Das Regisseur Gehalt liegt für fest angestellte Regisseur/innen laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (Datenstand 2025) im Median bei 4.882 Euro brutto im Monat in Vollzeit, die mittlere Hälfte verdient zwischen 3.734 und 6.884 Euro. Der Wert stammt aus einer Sammelgruppe der Theater-, Film- und Fernsehproduktion; die meisten Filmregisseur/innen arbeiten frei auf individuell verhandelte Gage.
Rubrik: Berufsfelder & Berufsbilder · Unterrubrik: Gehalt · Niveau: Einsteiger Synonyme / Auch bekannt als: Regisseurin Gehalt, Filmregisseur Verdienst, Regie Gehalt, Director Gehalt, Gage Regie
Was verdient ein Regisseur?
Wer nach dem Regisseur Gehalt sucht, stößt auf ein Problem: Regie ist selten eine feste Stelle. Die meisten Filmregisseur/innen werden pro Projekt engagiert, für einen Spielfilm, eine Serienstaffel, einen Werbespot oder eine Dokumentation. Ihre Gage handeln sie mit der Produktion aus. Öffentliche, belastbare Zahlen zu freien Regiegagen gibt es nicht.
Für fest angestellte Regisseur/innen, etwa an Theatern oder bei Sendern, liefert der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit einen Anhaltspunkt. Er beruht auf den Meldungen der Arbeitgeber zur Sozialversicherung und zeigt den Median: Die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten verdient mehr, die andere Hälfte weniger. Wichtig ist die Einschränkung, die die Bundesagentur selbst macht: Für den Beruf Regisseur/in gibt es zu wenige Beschäftigte, um einen eigenen Median zu berechnen. Angezeigt wird deshalb der Wert einer Sammlung ähnlicher Berufe, der Berufsgruppe „Theater-, Film- und Fernsehproduktion“ auf Expertenniveau. Dazu zählen unter anderem auch Dramaturg/innen, Intendant/innen, Producer/innen und Operndirektor/innen. Laut Bundesagentur ist ein solcher Wert für den einzelnen Beruf nicht immer repräsentativ.
Das ausführliche Berufsbild mit Aufgaben und Ausbildungswegen steht unter Regisseur/in werden.
Erklärung: Regisseur Gehalt im Entgeltatlas
| Auswertung im Entgeltatlas | Anforderungsniveau | Median brutto/Monat | Mittlere Hälfte |
|---|---|---|---|
| Regisseur/in (Berufsgruppe Theater-, Film- und Fernsehproduktion) | Experte/in | 4.882 € | 3.734 bis 6.884 € |
| Filmproduzent/in, Aufnahmeleitung (gleiche Berufsgruppe) | Spezialist/in | 4.603 € | 3.561 bis 6.583 € |
| Regieassistent/in Film und Fernsehen | Fachkraft | 3.685 € | 3.351 bis 4.429 € |
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufe „Regisseur/in“, „Filmproduzent/in“ und „Regieassistent/in“, Datenstand Entgeltatlas 2025, Vollzeit, abgerufen November 2026.
Die Reihenfolge entspricht der Verantwortung: Die Regieassistenz organisiert den Drehalltag, Produktion und Aufnahmeleitung tragen Budget und Logistik, die Regie verantwortet das künstlerische Ergebnis.
Gehalt nach Erfahrung und Alter
Beim Regisseur Gehalt macht die Erfahrung einen großen Unterschied. Für die Sammelgruppe nennt der Entgeltatlas zwischen 25 und 54 Jahren einen Median von 4.698 Euro, ab 55 Jahren 6.523 Euro. Für unter 25-Jährige gibt es zu wenige Daten, was nicht überrascht: Regie übernimmt man selten direkt nach der Ausbildung.
Zwischen Frauen und Männern liegt ein Abstand: 4.674 Euro gegenüber 5.070 Euro im Median. In der Altersgruppe von 25 bis 54 Jahren sind es 4.561 gegenüber 4.863 Euro. Der Entgeltatlas nennt keine Gründe.
