-, Kommunikations- und Fotodesign, hoch komplexe Tätigkeiten“, gemeinsam mit Kommunikationsdesigner/innen, Computergrafiker/innen, 3-D-Artists und Interfacedesigner/innen.

Für die Berufswahl heißt das: Entscheidend ist nicht der Titel, sondern was du kannst und welchen Abschluss du mitbringst. Wer Mediendesigner/in werden will, sucht sich deshalb einen der anerkannten Wege aus, die unten beschrieben sind, und baut daneben ein Portfolio auf.

Aufgaben im Mediendesign

  • Konzept: Briefings auswerten, Zielgruppen verstehen, Ideen skizzieren und präsentieren.
  • Gestaltung: Layouts, Bildsprache, Typografie und Farbsysteme für Print und Screen entwickeln.
  • Digital Design: Websites, Landingpages und App-Oberflächen entwerfen, oft in Figma, und mit Entwickler/innen abstimmen.
  • Bewegtbild: Animationen, Social-Media-Clips und kurze Erklärfilme gestalten.
  • Produktion: Druckdaten vorbereiten, Dateien für verschiedene Kanäle ausspielen und Korrekturschleifen steuern.

Wege in den Beruf: Ausbildung und Studium

Schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule: Mehrere Berufsfachschulen bieten drei Jahre lange, vollzeitschulische Ausbildungen in Grafik-, Kommunikations- oder Mediendesign an, teils mit staatlicher Anerkennung. Ein Abitur ist dafür meist nicht nötig, oft reicht die Mittlere Reife. Der Unterricht ist praxisnah und deckt viele Disziplinen ab.

Duale Ausbildung als Mediengestalter/in Digital und Print: Der anerkannte Ausbildungsberuf dauert drei Jahre, wird vergütet und schließt vor der IHK ab. Er ist stärker auf Umsetzung und Produktion ausgerichtet; das Berufsbild beschreibt Mediengestalter/in Digital und Print: Ausbildung und Gehalt.

Studium: Hochschulen bieten Studiengänge wie Mediendesign, Kommunikationsdesign oder Digital Media an, meist mit Bachelorabschluss. Dafür braucht man in der Regel Abitur oder Fachhochschulreife und eine Mappe, an Kunsthochschulen auch eine Eignungsprüfung.

Quereinstieg: Wer ein starkes Portfolio hat, findet auch ohne formalen Abschluss Aufträge. Für feste Stellen und eine Einstufung im Tarif ist ein Abschluss aber meist von Vorteil.

Ausbildung an der Lazi Akademie

Einen praxisnahen Weg ins Mediendesign bietet die Lazi Akademie in Esslingen am Neckar, eine Berufsfachschule für Gestaltung, mit der Ausbildung in Grafik- und Kommunikationsdesign. In drei Jahren Vollzeit erwerben Studierende den staatlich anerkannten Abschluss Grafik- und Kommunikationsdesigner/in, die Ausbildung ist BAföG-förderfähig. Fünf Schwerpunkte decken das Mediendesign breit ab: Corporate Design und Branding, Editorial und Print, Digital Design und UI mit Responsive Webdesign, Konzept und Kampagne sowie Motion Design und Bewegtbild, gearbeitet wird von Anfang an mit echten Kund/innen. Voraussetzung ist die Mittlere Reife, statt einer Mappe gibt es eine Kreativaufgabe; bewerben kannst du dich direkt über die Fachbereichsseite.

Gehalt als Mediendesigner/in

Für angestellte Mediendesigner/innen nennt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (Datenstand 2025) einen Median von 3.914 Euro brutto im Monat in Vollzeit, die mittlere Hälfte verdient zwischen 3.195 und 5.064 Euro. Unter 25 Jahren sind es 2.955 Euro, von 25 bis 54 Jahren 3.945 Euro, ab 55 Jahren 4.357 Euro.

Beruf im EntgeltatlasAnforderungsniveauMedian brutto/Monat
Mediengestalter/in Digital und PrintFachkraft3.415 €
Mediendesigner/inExperte/in3.914 €
Gestalter/in Grafikdesign, Webdesigner/inSpezialist/in4.149 €

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Datenstand Entgeltatlas 2025, Vollzeit, abgerufen November 2026.

Mediendesigner/in, Median brutto im Monat nach Alter
2.955 €unter 25
3.945 €25 bis 54
4.357 €ab 55
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas 2025, Vollzeit

Regional reicht der Median von 3.557 Euro in Niedersachsen bis 4.234 Euro in Berlin, in München sind es 4.619 Euro. Freie Mediendesigner/innen, die über die Künstlersozialkasse versichert sind, meldeten im Bereich Bildende Kunst zum 01.01.2026 durchschnittlich 21.100 Euro Jahreseinkommen. Alle Details nach Region, Branche und Erfahrung stehen auf der Seite Mediendesigner Gehalt.

