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Tintenfass und Dinky Dips sind die Tintenbehälter der Kalligrafie: das klassische Tintenfass zum Eintauchen der Feder und die kleinen Dinky-Dips-Gefäße, in denen mehrere angerührte Farben griffbereit stehen.

Rubrik: Kalligrafie · Unterrubrik: Werkzeuge & Materialien · Niveau: Einsteiger Synonyme / Auch bekannt als: Tintenglas, Tintennäpfchen, Dinky Dips, ink well, ink pot

Was sind Tintenfass und Dinky Dips?

Tintenfass und Dinky Dips dienen dazu, Tinte beim Schreiben bereitzuhalten. Das Tintenfass ist ein standfester Behälter, in den die Feder eingetaucht wird. Dinky Dips sind kleine Einzelgefäße in einem Halter, die das parallele Arbeiten mit mehreren Farben oder angerührter Gouache erlauben.

Erklärung

Ein gutes Tintenfass hat einen breiten, schweren Fuß, damit es beim Eintauchen nicht umkippt – die häufigste Ursache verschütteter Tinte. Viele Modelle haben eine verengte Öffnung oder einen Innenrand, an dem überschüssige Tinte abgestreift werden kann, sodass die Feder nicht überladen wird. Bei der klassischen Spitzfeder-Kalligrafie taucht man nur bis zum Lüftungsloch (Vent Hole) ein; bei Bandzugfedern wird die Tinte oft besser mit einem Pinsel seitlich aufgetragen, weil reines Eintauchen die breite Spitze überflutet.

Dinky Dips sind kleine, schraub- oder steckbare Töpfchen, die in einem gemeinsamen Block oder Halter sitzen. Ihr großer Vorteil: Man kann verschiedene Tinten, Gouache- oder Metallicfarben gleichzeitig angerührt bereithalten und zwischen ihnen wechseln, ohne jedes Mal neu anzumischen. Weil sie wenig Tinte fassen und einzeln verschließbar sind, trocknet die Farbe langsamer ein und die Reinigung ist einfacher. Tintenfass und Dinky Dips ergänzen sich somit: Das Tintenfass ist ideal für einfarbiges Arbeiten mit Standardtinte, die Dinky Dips für farbenfrohe oder experimentelle Projekte mit selbst angerührten Mischungen.

Beispiele

  • Glas-Tintenfass mit Schraubdeckel: standfest, lichtdicht, für Standardtinte.
  • Dinky Dips im Holzblock: mehrere Gouachetöne griffbereit.
  • Reisetintenfass: auslaufsichere Variante mit Dichtung.
  • Tintenfass mit Abstreifrand: verhindert das Überladen der Feder.
  • Magnetischer Federhalter am Fass: zum Ablegen zwischen den Strichen.

In der Praxis

Das Tintenfass stellt man auf die Schreibtisch-Seite der Schreibhand und tunkt die Feder nur so tief ein, wie nötig. Überschüssige Tinte am Rand abstreifen verhindert Kleckse. Dinky Dips werden mit dem Pinsel befüllt und nach Gebrauch sofort gespült, da kleine Mengen schnell eintrocknen. Halter mit schräger Aufnahme erleichtern das Eintauchen am geneigten Schreibbrett.

Vergleich & Abgrenzung

Das Tintenfass wird mit Dinky Dips manchmal gleichgesetzt; tatsächlich fasst das Fass mehr Tinte für eine Farbe, während Dinky Dips viele kleine Farbmengen parallel halten.

MerkmalTintenfassDinky Dips
Fassungsmengegroßklein
Farbanzahleinemehrere
EinsatzStandardtinteMischfarben

Häufige Fragen (FAQ)

Wie tief taucht man die Feder ins Tintenfass? Bei einer Spitzfeder nur bis zum Lüftungsloch, damit die Feder nicht überladen wird. Überschüssige Tinte streift man am Rand des Tintenfasses ab, bevor man schreibt.

Wofür braucht man Dinky Dips? Dinky Dips halten mehrere angerührte Farben gleichzeitig bereit, etwa Gouache oder Metallictinte. So kann man zwischen Farben wechseln, ohne jedes Mal neu anzumischen, und die kleinen Mengen trocknen langsamer ein.

Weiterführend

  • Harris, David (2003): The Art of Calligraphy. Dorling Kindersley.
  • Gordon, Lydia (1990): The Calligrapher's Handbook. A & C Black.
  • Mediavilla, Claude (2006): Calligraphy. Scirpus Publications.
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