Gehalt nach Region
Landeswerte gibt der Entgeltatlas nur für vier Bundesländer an: Nordrhein-Westfalen 5.413 Euro, Hamburg 5.288 Euro, Bayern 5.063 Euro und Berlin 4.990 Euro. Unter den Großstädten liegen Köln mit 6.466 Euro und München mit 5.406 Euro vorn. Das sind die großen Medienstandorte mit Sendern und Produktionsfirmen. Für die übrigen Länder reichen die Daten nicht; dass alle genannten Landeswerte über dem Bundesmedian liegen, liegt genau daran.
Am höchsten5.413 €Nordrhein-Westfalen
Am niedrigsten4.990 €Berlin
Gehalt nach Branche und Unternehmensgröße
Nach Branche und Unternehmensgröße schlüsselt der Entgeltatlas die Sammelgruppe nicht auf. Ob Theater, Sender oder Produktionsfirma besser zahlen, lässt sich amtlich nicht belegen, deshalb nennen wir keine Beträge. An Stadt- und Staatstheatern gelten eigene Tarifverträge, bei öffentlich-rechtlichen Sendern Haustarife.
Angestellt oder selbstständig?
Freie Regisseur/innen verhandeln ihre Gage für jedes Projekt neu. Sie hängt von Format, Budget, Auftraggeber und Erfahrung ab: Ein Imagefilm für ein mittelständisches Unternehmen wird anders vergütet als eine Prime-Time-Serie oder ein Kinofilm mit Förderung. Dazu können Vergütungen für Nutzungsrechte kommen. Belastbare öffentliche Zahlen für typische Regiegagen gibt es nicht; die beruflichen Interessen vertritt der Bundesverband Regie (BVR).
Fest steht nur der Tarif für die Assistenz: Nach dem Tarifvertrag TV FFS liegt die Mindestwochengage für die Regieassistenz seit Januar 2026 bei 1.632 Euro, für die 2. Regieassistenz bei 991 Euro. Eine eigene Tarifposition für die Regie selbst enthält die Gagentabelle nicht.
Einstiegsgehalt
Den typischen Einstieg in die Regie gibt es nicht. Viele sammeln Erfahrung über eigene Kurzfilme, Musikvideos, Werbung oder Social-Media-Formate, andere arbeiten sich über die Regieassistenz nach oben. Wer dort anfängt, verdient bei tarifgebundenen Produktionen mindestens 991 Euro pro Woche als 2. Regieassistenz und 1.632 Euro als Regieassistenz. Fest angestellte Regieassistent/innen in Film und Fernsehen liegen laut Entgeltatlas bei 3.685 Euro im Median.
Wie komme ich auf mehr?
- Eigene Handschrift zeigen: Ein Showreel und Festivalerfolge mit Kurzfilmen öffnen Türen zu größeren Projekten.
- Genre und Format finden: Werbung, Serie, Dokumentation und Kino haben eigene Märkte und Gagenniveaus.
- Standort nutzen: Köln, München, Hamburg und Berlin liegen laut Entgeltatlas über dem Bundeswert.
- Rechte klären: Verträge regeln neben der Gage auch Nutzungsrechte; hier lohnt fachliche Beratung.
- Netzwerk pflegen: Regie wird über Produzent/innen, Redaktionen und frühere Teams gebucht.
Ausbildung an der Lazi Akademie
Regie lernt man am besten, indem man inszeniert. Die Lazi Akademie, eine Berufsfachschule für Gestaltung in Esslingen am Neckar, bildet seit 1950 im Fachbereich Film und Mediendesign zum/zur staatlich anerkannten Film und Mediendesigner/in aus. In drei Jahren Vollzeit gibt es unter anderem den Schwerpunkt Regie und Dramaturgie mit Drehbuchentwicklung und Exposé, Szenenaufbau und Blocking, Schauspielführung sowie Pitching. Studierende stehen ab dem ersten Semester am echten Set, und die Ausbildung ist BAföG-förderfähig. Voraussetzung ist die Mittlere Reife, statt einer Mappe gibt es eine Kreativaufgabe; bewerben kannst du dich direkt über die Fachbereichsseite.
