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Markdown ist die geplante Preisreduktion von Modeware zum Abverkauf, Sale die Verkaufsphase mit reduzierten Preisen, und Restposten sind nicht verkaufte Bestände am Saisonende.

Rubrik: Mode · Unterrubrik: Branche & Produktion · Niveau: Einsteiger Synonyme / Auch bekannt als: Preisreduktion, Abverkauf, Schlussverkauf, Markdown-Management, Überhang

Was sind Restposten, Sale und Markdown?

Markdown bezeichnet das Herabsetzen des Verkaufspreises, um Ware schneller abzuverkaufen. Sale ist die zugehörige Verkaufsaktion mit reduzierten Preisen (z. B. Saison-Schlussverkauf). Restposten sind übrig gebliebene Bestände, die nach der regulären Saison und dem Sale noch nicht verkauft wurden.

Erklärung

In der Mode mit ihren saisonalen Sortimenten ist Markdown ein zentrales Steuerungsinstrument: Ware, die sich langsamer als geplant verkauft, wird im Preis gesenkt, um Lagerbestände zu reduzieren und Liquidität freizusetzen. Markdown-Management plant, wann und wie stark reduziert wird, um den Restwert der Ware zu maximieren und gleichzeitig Platz für neue Kollektionen zu schaffen.

Der Sale strukturiert diese Reduktionen zeitlich: Mid-Season-Sale, End-of-Season-Sale (Saison-Schlussverkauf) und Aktionen wie Black Friday. Eine zu frühe oder zu hohe Reduktion schmälert die Marge; eine zu späte erhöht das Risiko unverkaufter Ware. Die Markdown-Tiefe steigt typischerweise stufenweise (z. B. -30 %, -50 %, -70 %).

Restposten entstehen, wenn auch nach dem Sale Ware übrig bleibt. Sie werden über Outlets, Off-Price-Händler, Restpostenaufkäufer oder Sonderverkäufe verwertet; in nachhaltigen Modellen werden Überbestände eingelagert, gespendet oder recycelt statt vernichtet. Hohe Restbestände deuten auf Planungsfehler in Einkauf oder Bestandsmanagement hin.

Beispiele

  • End-of-Season-Sale: Sommerware wird ab Juli stufenweise reduziert.
  • Markdown-Stufen: -30 %, dann -50 %, schließlich -70 % auf Restgrößen.
  • Outlet-Verwertung: Restposten gehen in Factory-Outlet-Center.
  • Off-Price-Händler: Überbestände werden an Discount-Modeketten verkauft.
  • Black-Friday-Aktion: Zeitlich begrenzte Preisaktion zur Bestandsreduktion.

In der Praxis

Wer Markdown und Sale steuert, beobachtet Sell-Through-Rate und Reichweite je Artikel und legt Reduktionszeitpunkte und -höhen datenbasiert fest. Ziel ist ein hoher Abverkauf bei möglichst geringer Margenerosion. Restposten sollten frühzeitig identifiziert und über geeignete Kanäle verwertet werden, ohne die Marke zu beschädigen. Eine vorausschauende Einkaufs- und Bestandsplanung reduziert den Markdown-Bedarf von vornherein und schützt damit die Marge.

Vergleich & Abgrenzung

Markdown wird oft mit Rabatt verwechselt. Ein Markdown ist die dauerhafte Herabsetzung des Listenpreises (oft am Saisonende); ein Rabatt ist meist ein temporärer oder konditionsbezogener Nachlass.

MerkmalMarkdownRabatt
Dauerdauerhaft/saisonaltemporär/konditional
AnlassAbverkauf, SaisonendeAktion, Kundenbindung
Wirkungsenkt ListenpreisNachlass auf Basispreis

Häufige Fragen (FAQ)

Was bedeutet Markdown in der Mode? Markdown ist die geplante, oft stufenweise Herabsetzung des Verkaufspreises, um Saisonware abzuverkaufen, Bestände zu reduzieren und Liquidität für neue Kollektionen freizusetzen.

Wie werden Restposten in der Mode verwertet? Restposten gehen häufig in Outlets, an Off-Price- bzw. Restpostenhändler oder in Sonderverkäufe; nachhaltige Ansätze setzen auf Einlagerung, Spende oder Recycling statt Vernichtung.

Weiterführend

  • Varley, Rosemary (2014): Retail Product Management: Buying and Merchandising. Routledge.
  • Pashigian, B. Peter (1988): Demand Uncertainty and Sales: A Study of Fashion and Markdown Pricing. In: American Economic Review 78(5).
  • Goworek, Helen (2007): Fashion Buying. Blackwell.
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