Beispiele

  • Beispiel 1, Agentur: Ein Mediendesigner entwickelt für einen Sportverein ein neues Logo, die Website und eine Social-Media-Kampagne zur Saisoneröffnung.
  • Beispiel 2, Inhouse: Eine Mediendesignerin im Marketing eines Maschinenbauers gestaltet Messestand, Produktbroschüren und animierte Produktclips.
  • Beispiel 3, Verlag: Ein Mediendesigner baut das Layout einer Zeitschrift für Print und App und pflegt das Gestaltungsraster.
  • Beispiel 4, Digital: Eine Mediendesignerin entwirft in Figma die Oberfläche einer Buchungs-App und testet Prototypen mit Nutzer/innen.
  • Beispiel 5, Freelance: Ein freier Mediendesigner betreut mehrere kleine Unternehmen und rechnet Projekte einzeln ab.

In der Praxis

Mediendesigner/innen arbeiten täglich mit Programmen wie Adobe Photoshop, Illustrator, InDesign und After Effects sowie mit Figma für Screen-Design. Grundkenntnisse in HTML und CSS, in Content-Management-Systemen und im Umgang mit generativer KI werden in Stellenanzeigen zunehmend erwartet. Genauso wichtig sind Kommunikation und Präsentation: Wer Entwürfe gut begründen kann, überzeugt Kund/innen schneller. Ein Portfolio mit wenigen, gut erklärten Projekten ist bei Bewerbungen wichtiger als eine lange Liste von Arbeiten.

Vergleich & Abgrenzung

Mediendesigner/in, Mediengestalter/in und Grafikdesigner/in werden oft verwechselt. Mehr zum Grafikdesign steht unter Grafikdesigner/in werden: Ausbildung, Wege und Gehalt, zum digitalen Schwerpunkt unter UX Designer, Aufgaben, Gehalt und Ausbildung und Motion Designer: Aufgaben, Gehalt und Ausbildung.

MerkmalMediendesigner/inMediengestalter/in Digital und PrintGrafikdesigner/in
StatusSammelbegriff, nicht geschütztanerkannter dualer Ausbildungsberufnicht geschützt
SchwerpunktPrint, Digital, BewegtbildUmsetzung, Druckvorstufe, Webvisuelle Kommunikation, Konzept
Typische WegeBerufsfachschule, Studiumduale Ausbildung (IHK)Berufsfachschule, Studium
Median brutto/Monat3.914 €3.415 €4.149 €

Quelle Gehalt: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas 2025.

Häufige Fragen

Was macht ein Mediendesigner? Mediendesigner/innen konzipieren und gestalten Inhalte für digitale und gedruckte Medien, etwa Websites, Apps, Social-Media-Kampagnen, Animationen und Broschüren. Sie arbeiten in Agenturen, in Unternehmen oder frei.

Kann man Mediendesigner ohne Abitur werden? Ja. Schulische Ausbildungen an Berufsfachschulen setzen meist die Mittlere Reife voraus, die duale Ausbildung als Mediengestalter/in hat keine formale Schulvoraussetzung. Für ein Studium an einer Hochschule braucht man in der Regel Abitur oder Fachhochschulreife.

Was verdient ein Mediendesigner? Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (Datenstand 2025) liegt der Median bei 3.914 Euro brutto im Monat in Vollzeit. Unter 25 Jahren sind es 2.955 Euro.

Was ist der Unterschied zwischen Mediendesigner und Mediengestalter? Mediengestalter/in Digital und Print ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf mit IHK-Prüfung und Schwerpunkt auf Umsetzung. Mediendesigner/in ist ein Sammelbegriff für gestalterisch und konzeptionell arbeitende Designer/innen und wird im Entgeltatlas höher eingestuft.

Verwandte Einträge

Weiterführend

  • Bundesagentur für Arbeit (2026): Entgeltatlas, Beruf „Mediendesigner/in“, Datenstand Entgeltatlas 2025, abgerufen November 2026. web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas
  • Bundesagentur für Arbeit (2026): BERUFENET, Steckbriefe Mediengestalter/in Digital und Print und Designer/in (schulische Ausbildung). web.arbeitsagentur.de/berufenet
  • Bundesinstitut für Berufsbildung (2023): Mediengestalter/in Digital und Print, Ausbildungsordnung. bibb.de
  • Künstlersozialkasse (2026): KSK in Zahlen, Durchschnittseinkommen zum 01.01.2026. kuenstlersozialkasse.de
← Zurück zu Berufsfelder
Infotag

Sei am Mittwoch dabei.
Bring Eltern oder Freunde mit.

Ein halber Nachmittag, der dir drei Jahre Klarheit bringen kann. Kostenlos, unverbindlich, ehrlich.

  • Rundgang durch Studios, Schnitträume und Tonstudio
  • Echte Absolventenfilme sehen
  • 1:1-Beratung zu Bewerbung & BAföG
  • Studierende direkt fragen
  • Kaffee, kein Sales-Pitch
  • Auch online möglich

Platz beim Infotag reservieren

Dauert 30 Sekunden. Bestätigung per E-Mail.
100 % kostenlos · keine Verpflichtung · jederzeit absagbar