Beispiele
- Beispiel 1, Theater: Eine Regisseurin ist fest an einem Theater angestellt. Als grobe Orientierung dient der Gruppenwert von 4.882 Euro.
- Beispiel 2, erfahren: Ein Regisseur über 55 Jahre arbeitet fest bei einem Sender. Für seine Altersgruppe nennt der Entgeltatlas 6.523 Euro.
- Beispiel 3, Einstieg: Eine Berufseinsteigerin arbeitet als 2. Regieassistenz und erhält nach TV FFS mindestens 991 Euro pro Woche.
- Beispiel 4, Werbung: Ein freier Regisseur dreht Werbespots und verhandelt jede Gage einzeln mit der Produktionsfirma.
- Beispiel 5, Standort: Eine Regisseurin vergleicht Angebote in Köln (Median 6.466 Euro) und Berlin (Landeswert 4.990 Euro).
In der Praxis
Den Entgeltatlas findest du unter web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas. Bei der Suche „Regisseur“ erscheint ein Hinweis, dass der Wert aus einer Sammlung ähnlicher Berufe stammt; das solltest du bei jeder Gehaltsverhandlung mitdenken. Für freie Projekte hilft es, die eigenen Kosten und Arbeitstage realistisch zu kalkulieren, inklusive Vorbereitung, Casting, Postproduktion und Präsentation. Frage bei jedem Vertrag, welche Phasen die Gage abdeckt und welche Rechte du überträgst.
Vergleich & Abgrenzung
| Merkmal | Regie angestellt | Regie frei | Regieassistenz |
|---|---|---|---|
| Quelle | Entgeltatlas (Sammelgruppe) | keine belastbaren Daten | TV FFS, Entgeltatlas |
| Typischer Wert | Median 4.882 € im Monat | Gage je Projekt verhandelt | 1.632 € pro Woche (Tarif) |
| Planbarkeit | Hoch | Gering | Für die Drehdauer |
| Verantwortung | Künstlerisch | Künstlerisch, oft auch unternehmerisch | Organisatorisch |
Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas 2025; TV FFS, Stand 01.01.2026.
Abzugrenzen ist das Regisseur Gehalt vom Gehalt der Regieassistenz: Sie organisiert den Dreh, die Regie verantwortet Inszenierung und Ergebnis.
Häufige Fragen
Wie viel verdient ein Regisseur im Monat? Fest angestellte Regisseur/innen verdienen laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (Datenstand 2025) im Median 4.882 Euro brutto im Monat in Vollzeit. Der Wert stammt aus einer Sammelgruppe, zu der auch Dramaturgie, Intendanz und Producer/innen zählen.
Was verdient ein Filmregisseur pro Film? Dafür gibt es keine belastbaren öffentlichen Zahlen. Regiegagen werden pro Projekt verhandelt und hängen von Format, Budget, Auftraggeber und Erfahrung ab.
Wo verdienen Regisseure am meisten? Unter den Großstädten nennt der Entgeltatlas Köln mit 6.466 Euro und München mit 5.406 Euro. Bei den Bundesländern liegt Nordrhein-Westfalen mit 5.413 Euro vorn.
Was verdient eine Regieassistenz? Nach Tarifvertrag TV FFS mindestens 1.632 Euro pro Woche, die 2. Regieassistenz 991 Euro (Stand Januar 2026). Fest angestellte Regieassistent/innen in Film und Fernsehen liegen laut Entgeltatlas bei 3.685 Euro im Median.
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Weiterführend
- Bundesagentur für Arbeit (2026): Entgeltatlas, Berufe „Regisseur/in“, „Filmproduzent/in“ und „Regieassistent/in“, Datenstand Entgeltatlas 2025, abgerufen November 2026. web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas
- ver.di / Produktionsallianz (2024): Gagentabelle zum Tarifvertrag für auf Produktionsdauer beschäftigte Film- und Fernsehschaffende (TV FFS), Gagentarifvertrag 2024 bis 2026, Stand 12.10.2024. verdi.de
- Bundesverband Regie (2026): Berufsverband der Film- und Fernsehregie in Deutschland. bundesverband-regie.de
